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Seit Montagfrüh im Staubschleier – Gedämpftes Licht über ganz La Palma

La Palma 24 | 18.02.2026 | 0 | Diesen Artikel teilen
Gedämpfte Sicht an den Salinen von Fuencaliente.
Foto: Thomas Rieger

Seit Montagfrüh um 6 Uhr präsentiert sich La Palma in einer ungewohnten Atmosphäre. Fernblicke sind verkürzt, Farben wirken flacher, das Licht erscheint milchig gefiltert. Ursache ist eine Calima-Lage: Feiner Saharastaub, der mit südöstlichen Winden von Nordafrika zu den Kanaren transportiert wird, liegt seither über der Insel.

Über die Wetterlage hatten wir bereits berichtet – nun zeigen aktuelle Bilder von Thomas Rieger, wie sich diese Situation konkret in der Landschaft auswirkt.

Die Salinen von Fuencaliente am 16. Februar – Leuchtturm und Küstenlinie erscheinen unter dem dichten Staubschleier nur noch weich konturiert, der Horizont ist kaum klar erkennbar.
Foto: Thomas Rieger

Im Süden rund um Fuencaliente veränderte sich das Erscheinungsbild deutlich. An den Salinen wirkten die Wasserflächen stumpfer, die Farbtöne insgesamt reduziert. Der Leuchtturm hob sich nur noch weich vom trüben Himmel ab, Meer und Horizont waren kaum klar voneinander zu trennen.

Blick über die Lavafelder bei Fuencaliente – die Kraterkegel im Hintergrund verschwimmen im dichten Staubschleier, die Fernsicht ist deutlich eingeschränkt.
Foto: Thomas Rieger

Auf der Wanderung in Richtung Teneguía und San Antonio zeigte sich die Vulkanlandschaft unter gleichmäßig diffusem Licht. Die Lavafelder erschienen grau überzogen, die Vegetation verlor an Leuchtkraft.

Wanderweg zwischen Teneguía und San Antonio – Konturen und Farben wirken unter der anhaltenden Staubbelastung merklich abgeschwächt, die Landschaft erscheint flach und diffus.
Foto: Thomas Rieger

Selbst markante Kraterkegel traten nur noch abgeschwächt hervor – die sonst beeindruckende Weite dieses Landstrichs endete bereits nach wenigen Kilometern.

Blick über die Höhen bei Fuencaliente – selbst markante Bergsilhouetten treten nur noch abgeschwächt hervor, die Sicht ist durch den anhaltenden Staubschleier deutlich getrübt.
Foto: Thomas Rieger

Am Abend setzte sich die veränderte Sicht fort. In Puerto de Tazacorte war die Sonne nur noch als matte Scheibe erkennbar.

Blick über das Aridanetal – selbst größere Geländestrukturen und Anbauflächen erscheinen unter der anhaltenden Staubbelastung nur noch abgeschwächt, die Fernsicht reicht deutlich weniger weit als üblich.
Foto: Thomas Rieger

Noch bevor sie den Horizont erreichte, verschwand sie vollständig im Staub – ein Sonnenuntergang ohne klare Konturen.

Sonnenuntergang vom 17. Februar – auch am zweiten Tag der Staublage zeigte sich die Sonne nur gedämpft und ohne klare Konturen im dichten Schleier über La Palma.
Foto: Michael Nguyen, Las Manchas

Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie stark sich das Landschaftsbild unter der anhaltenden Staubbelastung verändert hat.

Auch am gestrigen Abend blieb die Sicht eingeschränkt. Wann sich die Lage entspannt, ist derzeit noch offen.

Wir danken Herrn Rieger herzlich für die eindrucksvollen Bilder.

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Von La Palma 24

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