
Foto: Andreas Regul, Mai 2026
+++ Die Energie unter unseren Füßen: Könnte Geothermie die Zukunft La Palmas verändern? +++ Direkt von Los Llanos zum Flughafen: Neue Buslinie startet +++ Sommercamp 2026 im Valle de Aridane: Sport, Spiel und Spaß +++
Die Energie unter unseren Füßen: Könnte Geothermie die Zukunft La Palmas verändern?

Foto: Frank Oliver Glöckner
Während auf Teneriffa bereits die ersten Bohrungen zur Erschließung von Erdwärme laufen, könnte La Palma schon in wenigen Jahren die nächste Kanareninsel sein, die auf tiefe Geothermie setzt. Das wurde bei den Geothermie-Tagen im Espacio Cultural CajaCanarias in Santa Cruz de La Palma deutlich.
Die Idee dahinter ist einfach: Statt weiterhin einen Großteil der Energie aus importierten fossilen Brennstoffen zu gewinnen, soll die natürliche Wärme des vulkanischen Untergrunds genutzt werden. Im Gegensatz zu Solar- und Windenergie könnte Geothermie rund um die Uhr Strom liefern und damit eine wichtige Ergänzung für die Energieversorgung der Inseln darstellen.
Erste Bohrungen auf Teneriffa laufen bereits
Besonders aufmerksam verfolgt wird derzeit ein Pilotprojekt in Vilaflor auf Teneriffa. Dort wird aktuell bis in rund drei Kilometer Tiefe gebohrt, um zu prüfen, ob ausreichend hohe Temperaturen und geeignete geologische Bedingungen für die Stromerzeugung vorhanden sind.
Die Kosten solcher Projekte sind beträchtlich. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen kann bereits eine einzelne Probebohrung rund zehn Millionen Euro kosten.
Die bisherigen Arbeiten verdeutlichen zugleich die technischen und finanziellen Herausforderungen solcher Projekte. Nach Angaben von DISA Renovables verursachen die Bohrungen Kosten von rund 100.000 Euro pro Tag. Während der Bohrungen wurde bereits eine Bohrkrone durch das harte Gestein beschädigt, zudem musste ein wichtiges Ersatzteil kurzfristig aus Italien eingeflogen werden. Solche Verzögerungen können schnell hohe Zusatzkosten verursachen.
Finanziert werden die ersten Projekte unter anderem mit Fördermitteln des spanischen Instituts für Energieeinsparung und Diversifizierung (IDAE), das für die Entwicklung der Tiefengeothermie auf den Kanaren insgesamt 106 Millionen Euro bereitgestellt hat.

Foto: Frank Oliver Glöckner
Erste Bohrung auf La Palma frühestens 2027
Sollten die Arbeiten auf Teneriffa erfolgreich verlaufen, könnte auf La Palma bereits im ersten Quartal 2027 die erste Tiefenbohrung beginnen. Dabei handelt es sich zunächst um eine Erkundungsbohrung. Ob daraus später tatsächlich ein Geothermiekraftwerk entsteht, hängt von zahlreichen Faktoren ab.
Geprüft werden müssen unter anderem Temperatur, Wasservorkommen, Druckverhältnisse, Durchlässigkeit des Gesteins und die langfristige Ergiebigkeit des Reservoirs.

Foto: Andreas Regul, Mai 2026
Sodepal untersucht den Untergrund
Parallel dazu laufen auf La Palma bereits Vorarbeiten. Die Inselgesellschaft Sodepal besitzt Untersuchungsrechte für 33 geothermisch interessante Gebiete im Süden der Insel zwischen Villa de Mazo und Fuencaliente.
In den vergangenen Monaten wurden dort verschiedene geophysikalische Messungen durchgeführt. Dabei kommen sogenannte magnetotellurische Verfahren zum Einsatz, mit denen Wissenschaftler Veränderungen im Untergrund erkennen und potenzielle Wärmereservoire lokalisieren können.
Ziel dieser Untersuchungen ist es, das Risiko zukünftiger Bohrungen möglichst gering zu halten.
Chancen und offene Fragen
Die Erwartungen an die Geothermie sind groß. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Fragen offen. Dazu gehören die Wirtschaftlichkeit der Projekte, der Umgang mit Wasserressourcen, die spätere Vergütung des erzeugten Stroms sowie die Frage, wie stark die Inselbevölkerung von möglichen Erträgen profitieren wird.
Fest steht: Die Geothermie befindet sich auf La Palma noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die geplanten Bohrungen der kommenden Jahre werden zeigen, ob die vulkanische Wärme unter der Insel künftig tatsächlich zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung werden kann.
Quelle: Zusammenfassung und Bearbeitung eines Hintergrundartikels von José F. Arozena über die Geothermie-Tage 2026 im Espacio Cultural CajaCanarias in Santa Cruz de La Palma.
Direkt von Los Llanos zum Flughafen: Neue Buslinie startet

