
Foto: Katja Buchner, Ende März 2026
+++ Zukunft von La Bombilla: Tazacorte will klare Regeln für Küstensiedlungen +++ Studie: Deutlich mehr Hitzewellen auf den Kanaren erwartet +++ FDCAN: Milliardeninvestitionen und tausende Arbeitsplätze – La Palma drängt auf schnellere Umsetzung +++ La Palma fordert gezielte Unterstützung in der aktuellen Krise +++
Zukunft von La Bombilla: Tazacorte will klare Regeln für Küstensiedlungen

Foto: Katja Buchner, Ende März 2026
Für viele Bewohner von La Bombilla geht es um eine zentrale Frage: Können sie langfristig in ihren Häusern direkt am Meer bleiben? Genau hier setzt der Bürgermeister von Tazacorte, David Ruiz Álvarez, an und fordert neue Regelungen, die gewachsene Küstensiedlungen besser absichern.
Die Gemeinde möchte erreichen, dass Orte wie La Bombilla nicht unter pauschale Vorschriften fallen, sondern ihre besondere Situation berücksichtigt wird. Ziel ist mehr Rechtssicherheit für die Anwohner, die dort seit Jahrzehnten leben.
Auch an anderer Stelle sieht Tazacorte Handlungsbedarf: Der Bereich an der sogenannten Avenida Marítima in Puerto de Tazacorte liegt seit Jahren brach. Dort war einst ein Meeresschwimmbecken geplant, das jedoch nie fertiggestellt wurde. Seither ist die Fläche ungenutzt. Künftig soll es einfacher werden, solche Bereiche zu entwickeln und damit neue Impulse zu setzen.
Von Seiten der kanarischen Regierung wird betont, dass die Gemeinden stärker einbezogen werden sollen. Ziel ist es, die Küste zu schützen und gleichzeitig das Leben und Arbeiten vor Ort zu ermöglichen.
Studie: Deutlich mehr Hitzewellen auf den Kanaren erwartet

Foto: Katja Buchner, Ende März 2026
Die Kanarischen Inseln müssen sich bis zum Ende des Jahrhunderts auf deutlich mehr und längere Hitzewellen einstellen. Das zeigt eine Studie der Universidad de La Laguna.
In ungünstigen Szenarien könnten vor allem die östlichen Inseln wie Fuerteventura bis zu 6,5 zusätzliche Hitzewellen pro Jahr erleben. Gleichzeitig steigt die Dauer: Statt bisher rund vier bis fünf Tagen könnten Hitzeperioden künftig bis zu zehn Tage anhalten.
Auch die westlichen Inseln wie La Palma sind betroffen. Hier rechnen die Forscher vor allem mit stärkeren Temperaturspitzen sowie deutlich mehr Hitzetagen im Jahr – im Extremfall über 60 Tage.
Grund dafür ist die besondere Lage der Kanaren zwischen gemäßigtem und subtropischem Klima sowie der Einfluss heißer Luftmassen aus der Sahara.
Die Folgen betreffen vor allem Gesundheit, Wasserversorgung sowie wichtige Wirtschaftszweige wie Tourismus und Landwirtschaft. Die Studie sieht daher einen wachsenden Anpassungsbedarf für die Region.
FDCAN: Milliardeninvestitionen und tausende Arbeitsplätze – La Palma drängt auf schnellere Umsetzung

Foto: Michael Nguyen, Ende März 2026
Bei der Präsidentenkonferenz in Gran Canaria am Dienstag hat Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez eine schnellere und unbürokratischere Umsetzung von Projekten aus dem kanarischen Entwicklungsfonds (Fdcan) gefordert.
Hintergrund ist die positive Bilanz des Programms: Seit 2016 wurden 2.619 Millionen Euro investiert, mit einem wirtschaftlichen Gesamteffekt von rund 4.504 Millionen Euro und über 47.000 geschaffenen Arbeitsplätzen auf den Kanaren.
Vor diesem Hintergrund gilt der Fonds als zentrales Instrument für die Entwicklung der Inseln. Rodríguez betonte jedoch, dass La Palma künftig weniger Bürokratie und schnellere Abläufe brauche, um Projekte effizient umzusetzen.

Foto: Michael Nguyen, Ende März 2026
Mit Fdcan-Mitteln werden auf der Insel bereits einige Vorhaben realisiert, darunter der geplante Kulturpark in Los Llanos de Aridane sowie Projekte zur Stärkung ländlicher Regionen wie in Puntagorda. Dazu gehört auch das neue Restaurant in Izcagua bei Puntagorda, das zusammen mit dem Bauernmarkt und den Aussichtspunkten die Attraktivität im Norden der Insel erhöhen soll.
Für die kommende Förderperiode ab 2027 stehen vor allem Wohnungsbau und soziale Infrastrukturen stärker im Fokus.
La Palma fordert gezielte Unterstützung in der aktuellen Krise

Foto: Katja Buchner
La Palma drängt auf eine stärkere Berücksichtigung seiner besonderen Situation angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts. Inselrätin Miriam Perestelo betonte am Dienstag im Parlament, dass einheitliche Maßnahmen den unterschiedlichen Voraussetzungen der Inseln nicht gerecht würden.
Vor allem steigende Kosten für Treibstoff und Transport treffen die Insel hart – insbesondere Landwirtschaft und Viehzucht. Gleichzeitig wirkt der Vulkanausbruch weiter nach, sodass La Palma mit zusätzlichen Belastungen in die aktuelle Krise geht.
Kritisch äußerte sich Perestelo auch über fehlende Unterstützung durch den Staat sowie gebundene Finanzmittel, die aktuell nicht genutzt werden könnten.
Unabhängig davon arbeitet das Cabildo bereits an ergänzenden Maßnahmen, um konkrete Lösungen für die aktuelle Situation zu entwickeln.
Von La Palma 24



















