
Vater mit Tochter. Foto: Wolfgang Domanski.
+++ Los Indianos – wenn Santa Cruz ganz in Weiß feiert +++ 53 Millionen Euro für den Wiederaufbau auf La Palma +++ Aufräumarbeiten trotz anhaltend starker Brandung +++
Los Indianos – wenn Santa Cruz ganz in Weiß feiert

Foto: Ayuntamiento de Santa Cruz de La Palma.
Am Montag, 16. Februar 2026, verwandelt sich Santa Cruz de La Palma wieder in eine weiße Wolke aus Puder und Lebensfreude: Es ist Carnaval de Los Indianos.
Das Fest erinnert an jene Auswanderer („Indianos“), die einst von La Palma nach Kuba und Lateinamerika gingen und später – oft wohlhabend – in ihre Heimat zurückkehrten. Weiß gekleidet, mit Strohhut, Zigarren, Fächern und nostalgischem Charme wird dieser Teil der Inselgeschichte jedes Jahr auf lebendige und fröhliche Weise gefeiert.
Eine Tradition mit Geschichte
Los Indianos ist einer der Höhepunkte des Karnevals von Santa Cruz. Schon am Vormittag füllen sich die Straßen mit Menschen in weißer Kleidung. Das charakteristische Element: Babypuder, das in die Luft geworfen wird und die Stadt in eine dichte, weiße Staubwolke hüllt. Musik, kubanische Rhythmen und Tanz begleiten das Spektakel.
Das historische Foto von Februar 2005, aufgenommen von Wolfgang Domanski, zeigt eindrucksvoll diese besondere Atmosphäre: dicht gedrängte Menschen, Hüte, weiße Kleidung – und über allem der feine Puder, der die Szene fast surreal wirken lässt. Es ist ein Moment zwischen Tradition, Ausgelassenheit und gelebter Inselgeschichte.
Ein Tag für ganz La Palma
Am kommenden Montag zieht es wieder Tausende aus ganz La Palma und von den Nachbarinseln nach Santa Cruz, um gemeinsam Los Indianos zu feiern. Los Indianos ist nicht nur Karneval – es ist Identität, Erinnerung und Lebensfreude in einem.
Wer teilnimmt, sollte sich traditionell weiß kleiden – und bereit sein, am Ende des Tages selbst Teil einer weißen Staubwolke zu sein.
53 Millionen Euro für den Wiederaufbau auf La Palma

© Michael Nguyen
Der spanische Minister Ángel Víctor Torres hat bei einem Besuch auf La Palma über den Stand der Wiederaufbauprojekte nach dem Vulkanausbruch von 2021 informiert. Nach Angaben der Regierung wurden 53 Millionen Euro an das Cabildo sowie an die Gemeinden Tazacorte, Los Llanos de Aridane und El Paso ausgezahlt.
18,3 Millionen Euro gehen an das Cabildo, 34,6 Millionen an die drei betroffenen Gemeinden. Finanziert werden vor allem Straßenprojekte, Maßnahmen zur Wasser- und Abwasserversorgung sowie kommunale Einrichtungen.
Insgesamt habe der Staat bislang mehr als 1,2 Milliarden Euro für die Wiederherstellung der Insel bereitgestellt, so Torres. Die jüngsten Maßnahmen wurden im Dezember 2025 vom Parlament verabschiedet.
Der Wiederaufbau bleibt damit weiterhin ein zentrales Thema für La Palma.
Aufräumarbeiten trotz anhaltend starker Brandung

Nach den extremen Wellen vom Mittwoch, bei denen der Strand vollständig überflutet wurde, begannen am Donnerstagmorgen im Puerto de Tazacorte die Aufräumarbeiten.

Trotz weiterhin kräftiger Brandung rückte ein Bagger an, um den über die Promenade gespülten Sand zusammenzuschieben und zu Haufen aufzutürmen.

Die Bilder zeigen deutlich, welche Mengen an Material angeschwemmt wurden.

Schritt für Schritt wird daran gearbeitet, den Bereich wieder zugänglich zu machen – während im Hintergrund weiterhin hohe Wellen auf die Küste treffen.
Von La Palma 24

