Archivfoto: Heidrun Schumann
Für viele Menschen im Aridanetal dürfte dies eine willkommene Verbesserung sein: Das Cabildo von La Palma führt in den kommenden Tagen die neue Buslinie 301 ein, die Los Llanos de Aridane direkt über den Flughafen mit Santa Cruz de La Palma verbindet.
Erstmals wird es damit möglich sein, den Flughafen am frühen Morgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln direkt vom Westen der Insel aus zu erreichen, ohne zuvor den Umweg über die Inselhauptstadt nehmen zu müssen.

Foto: Andreas Regul
Bislang mussten Fahrgäste aus dem Aridanetal zunächst nach Santa Cruz de La Palma fahren und von dort weiter zum Flughafen oder nach Los Cancajos. Das verlängerte die Reisezeit erheblich und machte frühe Flugverbindungen oft unpraktisch.
Die neue Verbindung erleichtert künftig nicht nur Berufspendlern den Weg zum Flughafen. Auch für Patienten mit Facharztterminen auf anderen Inseln, Studierende und Reisende ohne eigenes Fahrzeug dürfte die Linie 301 eine spürbare Verbesserung darstellen.
Fahrzeiten der neuen Linie 301
Abfahrten ab Los Llanos de Aridane
• 04:45 Uhr
• 10:35 Uhr
Die Verbindungen verkehren täglich, also auch an Wochenenden und Feiertagen.
Abfahrten ab Santa Cruz de La Palma
Montag bis Freitag:
• 20:40 Uhr
• 22:40 Uhr
Samstags, sonntags und an Feiertagen:
• 20:10 Uhr
• 22:40 Uhr
Sommercamp 2026 im Valle de Aridane: Sport, Spiel und Spaß

Foto: Michael Nguyen
Für viele Familien auf La Palma stellt sich mit Beginn der Sommerferien wieder die Frage, wie die schulfreie Zeit abwechslungsreich gestaltet werden kann. Eine Möglichkeit bietet das Sommercamp 2026 des Tennisclubs Valle de Aridane, das vom 29. Juni bis zum 31. Juli stattfindet.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern ausdrücklich auch an Kinder und Jugendliche, die bisher keine Verbindung zum Club haben und während der Ferien verschiedene Sportarten kennenlernen möchten.
Teilnehmen können Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren. Das Camp findet montags bis freitags von 7:30 bis 14:30 Uhr statt und kombiniert sportliche Aktivitäten mit Spiel, Bewegung und gemeinsamen Freizeitangeboten.
Im Mittelpunkt stehen Schnupperkurse in Tennis, Padel und Schwimmen. Darüber hinaus sind weitere sportliche Aktivitäten, Workshops und soziale Angebote geplant, die den Kindern die Möglichkeit geben sollen, neue Erfahrungen zu sammeln, Freundschaften zu knüpfen und verschiedene Sportarten auszuprobieren.
Besonders für Familien, deren Kinder bislang noch keinen festen Vereinssport betreiben, eröffnet das Sommercamp die Möglichkeit, unterschiedliche sportliche Aktivitäten auszuprobieren und neue Talente zu entdecken.
Die Teilnahme kann flexibel für zwei, drei oder vier Wochen sowie für den gesamten Camp-Zeitraum gebucht werden.
Teilnahmegebühren
• 2 Wochen: 161 Euro
• 3 Wochen: 215,50 Euro
• 4 Wochen: 253 Euro
• Gesamtes Sommercamp (29. Juni bis 31. Juli): 287,50 Euro
Im Preis ist eine Unfallversicherung enthalten.
Anmeldung
Anmeldungen sind bis zum 22. Juni möglich.
Weitere Informationen und Anmeldungen erfolgen über:
• natacioctva@gmail.com
• clubdetenis@clubdetenisvalledearidane.com
oder persönlich im Büro des Tennisclubs Valle de Aridane.
Von La Palma 24



















