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+++ Borrasca „Regina“ bringt Regen, Wind und mögliche Schneefälle in den Hochlagen +++ Erneuerung der Straßen zum Roque de los Muchachos steht unmittelbar bevor +++ 12 Millionen Euro für Treibstoffbonus auf den Nicht-Hauptinseln +++
Borrasca „Regina“ bringt Regen, Wind und mögliche Schneefälle in den Hochlagen

Die Wetterlage über dem Atlantik hat sich deutlich umgestellt. Eine kräftige Tiefdruckzone schiebt von Nordwesten her feuchte Luft in Richtung Kanaren. Die dazugehörige Borrasca „Regina“ erreichte am Montag das Archipel und sorgt seitdem für eine spürbare Wetteränderung.

Wie die spanische Wetterbehörde Agencia Estatal de Meteorología (AEMET) mitteilt, gelten für Teile von La Palma, El Hierro, La Gomera und Tenerife gelbe Warnstufen wegen Wind. In höheren und offenen Lagen sind Böen von bis zu 70 km/h möglich.

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Auf La Palma zeigte sich der Himmel am Montag zunächst dicht bewölkt. Im Laufe des Nachmittags setzte bereits Regen ein, vor allem im Norden und Nordwesten der Insel. Auch im Aridanetal wurden zeitweise Niederschläge gemeldet.

Nach der aktuellen Prognose bleibt diese unbeständige Wetterlage bis mindestens Mittwoch bestehen. Neben zeitweiligem Regen ist weiterhin mit kräftigem Wind zu rechnen. An den Küsten dürfte die Brandung entsprechend zunehmen.

Im Zusammenhang mit dieser Wetterlage hat die kanarische Regierung zusätzlich eine Vorwarnstufe wegen möglicher Schneefälle ausgerufen. Sie gilt ab Dienstag, 3. März, 0:00 Uhr für die Hochlagen von La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. Erwartet werden ab etwa 1.700 bis 1.800 Metern Höhe mögliche Niederschläge in Form von Schneeregen, Schnee oder Graupel. Für die Hochlagen von La Palma wird die Schneewahrscheinlichkeit derzeit als niedrig eingeschätzt, dennoch bleibt die Lage unter Beobachtung.

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„Regina“ ist die 17. benannte Sturmlage dieser Saison – damit erreicht dieser Winter die gleiche Zahl benannter Tiefdruckgebiete wie die bisherige Rekordsaison 2023/24.
Erneuerung der Straßen zum Roque de los Muchachos steht unmittelbar bevor

Foto: La Palma 24
Über die geplante Sanierung der Bergstraßen zum Roque de los Muchachos wurde im La Palma 24 Journal bereits mehrfach berichtet. Nun scheint das Projekt tatsächlich in die Umsetzungsphase zu gehen.
Das Cabildo von La Palma teilte mit, dass für die LP-4 zum Roque de los Muchachos sowie die LP-403, die Zufahrt zu den Observatorien, das sogenannte „Acta de Replanteo“ unterzeichnet wurde. Mit diesem formalen Schritt sind die administrativen Vorbereitungen abgeschlossen – die Bauarbeiten können nun beginnen.

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In den vergangenen Jahren war die Maßnahme wiederholt angekündigt worden. Der Unterschied zur bisherigen Situation: Jetzt liegt die endgültige Vergabe vor, das Projekt ist finanziell abgesichert und rechtlich freigegeben.
Die Investitionssumme beträgt rund 4,32 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben durch das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität.

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Vorgesehen sind eine vollständige Erneuerung der Fahrbahndecke, Verbesserungen der Beschilderung sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf beiden Strecken.
Nach Angaben des Cabildo soll der Bauablauf so organisiert werden, dass die Beeinträchtigungen für den Verkehr möglichst gering bleiben. Dennoch ist insbesondere auf der vielbefahrenen Strecke zum Roque de los Muchachos zeitweise mit Einschränkungen zu rechnen.
12 Millionen Euro für Treibstoffbonus auf den Nicht-Hauptinseln

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Die kanarische Regierung hat am Montag die Freigabe von 12 Millionen Euro beschlossen, um die befristete Treibstoffvergünstigung auf den sogenannten Nicht-Hauptinseln weiter zu finanzieren. Das Geld geht an die Agencia Tributaria Canaria, die für die Abwicklung und Auszahlung zuständig ist.
Seit Februar 2025 gilt die Regelung für alle Inseln außerhalb von Gran Canaria und Teneriffa. Ziel ist es, Preisunterschiede beim Kraftstoff auszugleichen. Grundlage sind die tatsächlich gemessenen Durchschnittspreise auf den einzelnen Inseln.
Die Höhe der Vergünstigung wird nicht pauschal festgelegt, sondern alle drei Monate neu berechnet. Entscheidend ist der Preisunterschied zu Gran Canaria und Teneriffa. Liegt dieser unter fünf Cent pro Liter, gibt es keinen Anspruch auf die Beihilfe. Je nach Differenz kann der Zuschuss zwischen fünf und 30 Cent pro Liter betragen.
Aktuell gelten folgende Beträge:
- El Hierro und La Gomera erhalten 25 Cent pro Liter.
- Für La Palma beträgt die Vergünstigung derzeit 20 Cent pro Liter.
Die Maßnahme ist laut Haushaltsplanung der autonomen Gemeinschaft bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen.
Für Verbraucher auf La Palma bedeutet dies weiterhin eine spürbare Entlastung an der Tankstelle – zumindest solange die Preisunterschiede gegenüber den beiden Hauptinseln bestehen bleiben.
Von La Palma 24
















