Susanne Aernecke: Die Amakuna-Saga geht weiter…

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La Palma Bücher: Interview mit Susanne Aernecke über

“Das Panama Erbe”, den zweiten Teil ihrer Amakuna-Saga 

 

Von La Palma nach Mittelamerika:

Die Jagd auf den „Magic Mushroom“ geht weiter

 

Mit der „Tochter des Drachenbaums“ begann Susanne Aernecke ihre Amakuna-Saga und landete mit dem Mix aus historischem Roman, Thriller, Mystik und Love Story sofort einen Erfolg. Ihre fiktive Geschichte um den magischen Pilz aus dem Caldera-Vulkankrater auf La Palma, der jede Krankheit heilt und seine Konsumenten durch Raum und Zeit beamt, beeindruckte mit mehr als 15.000 verkauften Exemplaren auf dem heiß umkämpften deutschen Büchermarkt. Im zweiten Band der Trilogie wandert der Magic Mushroom nach Mittelamerika, wo er das Schicksal der Kinder der Helden und Heldinnen aus Band 1 bestimmt. Wir sprachen mit Susanne Aernecke über „Das Panama Erbe“.

Susanne Aernecke: lebt einen Teil des Jahres im Nordwesten von La Palma

Susanne Aernecke: Die Autorin lebt einen Teil des Jahres im Nordwesten von La Palma, und in ihren Büchern spielt ein wundersamer Pilz von der Isla Bonita die alles bestimmende Rolle.

Susanne, im ersten Band Ihrer Trilogie beginnt der Kampf um den Pilz Amakuna auf La Palma im 15. Jahrhundert zur Zeit der Eroberung der Insel durch die Spanier. Seine Beschützerin ist Iriomé, die Heilerin des Ureinwohnerstammes aus der Caldera, die sich in einen Konquistador namens Joaquín verliebt – mit fatalen Folgen, denn nun geht der wundersame Pilz auf die Reise. Die Tochter des Drachenbaums muss ihn auf dem spanischen Festland vor gierigen Menschen schützen, und im zweiten Band der Amakuna-Saga wandert das Allheilmittel nun weiter nach Mittelamerika. Kommt La Palma in „Das Panama Erbe“ überhaupt noch vor?

Susanne Aernecke: Ja, auch die Fortsetzung hat noch ganz viel mit La Palma zu tun. Denn Iriomé und Joaquín haben einen gemeinsamen Sohn: Tamanca. Er wird Arzt und reist mit seinem Vater in die Neue Welt, wobei sie auf La Palma vorbeikommen, denn damals machten die Schiffe vor der großen Überfahrt Station auf den Kanaren. Tamanca setzt sich auf die Spur seiner Mutter, findet in der Caldera jedoch nur noch einige Wenige des einstigen Stammes vor – 20 Jahre nach der Eroberung ist die Benahoare-Kultur nahezu vollständig ausgelöscht. Man erkennt in ihm den Sohn von Iriomé, vertraut ihm das Geheimis von Amakuna an, und er wird  zum nächsten Beschützer des heiligen Pilzes ernannt. Tamanca nimmt Amakuna anschließend mit über den Atlantik, weil er denkt, dass der Pilz da besser aufgehoben ist als in Europa.

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Susanne Aernecke bei ihren Recherchen in Panama: Die Kluft zwischen Kuna-Indianern und Superreichen ist die Basis des zweiten Bandes der Amakuna-Saga.

Ein Trugschluss, denn die Spanier sind längst dabei, auch Süd- und Mittelamerika in ihre gierigen Hände zu bekommen. Aber mehr wird  nicht verraten, nur soviel: Tamanca findet Hilfe bei den Kuna-Indianern, die es ja tatsächlich gibt…

Susanne Aernecke: …ja, sie leben auf der Karibik-Seite von Panama auf 365 kleinen, wunderschönen Trauminseln, und ich habe eine Weile mit ihnen gelebt. Ich wollte ihre Spiritualität und ihre Lebensweise verstehen. Sie versuchen, Distanz zu halten, denn sie haben die Erfahrung beherzigt, dass ihnen jeglicher Umgang mit den Weißen kein Glück bringt. Durch ihre Insellage ist den Kunas das bis heute einigermaßen gelungen, aber leider können sie sich den Einflüssen nicht vollständig entziehen: Manche haben jetzt Handys, Solarstromanlagen und Fernseher, aber auf vielen Inseln leben sie immer noch sehr ursprünglich. Es haben sich zwei Lager gespalten: Die einen versuchen, sich mit der westlichen Zivilisation zu arrangieren, und andere sagen ganz klar, dass sie das nicht wollen. In diesem Spannungsfeld habe ich auch den Gegenwartteil von „Das Pananma Erbe“ angesiedelt.

Die Amakuna-Saga spielt sich ja immer auf zwei Zeitebenen ab – im 15. Jahrhundert in der Ära der Konquistadoren und im 21. Jahrhundert, wobei der magische Pilz den Protagonisten Traumreisen vom Einst ins Heute und umgekehrt erlaubt. Susanne, warum schaffen Sie diese Verbindungen?

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Panama-City: Bei der Recherche für ihren zweiten Roman traf Susanne Aernecke Banker, Anwälte und Unternehmensberater.

