
© Frank Oliver Glöckner, 2025
+++ Fortschritte bei der Rückkehr nach Puerto Naos und La Bombilla +++ Kanarische Regierung leitet Enteignungen für den Wiederaufbau der LP-2 ein +++ Filoxera: Kanarische Regierung verschärft Schutzmaßnahmen vor der Rebsaison +++
Fortschritte bei der Rückkehr nach Puerto Naos und La Bombilla

© Frank Oliver Glöckner, 2026
Wie wir im La Palma 24 Journal bereits mehrfach berichtet haben, werden Puerto Naos und La Bombilla seit dem Vulkanausbruch von 2021 überwacht. Grund dafür sind punktuell auftretende CO₂-Gase, die aus dem Untergrund austreten können. Um die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten, werden Gebäude regelmäßig kontrolliert.
Inzwischen hat sich die Situation in beiden Orten deutlich stabilisiert. Nach Messungen und technischen Anpassungen können insgesamt 1.166 Wohnungen wieder genutzt werden. Damit kehren nicht nur Bewohner zurück, auch das alltägliche Leben in den Küstenorten ist wieder spürbar präsent.

© Frank Oliver Glöckner, 2026
Zuletzt wurden im Gebäude Gardenia in der Calle Mauricio D. Camacho drei Wohnungen sowie ein Garagenplatz und ein Aufzug freigegeben, nachdem entsprechende Abdichtungsmaßnahmen überprüft worden waren. Auch an der Strandpromenade am Paseo Marítimo sowie in der Calle José Guzmán Pérez konnten zusätzliche Wohnungen wieder bezogen werden.
Grundlage all dieser Entscheidungen ist ein dichtes Messnetz: Derzeit sind über 1.700 Messgeräte im Einsatz, die sowohl in Wohnungen als auch im Außenbereich kontinuierlich die Luftqualität überwachen.
So verlockend das Hauptfoto auch wirkt: Aufgrund der gelben Warnstufe wegen hohen Wellengangs wird empfohlen, heute auf einen Strandbesuch zu verzichten.
Kanarische Regierung leitet Enteignungen für den Wiederaufbau der LP-2 ein

© Andrea Jährlich, 2026

© Andrea Jährlich, 2026
Um den Wiederaufbau der LP-2 im vom Vulkanausbruch 2021 betroffenen Abschnitt voranzubringen, hat die kanarische Regierung die Inbesitznahme von 95 Grundstücken im beschleunigten Verfahren angeordnet. Dies geht aus einer Veröffentlichung im Boletín Oficial de Canarias (BOC) hervor.
Betroffen ist eine Fläche von rund 94.000 Quadratmetern, darunter dauerhafte Enteignungen sowie zeitlich begrenzte Nutzungen, die für den Bau der neuen Straßenführung erforderlich sind.
Der Großteil der betroffenen Grundstücke liegt im Gemeindegebiet von Los Llanos de Aridane, hinzu kommen einzelne Flächen in El Paso. Neben privaten und öffentlichen Parzellen sind auch Grundstücke von Unternehmen betroffen.
Nach Angaben der Regierung ist eine Rückkehr zum ursprünglichen Verlauf der LP-2 nicht möglich. Die Lavaflüsse haben den Untergrund so stark verändert, dass die frühere Trasse wegen anhaltend hoher Temperaturen nicht mehr nutzbar ist. Deshalb muss die Straße neu geplant und verlegt werden. Maßgeblich dafür sind unter anderem die Ausdehnung der Lava, die Hitze im Untergrund, vorhandene Lavastrukturen sowie technische und ökologische Vorgaben.
Die Wiederherstellung der LP-2 zwischen Fuencaliente und Tajuya gilt als wichtiger Schritt, um die Erreichbarkeit im Westen der Insel zu verbessern, Wege zu verkürzen und den Wiederaufbau nach der Vulkankrise weiter voranzubringen.
Filoxera: Kanarische Regierung verschärft Schutzmaßnahmen vor der Rebsaison

© Frieder
Die kanarische Regierung hat neue Maßnahmen vorgestellt, um eine weitere Ausbreitung der Reblaus (Filoxera) zu verhindern. Im Mittelpunkt stehen vier neue Protokolle, die insbesondere für die bevorstehende Schnitt- und Pflanzperiode gelten.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums hat sich das bisherige Vorgehen bewährt. Die Weinlese 2025 verlief demnach unter sicheren Bedingungen. Betroffen ist weiterhin ausschließlich Teneriffa, vor allem der Bereich der Herkunftsbezeichnung Tacoronte-Acentejo. Andere Inseln, darunter La Palma, gelten weiterhin als filoxerafrei.
Insgesamt wurden auf den Kanarischen Inseln mehr als 7.700 Kontrollen durchgeführt. Positive Funde gab es nur auf Teneriffa; befallenes Material wurde umgehend entfernt. Wurzel- und Bodenproben bestätigten bislang keine weitere Ausbreitung.
Die neuen Protokolle regeln unter anderem den Umgang mit Schnittresten, den Transport von Pflanzenmaterial sowie Hygienemaßnahmen für Geräte und Personal. Zudem wird an Wurzelstöcken geforscht, die gegenüber der Reblaus unempfindlich sind und den Weinreben langfristig Schutz bieten.
Ziel ist es, den kanarischen Weinbau dauerhaft zu schützen und eine Ausbreitung der Filoxera auf weitere Inseln zu verhindern.
Von La Palma 24


















