Der Fotograf Pablo Espantaleón

 

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Pablo Espantaleón fotografiert Land und Leute

Der „schreckliche Löwe“ schießt furchtbar gute Fotos

Der Name Espantaleón würde auf Deutsch „schrecklicher Löwe“ heißen. Aber keine Angst: Pablo nimmt Land und Leute nur mit scharfem Auge und Kamera ins Visier. Vor 40 Jahren hat es ihn von Málaga an der Costa del Sol in Südspanien auf die Kanaren verschlagen, und seit 30 Jahren lebt der Fotograf auf La Palma. Noch bis zum 3. April 2016 sind seine Werke in der Galerie Avenida 17 in Tazacorte zu sehen, wo wir ihn getroffen haben.

 

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Pablo Espantaleón mit Frauenbild: Über dieses perfekte Model-Foto legte er das Bild eines alten Fensterrahmens. Foto: La Palma 24

Feminina/Feminae heißt die neueste Fotoserie von Pablo Espantaléon. 62 Bilder umfasst das Gesamtwerk, und einen Teil davon zeigt er derzeit in Tazcorte. Seit fünf Jahren arbeitet der Kamerakünstler an dieser Reihe:

Mich interessiert das feminine System noch viel mehr als Frauen. Diese Fotos sollen die Weiblickkeit repräsentieren, die Persönlichkeit hinter dem Bild.

Dazu hat Pablo allerdings nicht nur professionelle Models und schöne Freundinnen abgelichtet. Die perfekten Fotos mischt er mit stark texturierten Bildern wie etwa Mauern, von denen die Farbe abblättert, alten Fensterrahmen und verkratzten Metallschildern oder auch mal mit einem Grabstein aus Kopenhagen. Der Fotograf macht kein Geheimnis darum, wie´s geht:

Früher, im analogen Zeitalter, habe ich diese sogenannte Sandwich-Technik genutzt, indem ich Dias übereinanderlegte. Heute bearbeitet ich fast alle meine Fotos am Computer in Programmen wie Photoshop oder Lightroom. Die digitale Technik erzeugt noch mehr Kreativität, weil es so viele Möglichkeiten gibt – allerdings macht Letzteres auch alles komplizierter…

Seit 30 Jahren fotografiert Pablo Espantaleón La Palma: auch mal bei Schlechtwetter, wie diese Aufnahme zeigt.

Seit 30 Jahren fotografiert Pablo Espantaleón La Palma: auch mal bei Schlechtwetter, wie diese Aufnahme zeigt.

Ein gutes Bildbearbeitungsprogramm ersetzt natürlich niemals Auge und Können des Fotografen. So betont Pablo, dass diese Technik ohne optimale Basisfotos keine schönen Resultate bringt. Den Umgang mit der Kamera beherrscht er allerdings perfekt, denn Pablo Espantaleón knipst nicht erst seit heute:

Ich besaß schon mit zwölf Jahren eine kleine Kamera. Aber richtig mit der Fotografie angefangen habe ich erst nach meiner Ankunft auf den Kanaren. Mein Hauptberuf war zwar Krankenpfleger, aber ich begann parallel dazu mein Geld als freier Fotograf zu verdienen. Unter anderem habe ich für verschiedene Zeitungen und die kanarische Bildagentur EFE gearbeitet oder auch Aufträge vom Cabildo für touristische Zwecke ausgeführt. So kenne ich auch La Palma total – vom Himmel übers Meer bis hin zu allen Ecken der Insel.

Als Freelancer von Zeitungen nahm Pablo Espantaleón auch palmerische Künstler ins Visier: hier ein Schnappschuss von Rachel und Manolo, die Stars der Tihuya Cats.

Als Freelancer arbeitete Pablo Espantaleón auch für Zeitungen und Agenturen und nahm palmerische Künstler in den Fokus: hier ein Schnappschuss von Rachel und Manolo, den Stars der Rock´n´Roll-Band Tihuya Cats.

Bis heute ist Pablo als Krankenpfleger im Hospital Las Nieves in Santa Cruz tätig. Aber bald soll damit Schluss sein. Ab Juli 2016 verabschiedet sich der Kamera-Artist aus diesem Beruf und will Privatier werden:

Ich habe genug Krankheit gesehen, jetzt kommt der Nachtisch meines Lebens, und ich kann mich vollständig der Fotografie widmen und meine Projekte realisieren. Themen gibt es genug, ich habe da keine Favoriten, ich lasse mich von meiner Stimmung leiten. Aber ich werde weiterhin stark im Schwarz-Weiß-Bereich arbeiten.

Blick für Momente: Pablo-Foto

Pablo Espantaleón-Fotos: 90 Prozent in schwarz-weiß.

Nach wie vor nimmt Pablo Espantaleón auch Aufträge von Institutionen und Privatpersonen entgegen. Ansonsten verkauft er seine künstlerischen Fotos wie derzeit in der Avenida 17, wobei die Auflage auf zehn Kopien pro Werk limitiert ist, und jedes Bild ein Echtheitszertifikat erhält. Wer ihn kennenlernen will, schaut in der Galerie in Tazacorte vorbei – sie liegt an der Hauptstraße in der Nähe der Kirche und ist noch bis zum 3. April täglich von 11 bis 14 und von 18 bis 20 Uhr geöffnet.

Weil die Internetseite von Pablo Espantaleón derzeit wegen technischer Arbeiten abgeschaltet ist, können sich Interessenten auch über E-Mail pabloespantaleon@gmail.com mit ihm in Verbindung setzen. Hier geht es zu seiner Facebook-Seite.

Auch das ist Pablo Espantaleón: Kunstwerk mit Aloe Vera.

Auch das ist Pablo Espantaleón: Kunstwerk mit Aloe Vera.

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