
Foto: Michael Nguyen
+++ Frühwarnsystem gegen Waldbrände: 39 Sensoren für Tijarafe +++ Gesetzentwurf zur Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja liegt öffentlich aus +++ Projekt „La Palma Isla Atlántica“ stellt die Unterwasserwelt der Insel vor +++ Umweltverein SinSuela erhält Inselpreis 2026 +++ Casa de la Cultura in Tijarafe wird modernisiert +++
Frühwarnsystem gegen Waldbrände: 39 Sensoren für Tijarafe

Foto: Michael Nguyen
Die kanarische Regierung installiert in den kommenden Wochen 39 Sensoren in Waldgebieten der Gemeinde Tijarafe auf La Palma. Das Projekt wurde vom stellvertretenden Notfallminister Marcos Lorenzo gemeinsam mit der Inselrätin für Umwelt Mónica Gómez Curiel und der Bürgermeisterin von Tijarafe, Yaiza Cáceres, vorgestellt.
Die Sensoren messen unter anderem Temperatur, Gase, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, um mögliche Brände frühzeitig zu erkennen. Die Daten gelangen über ein eigenes Kommunikationsnetz – auch in Zonen ohne Mobilfunk oder Stromversorgung – direkt an eine zentrale Leitstelle.
Installationsgebiet ist vor allem der Bereich des Barranco del Garome. Ergänzend liefern Satelliten- und Wetterdaten zusätzliche Informationen zu Wind, Niederschlägen, Vegetation und Gelände.
Die Installation beginnt in den nächsten Tagen. Nach rund sechs Wochen soll das System vollständig einsatzbereit sein.
Gesetzentwurf zur Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja liegt öffentlich aus

Foto: Frank Oliver Glöckner
Nachdem Anfang März über die geplante Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja im Bereich des Vulkans Tajogaite berichtet wurde, folgt nun der nächste Schritt im Verfahren: Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der öffentlichen Auslegung. Ziel der Initiative ist es, den Vulkankegel des Tajogaite, die umliegenden Eruptionsspalten sowie Teile der Lavafelder, die beim Ausbruch im Jahr 2021 entstanden sind, dauerhaft unter Schutz zu stellen und in das bestehende Schutzgebiet zu integrieren.
Darüber hinaus sollen zwei neue Naturschutzgebiete für die Lavadeltas entstehen, die während der Eruption entstanden sind, als die Lava ins Meer floss: die Reserva Natural Integral des nördlichen Lavadeltas „Costa del Perdido“ sowie die Reserva Natural Especial des südlichen Lavadeltas „Costa del Guirre“.

Foto: Michael Nguyen
Zusammen umfassen die drei neuen Schutzbereiche eine Fläche von 309,5 Hektar.
Mit der Veröffentlichung des Entwurfs beginnt nun eine Beteiligungsphase von 20 Arbeitstagen. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Institutionen Stellungnahmen und Einwände zum Gesetzesvorhaben einreichen.
Der Entwurf sowie die dazugehörigen Unterlagen können während der öffentlichen Auslegungsfrist im Portal für Bürgerbeteiligung der kanarischen Regierung eingesehen werden.
https://www.gobiernodecanarias.org/participacionciudadana/
Dort besteht auch die Möglichkeit, Anmerkungen oder Vorschläge einzureichen.
Projekt „La Palma Isla Atlántica“ stellt die Unterwasserwelt der Insel vor

Foto: Michael Nguyen
Im Museo Arqueológico Benahoarita in Los Llanos de Aridane wird am Freitag, 13. März 2026, um 19:30 Uhr das Projekt „La Palma Isla Atlántica“ vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, die Bedeutung des Ozeans für die Insel stärker sichtbar zu machen und die Vielfalt der marinen Lebensräume rund um La Palma zu vermitteln.

