
Foto: Thomas Rieger
Seit Montagfrüh um 6 Uhr präsentiert sich La Palma in einer ungewohnten Atmosphäre. Fernblicke sind verkürzt, Farben wirken flacher, das Licht erscheint milchig gefiltert. Ursache ist eine Calima-Lage: Feiner Saharastaub, der mit südöstlichen Winden von Nordafrika zu den Kanaren transportiert wird, liegt seither über der Insel.
Über die Wetterlage hatten wir bereits berichtet – nun zeigen aktuelle Bilder von Thomas Rieger, wie sich diese Situation konkret in der Landschaft auswirkt.

Foto: Thomas Rieger
Im Süden rund um Fuencaliente veränderte sich das Erscheinungsbild deutlich. An den Salinen wirkten die Wasserflächen stumpfer, die Farbtöne insgesamt reduziert. Der Leuchtturm hob sich nur noch weich vom trüben Himmel ab, Meer und Horizont waren kaum klar voneinander zu trennen.

Foto: Thomas Rieger
Auf der Wanderung in Richtung Teneguía und San Antonio zeigte sich die Vulkanlandschaft unter gleichmäßig diffusem Licht. Die Lavafelder erschienen grau überzogen, die Vegetation verlor an Leuchtkraft.

Foto: Thomas Rieger
Selbst markante Kraterkegel traten nur noch abgeschwächt hervor – die sonst beeindruckende Weite dieses Landstrichs endete bereits nach wenigen Kilometern.

Foto: Thomas Rieger
Am Abend setzte sich die veränderte Sicht fort. In Puerto de Tazacorte war die Sonne nur noch als matte Scheibe erkennbar.

Foto: Thomas Rieger
Noch bevor sie den Horizont erreichte, verschwand sie vollständig im Staub – ein Sonnenuntergang ohne klare Konturen.

Foto: Michael Nguyen, Las Manchas
Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie stark sich das Landschaftsbild unter der anhaltenden Staubbelastung verändert hat.
Auch am gestrigen Abend blieb die Sicht eingeschränkt. Wann sich die Lage entspannt, ist derzeit noch offen.
Wir danken Herrn Rieger herzlich für die eindrucksvollen Bilder.
Von La Palma 24



















