
Foto: Andrea Jährlich
+++ LP-3 bleibt während der Asphaltarbeiten geöffnet – Verkehr wird per Ampel geregelt +++ Erdbeben der Stärke 4,1 zwischen Teneriffa und Gran Canaria spürbar +++ Frost auf dem Roque: Minusgrade und Raureif in den Höhen von La Palma +++
LP-3 bleibt während der Asphaltarbeiten geöffnet – Verkehr wird per Ampel geregelt

Foto: Cabildo de La Palma
Nach intensiver Diskussion und Kritik steht nun fest: Die LP-3 in Richtung Westen wird während der Asphaltarbeiten nicht vollständig gesperrt.
Statt einer Totalsperrung wird im neuen Cumbre-Tunnel ein alternierendes Verkehrssystem mit Ampelregelung und Personal vor Ort eingerichtet. Das teilte Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez am Donnerstag mit.
Damit reagiert der Inselrat auf die ursprünglich angekündigte Vollsperrung vom 3. bis 5. März in Fahrtrichtung Los Llanos. Diese Ankündigung hatte in den vergangenen Tagen für deutliche Kritik aus der Bevölkerung und von Seiten der Opposition gesorgt.
Was jetzt gilt
Während der Arbeiten wird der Verkehr im Tunnel abwechselnd in beide Richtungen geführt, jedoch niemals gleichzeitig.
Mit Wartezeiten von 15 bis 20 Minuten muss insbesondere zu Stoßzeiten gerechnet werden. Als alternative Route wird weiterhin die Strecke über Fuencaliente (LP-2) empfohlen.
Warum keine doppelte Verkehrsführung möglich ist
Eine dauerhafte Öffnung des Tunnels im Gegenverkehr ist laut Cabildo rechtlich nicht zulässig.
Der rund 2.600 Meter lange Tunnel unterliegt der europäischen Sicherheitsnorm für Straßentunnel. Diese schreibt für eine gleichzeitige Nutzung in beiden Richtungen unter anderem vor:
- Notausgänge und Pannenbuchten
- angepasste Beleuchtung
- geeignete Lüftungssysteme
- automatische Ereigniserkennung
- variable Beschilderung
- geeignete Zufahrten für Rettungsdienste
Mehrere dieser Voraussetzungen sind im neuen Tunnel derzeit nicht erfüllt.
Nach Angaben des Cabildo wurde der Tunnel ursprünglich mit Blick auf eine spätere Doppelröhre geplant – diese zweite Sicherheitsröhre wurde jedoch nie realisiert.
Die Asphaltarbeiten sind Teil der seit rund sieben Monaten laufenden Maßnahme an der Kurve von Los Castañeros. Über den geplanten Ausbau und die zunächst angekündigte Sperrung hatten wir bereits am 25. Februar berichtet.
Erdbeben der Stärke 4,1 zwischen Teneriffa und Gran Canaria spürbar

Am Donnerstagvormittag hat das Instituto Geográfico Nacional (IGN) ein Erdbeben der Stärke 4,1 zwischen Teneriffa und Gran Canaria registriert. Das Beben ereignete sich um 12:26 Uhr in einer Tiefe von rund 10 Kilometern und wurde auf beiden Inseln deutlich wahrgenommen.
Die maximale Intensität lag bei III bis IV. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger meldeten Erschütterungen in mehreren Gemeinden auf Teneriffa und Gran Canaria. Laut Notfalldiensten gingen zwar mehrere Anrufe ein, Schäden oder Zwischenfälle wurden jedoch bislang nicht gemeldet.
Epizentrum am „Volcán de Enmedio“
Das Beben ereignete sich in der als „Volcán de Enmedio“ bekannten Zone zwischen den beiden Hauptinseln. In diesem Gebiet kommt es regelmäßig zu tektonischen Erschütterungen.
Bereits 2019 wurde dort ein Beben der Stärke 4,2 registriert – das stärkste der vergangenen Jahre in diesem Bereich. Weitere Ereignisse mit Magnituden zwischen 3,6 und 3,7 folgten in den Jahren 2022 bis 2024.
Nach Einschätzung des IGN handelt es sich beim aktuellen Ereignis um einen rein tektonischen Prozess und nicht um ein vulkanisches Signal.
Kein Zusammenhang mit den jüngsten Schwarmbeben
In den vergangenen Wochen wurden auf Teneriffa mehrere kleinere Schwarmbeben registriert, die in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgten.
Das nun gemessene Erdbeben der Stärke 4,1 steht laut IGN jedoch in keinem Zusammenhang mit dieser Aktivität.
Frost auf dem Roque: Minusgrade und Raureif in den Höhen von La Palma

Beispielfoto: Frank Oliver Glöckner
Der Winter hat sich auf La Palma noch einmal eindrucksvoll zurückgemeldet. In den frühen Morgenstunden des 26. Februar verwandelten eisige Temperaturen die Gipfelregionen in eine frostige Landschaft.
Rund um das Observatorium am Roque de los Muchachos zeigte das Thermometer um 10.00 Uhr bereits minus zwei Grad. Raureif überzog die höheren Bereiche des wissenschaftlichen Komplexes und sorgte für eine ungewöhnlich winterliche Szenerie auf 2.400 Metern Höhe.
Neben der Kälte machten sich auch Regen und Wind bemerkbar. Nach Angaben von Apalmet wurden bis zum Vormittag am Roque knapp 9 Liter pro Quadratmeter gemessen. Im Cubo de La Galga in Puntallana kamen rund 6,6 Liter zusammen.
Während es an der Küste vergleichsweise mild bleibt, zeigt sich in den Hochlagen einmal mehr, wie unterschiedlich das Klima auf La Palma ausfallen kann – innerhalb weniger Kilometer reicht die Spannweite von frühlingshaft bis frostig.
Von La Palma 24
















