
Foto: Michael Nguyen
+++ 550.000 Euro für ein stabileres Stromnetz in San Andrés y Sauces +++ El Tablado: Wie soll sich einer der ursprünglichsten Orte La Palmas entwickeln? +++ Ein besonderer Konzertabend auf La Palma: 70 junge Musiker treffen auf Los Sabandeños +++
550.000 Euro für ein stabileres Stromnetz in San Andrés y Sauces

Foto: Michael Nguyen
Im Nordosten La Palmas soll die Stromversorgung künftig zuverlässiger werden. Endesa hat in San Andrés y Sauces rund 550.000 Euro in den Ausbau des Stromnetzes investiert und nach etwa fünf Monaten die Arbeiten zwischen Las Lomadas und San Andrés abgeschlossen.
Kern des Projekts ist eine neue, rund 1,6 Kilometer lange unterirdische Mittelspannungsleitung. Sie verbindet zwei bisher getrennte Bereiche miteinander und macht aus insgesamt 13 Transformatorenstationen ein sogenanntes Ringnetz.
Was technisch klingt, hat im Alltag einen einfachen Vorteil: Fällt ein Abschnitt des Netzes aus, kann der Strom über eine andere Verbindung weitergeleitet werden. Störungen lassen sich dadurch schneller beheben und auch notwendige Wartungsarbeiten sollen künftig weniger Auswirkungen auf die Stromversorgung haben.
Mehr als 2.400 Kunden in San Andrés y Sauces sollen von der neuen Infrastruktur profitieren. Ganz abgeschlossen ist das Projekt allerdings noch nicht: Bevor die neue Leitung tatsächlich in Betrieb gehen kann, fehlt noch die Genehmigung der kanarischen Generaldirektion für Energie.
Mit der Investition wird ein weiterer Teil der Energieinfrastruktur im Norden La Palmas modernisiert – einer Region, in der die schwierige Topografie den Ausbau und die Wartung der Versorgungsnetze immer wieder zu einer besonderen Herausforderung machen.
Quelle: Endesa / e-distribución
El Tablado: Wie soll sich einer der ursprünglichsten Orte La Palmas entwickeln?

Foto: © Instagram: Patrice_uia
El Tablado gehört zu jenen Orten auf La Palma, an denen die traditionelle Kulturlandschaft der Insel noch besonders deutlich zu erkennen ist. Zwischen tiefen Schluchten, alten Häusern und landwirtschaftlich genutzten Flächen liegt die kleine Siedlung im Norden Garafías – und genau hier geht es jetzt um die Frage, wie sich der Ort in Zukunft entwickeln kann, ohne seinen Charakter zu verlieren.
Das Cabildo de La Palma arbeitet derzeit an einem neuen Sonderplan für das rund 222 Hektar große Landschaftsschutzgebiet El Tablado. Anders als bei vielen Planungsverfahren sollen die Bewohner dabei möglichst früh mitentscheiden.
Bei einer Versammlung wurden den Anwohnern verschiedene Vorschläge vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Rund 20 Teilnehmer unterstützten die daraus entstandenen Lösungen schließlich einstimmig. Ihre Anregungen sollen nun in den weiteren Entwurf einfließen.

Foto: Dieter Weiskircher
Dabei geht es nicht nur um Naturschutz. Der Plan soll traditionelle Landwirtschaft weiterhin ermöglichen, historische Gebäude und archäologische Zeugnisse bewahren und gleichzeitig Lösungen für bestehende bauliche und städteplanerische Probleme finden.
Gerade in kleinen ländlichen Orten La Palmas ist diese Balance schwierig: Einerseits sollen Landschaft und traditionelle Strukturen erhalten bleiben, andererseits müssen die Orte auch für ihre Bewohner lebenswert bleiben und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Wie der endgültige Sonderplan aussehen wird, entscheidet sich erst im weiteren Verfahren. Die Bewohner von El Tablado haben ihre Vorstellungen und Anregungen bereits in die Planung eingebracht.
Ein besonderer Konzertabend auf La Palma: 70 junge Musiker treffen auf Los Sabandeños

Foto: Cabildo de La Palma
Sinfonieorchester, kanarische Folklore und einer der bekanntesten Pianisten Spaniens treffen am Dienstagabend in Santa Cruz de La Palma aufeinander. Im Museo Insular präsentieren die Joven Orquesta de Canarias, der Pianist Juan Floristán und Los Sabandeños gemeinsam das Konzertprogramm „Raíces“.
Rund 70 junge Musiker der Joven Orquesta de Canarias werden unter der Leitung von Víctor Pablo Pérez auf der Bühne stehen. Gemeinsam schlagen sie musikalisch eine Brücke zwischen klassischer spanischer Musik und den traditionellen Klängen der Kanarischen Inseln.
Im Mittelpunkt steht unter anderem Manuel de Falla. 2026 jährt sich der Geburtstag des spanischen Komponisten zum 150. Mal. Zu hören ist sein Werk „Noches en los jardines de España“, bei dem Juan Floristán den Solopart am Klavier übernimmt.
Doch der Abend hat noch einen zweiten Jubilar: Los Sabandeños feiern in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1966 auf Teneriffa hat die Gruppe die kanarische Volksmusik weit über die Inseln hinaus bekannt gemacht. Auf La Palma werden einige ihrer Stücke gemeinsam mit dem Orchester in sinfonischen Arrangements erklingen.
Gerade diese Kombination dürfte den Abend besonders machen: Statt klassische Musik und kanarische Folklore getrennt zu präsentieren, bringt „Raíces“ beide musikalischen Welten auf eine Bühne.
Das Konzert beginnt am Dienstag, 22. September, um 19:30 Uhr im Museo Insular in Santa Cruz de La Palma.
Von La Palma 24















