
Foto: Marcel Nguyen
+++ Kraftvolle Brandung im Puerto de Tazacorte +++ Deutlicher Rückgang der Ferienwohnungen in Spanien und auf den Kanaren +++
Kraftvolle Brandung im Puerto de Tazacorte

Foto: Marcel Nguyen
Im Hafen von Puerto de Tazacorte zeigte sich gestern eindrucksvoll die Kraft des Atlantiks. Hohe Wellen liefen aus westlicher Richtung ein und brachen mit großer Wucht an der Mole. Der Strand stand komplett unter Wasser. Die Wellen drückten Sand und Gischt über die Mauer der Strandpromenade.
Einheimische berichten, dass solche Situationen früher seltener vorgekommen seien. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob langfristige Veränderungen des Meeresspiegels eine Rolle spielen könnten. Wissenschaftliche Messungen zeigen, dass der Meeresspiegel rund um die Kanarischen Inseln in den vergangenen Jahrzehnten leicht angestiegen ist: So deuten Daten aus Pegelmessungen und Satelliten darauf hin, dass im Zeitraum von etwa 1993 bis 2019 ein Anstieg von rund 8 cm beobachtet wurde. Langfristige Prognosen gehen davon aus, dass der Meeresspiegel in der Region bis 2050 weiter steigen könnte – um beispielsweise rund 18 cm im Vergleich zu heute. Wie stark dieser Anstieg einzelne Küstenereignisse beeinflusst, hängt allerdings auch von lokalen Wetterlagen und Meeresströmungen ab.

Foto: Marcel Nguyen
Eine weitere Rolle spielt die sogenannte Dünung (Swell). Dabei handelt es sich um langlaufende Wellen, die durch weit entfernte Sturmsysteme entstehen und mit großer Energie auf die Küste treffen – selbst dann, wenn es vor Ort windstill ist.
Es bleibt zu hoffen, dass das eindrucksvolle Naturschauspiel aus sicherer Entfernung verfolgt wurde.
Fotos: Marcel Nguyen
Quellen:
Peer-reviewte ozeanographische Studien auf Basis von Pegel- und Satellitendaten (u. a. Journal of Marine Science and Engineering, MDPI, Analysen 1993–2019 und 1993–2022) zum Meeresspiegel-Anstieg rund um die Kanarischen Inseln sowie regionale Klimaprojektionen bis 2050.
Deutlicher Rückgang der Ferienwohnungen in Spanien und auf den Kanaren

Foto: Nadja Moussa
Die Zahl der offiziell registrierten Ferienwohnungen in Spanien ist im Herbst 2025 spürbar zurückgegangen. Nach aktuellen Daten des Instituto Nacional de Estadística (INE) wurden im November landesweit 329.764 touristische Unterkünfte gezählt. Das sind rund 13,6 Prozent weniger als im Mai desselben Jahres und 12,4 Prozent weniger als im November 2024. Damit erreicht der Markt den niedrigsten Stand seit August 2023.
Ferienwohnungen spielen damit zwar weiterhin eine Rolle im spanischen Wohnungsmarkt, ihr Anteil beträgt jedoch nur noch 1,24 Prozent – das entspricht etwas mehr als einer von hundert Wohnungen..
Kanaren weiterhin stark vertreten
Mit 49.676 registrierten Einheiten bleiben die Kanarischen Inseln die zweitstärkste Region Spaniens – hinter Andalusien. Auch hier ist jedoch ein leichter Rückgang von etwa zwei Prozent gegenüber dem Frühjahr zu verzeichnen. Zusammen vereinen beide Regionen nahezu die Hälfte aller touristischen Wohnungen des Landes.

Foto: Nadja Moussa, Januar 2026
Strengere Vorgaben zeigen Wirkung
Der Rückgang steht im Zusammenhang mit verschärften Kontrollen und einer verpflichtenden Registrierung für Kurzzeitvermietungen. Online-Plattformen wurden aufgefordert, nicht genehmigte Angebote zu entfernen.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Betten. Insgesamt wurden knapp 16 Prozent weniger Übernachtungsplätze angeboten. Damit stehen landesweit noch rund 1,6 Millionen Betten in Ferienwohnungen zur Verfügung.
Auch andere klassische Urlaubsregionen wie die Autonome Gemeinschaft Valencia, Katalonien oder die Balearen meldeten zweistellige Rückgänge.
Quelle: Instituto Nacional de Estadística (INE), November 2025.
Von La Palma 24

