Foto: Andreas Regul
Im Mittelpunkt der Präsentation steht ein audiovisueller Film über die Unterwasserwelt der Insel, gedreht vom renommierten Unterwasserkameramann Rafael Herrero Massieu, der bereits für internationale Produktionen wie BBC, National Geographic und die Serie „Blue Planet II“ gearbeitet hat.
Der Film zeigt die Biodiversität der Meeresböden rund um La Palma und dokumentiert zugleich die natürliche Regeneration nach dem Ausbruch des Vulkans Tajogaite im Jahr 2021, insbesondere in den neu entstandenen Lavadeltas an der Küste.

Foto: Cabildo
Das Projekt ist Teil des UNESCO-Programms „Man and the Biosphere“ und soll dazu beitragen, das Bewusstsein für den Schutz der marinen Ökosysteme zu stärken sowie Umweltbildung und nachhaltigen Tourismus zu fördern.
Umweltverein SinSuela erhält Inselpreis 2026

Foto: Cabildo
Der Umweltverein SinSuela wird bei den Premios Insulares 2026 des Cabildo von La Palma für sein Engagement im Umwelt- und Katastrophenschutz ausgezeichnet. Die freiwillige Organisation hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Hilfe bei Bränden und anderen Notlagen auf der Insel entwickelt.
Gegründet wurde SinSuela am 18. April 2017. Der Ursprung der Initiative liegt jedoch bereits im großen Waldbrand von Jedey, bei dem mehr als 4.800 Hektar im Süden der Insel betroffen waren. Damals halfen zahlreiche Freiwillige aus Tijarafe bei den Löscharbeiten. Unter den extremen Bedingungen lösten sich bei vielen Helfern die Sohlen ihrer Stiefel – sie beendeten ihren Einsatz buchstäblich „sin suela“, ohne Sohle. Aus dieser Erfahrung entstand später der Name der Organisation.
Seit ihrer Gründung waren die Mitglieder von SinSuela bei zahlreichen Einsätzen auf La Palma aktiv – unter anderem bei den Bränden in Puntagorda, Garafía und Tijarafe sowie während der Vulkankrise 2021. Die Gruppe gilt heute als engagierte und verlässliche freiwillige Unterstützung für Einsatzkräfte und Bevölkerung.
Die Auszeichnung wird am 16. März im Rahmen der Premios Insulares 2026 im Teatro Circo de Marte in Santa Cruz de La Palma überreicht. Mit den Preisen würdigt das Cabildo Persönlichkeiten und Organisationen, die sich in besonderer Weise für die Entwicklung der Insel einsetzen.
Casa de la Cultura in Tijarafe wird modernisiert

Foto: Cabildo
Der Veranstaltungssaal der Casa de la Cultura José Luis Lorenzo Barreto in Tijarafe wird umfassend modernisiert. Möglich wird dies durch Mittel aus dem Inselentwicklungsplan PIDL (Plan Insular de Desarrollo Local) des Cabildo von La Palma. Für die Arbeiten stehen rund 214.000 Euro zur Verfügung.
Im Zuge der Arbeiten werden unter anderem Beleuchtung, Ton- und Bildtechnik sowie Lüftungs- und Klimaanlagen modernisiert. Auch das Mobiliar wird teilweise erneuert. Zudem erhält die Bühne eine Plattform mit Hebevorrichtung, die den Zugang erleichtert und die Barrierefreiheit verbessert.
Der Inselentwicklungsplan PIDL soll vor allem öffentliche Infrastruktur in den Gemeinden der Insel stärken. Insgesamt stehen dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung, die zwischen 2024 und 2027 auf die 14 Gemeinden von La Palma verteilt werden.
Für Tijarafe sind in diesem Rahmen rund 2,3 Millionen Euro vorgesehen, mit denen in den kommenden Jahren mehrere kommunale Projekte umgesetzt werden sollen. Die Modernisierung der Casa de la Cultura gehört zu den ersten Maßnahmen.
Von La Palma 24

