Susanne Aernecke: Die Gier der Menschen spielt gestern wie heute eine Rolle. In der Vergangenheit der Amakuna-Saga geht es ums Gold, das die Eroberer suchen, und in der Gegenwart des zweiten Bandes um die Großfinanz und das in Panama geparkte Schwarzgeld und Drogenkartelle. Ich habe einen Großteil des zweiten Bandes in Panama-City geschrieben, wo ich Banker, Anwälte und Unternehmensberater traf. Im Mittelpunkt steht Sina, deren Großvater ein Bankenimperium besitzt und die Inseln der Kunas als Refugium für die Reichsten der Reichen kaufen will.

Und dabei geht es natürlich auch immer um die Jagd auf den lebensrettenden Pilz, wobei Sie in den Gegenwartskapiteln der Saga auch die Pharmaindustrie ins Spiel bringen. Sind Sie auf einer Mission?

Susanne Aernecke: Ich will keine Verschwörungstheorien aufstellen. Aber es wäre schön, wenn meine Bücher die LeserInnen etwas nachdenklich stimmen und vielleicht dazu bringen, sich genauer zu informieren. Denn ein denkender Mensch ist nur von etwas überzeugt, das er selbst rausbekommen oder erlebt hat.

Zweiter Teil der Amakuna-Saga: "Das Panama Erbe".

Zweiter Teil der Amakuna-Saga: “Das Panama Erbe”.

Welche Branche nehmen Sie im dritten Band aufs Korn? Sie haben ja angekündigt, dass Amakuna eine Triologie werden soll…

Susanne Aernecke: Ich hatte von Anfang an einen Plan, denn es gibt auf der Welt drei Sachen, die mich sehr stören. Das ist zum einen die schon in der „Tochter des Drachenbaums“ angesprochene Pharmaindustrie, zum zweiten die im „Pananma Erbe“ thematisierte Szene der Banken und Immobilienhaie, und Band 3 wird den Medien und dem Internet an den Kragen gehen.

Was haben Sie gegen die Medien, Sie sind doch selbst Journalistin und haben Filmdokus für viele bekannte Sender gemacht?

Susanne Aernecke: Ich habe immer versucht, die Wahrheit zu berichten, oder besser gesagt: sie durchzusetzen. Ich höre auch immer wieder von Kollegen, dass sie nicht alles veröffentlichen dürfen, sonst würden sie von oben eins auf den Deckel kriegen. Ich habe auch selbst mal einen Film über die Pharmaindustrie gemacht, und da sind hinterher ordentlich Briefe bei mir angekommen… Aber in der Fiktion in einem Buch kann ich machen, was ich will.

Deshalb haben Sie Amakuna erfunden, den Pilz, der die Kraft hat, die Welt zu verändern?

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Buchladen in Berlin: Der erste Roman der Amakuna-Saga – “Die Tochter des Drachenbaums” – verkaufte sich sehr gut, wurde inzwischen ins Englische übersetzt und soll 2018 in Amerika erscheinen. Es gibt eine Hardcover- und eine Taschenbuchausgabe.

Susanne Aernecke: Genau, und im dritten Band der Amakuna-Saga soll die Welt eine bessere werden. Meine Heldinnen und Helden werden versuchen, mit Hilfe des Pilzes eine Art Bewusstseinssprung in den Gehirnen der Menschen zu ermöglichen…

Wir sind gespannt und bedanken uns für das Gesräch. Doch Band drei der Amakuna-Saga ist noch Zukunftsmusik. In greifbarer Nähe dagegen liegen Lesungen auf La Palma, bei denen die Autorin persönlich vor Ort sein und aus ihren ersten beiden Bänden vortragen wird.

Susanne Aernecke lädt  zu folgenden Lesungen ein:

10. November 2017: Los Llanos, Galeria Diego, 18 Uhr.

18. November 2017: Tazacorte, Kunstraum La Palma, 19 Uhr.

25. November 2017: El Paso, Hacienda Tacande von Helga Helmke, 18 Uhr.

2. Dezember 2017: Las Tricias, Tourismusbüro, 19 Uhr.

Susanne in ihrem Haus in

Susanne in ihrem Haus in Garafía: Wenn sie nicht gerade den Garten gießt, ist sie fleißig am Schreiben. Alle Fotos in diesem Beitrag hat uns die Autorin zur Verfügung gestellt.

Die „Tochter des Drachenbaums“ und „Das Panama Erbe“ kann man bei allen gängigen Buchportalen im Internet bestellen, aber auch auf La Palma kaufen – hier die Geschäfte: Sorpresa in El Paso und Los Llanos, Confetti in Los Llanos, Artesanía Gecko in Puerto Naos, Coffee & Cake in Puntagorda, La Papelería in Santa Cruz, El Lugar in Tinizara, Tourismus-Büro in Las Tricias.

Susanne Aernecke reist als Journalistin durch die Welt und lebt mehrere Monate im Jahr in ihrem Haus in Garafía-Las Buracas auf La Palma. Mehr über das spannende Leben der Autorin enthüllt die Reportage des La Palma 24-Journals, die wir zum Erscheinen des ersten Bandes der Amakuna-Saga veröffentlicht haben.

Zur Internetseite der Amakuna-Saga hier klicken.

Übrigens wurde die „Tochter des Drachenbaums“ inzwischen ins Englische übersetzt, wird 2018 in den USA erscheinen, und anschließend hofft Susanne Aernecke auf eine spanische Version. Den ersten Band der Amakuna-Saga gibt es seit April 2017 auch als Taschenbuch.

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