
Foto: Katja Buchner, März 2026
+++ Steuerbonus für La Palma verlängert – auch spätere Schäden sollen in den Wiederaufbau einfließen +++ Neuer Recyclinghof für das Aridanetal geplant +++ Fährverbindung Cádiz–Kanaren steht vor Entscheidung +++
Steuerbonus für La Palma verlängert – auch spätere Schäden sollen in den Wiederaufbau einfließen

Foto: Andrea Jährlich
Die Menschen auf La Palma können auch in den kommenden Jahren mit steuerlicher Entlastung rechnen: Der spanische Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, bestätigte, dass der 60-prozentige IRPF-Bonus auch 2026 und 2027 bestehen bleibt.
Gleichzeitig kündigte er bei einem Treffen in Santa Cruz de La Palma an, dass das Abkommen zum Wiederaufbau nach dem Vulkanausbruch überarbeitet wird. Künftig sollen auch Schäden berücksichtigt werden, die erst mit der Zeit sichtbar geworden sind. Nach Angaben des Ministers sind die meisten der ursprünglich geplanten Projekte bereits umgesetzt, kleinere Anpassungen stehen noch aus.
Insgesamt habe die spanische Regierung mehr als 1,1 Milliarden Euro für La Palma bereitgestellt. Man werde die Insel weiterhin unterstützen, betonte Torres.
Der Präsident des Cabildo von La Palma, Sergio Rodríguez, zeigte sich zufrieden mit dem Gespräch, machte aber auch deutlich, dass die Insel dringend weitere Fortschritte brauche. La Palma habe bereits große finanzielle Anstrengungen unternommen und stoße zunehmend an ihre Grenzen.
Neuer Recyclinghof für das Aridanetal geplant

Foto: Cabildo
Das Cabildo von La Palma hat den Bau eines neuen Punto Limpio in Los Pedregales, in Los Llanos de Aridane, vergeben. Die Anlage soll künftig die gesamte Region im Aridanetal versorgen. Die Kosten liegen bei rund 356.000 Euro, die Bauzeit beträgt etwa zwei Monate.
Das Projekt war bereits im Jahr 2025 vorgestellt worden und geht nun in die konkrete Umsetzung.
Nach Angaben des Cabildo ist die neue Anlage Teil der geplanten Verbesserung der Infrastruktur im Aridanetal. Gleichzeitig wird durch den neuen Standort das bisherige Gelände des Punto Limpio frei, auf dem künftig die geplante Seniorenresidenz von Los Llanos entstehen wird.
Der neue Recyclinghof soll die getrennte Sammlung von Abfällen erleichtern und bestehende Sammelstellen entlasten.
Fährverbindung Cádiz–Kanaren steht vor Entscheidung

Foto: Naviera Armas Trasmediterránea
Die wichtige Fährverbindung zwischen dem spanischen Festland und den Kanarischen Inseln steht vor einer Entscheidung: Laut einer parlamentarischen Antwort der spanischen Regierung läuft der aktuelle Vertrag für die Strecke zwischen Cádiz und den Inseln am 30. Juni 2026 aus.
Über diese Route werden unter anderem Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma regelmäßig mit dem Festland angebunden. Derzeit wird die Route von der Reederei Naviera Armas Trasmediterránea betrieben – im Auftrag des Staates und mit festgelegten Mindestverbindungen.
Nun prüft die spanische Regierung, wie es danach weitergeht. Es wird überlegt, ob der bestehende Vertrag verlängert, neu ausgeschrieben oder das Modell grundsätzlich geändert wird. Ziel ist es, die Verbindung weiterhin zuverlässig zu sichern.
Anders als die staatlich geregelte Verbindung ab Cádiz werden die Fährverbindungen von Huelva zu den Kanaren von Reedereien eigenständig betrieben. Dieses Modell gilt als mögliche Alternative für die künftige Organisation der Strecke.
Für die Inseln ist die Verbindung von großer Bedeutung – vor allem für den Transport von Waren und Fahrzeugen sowie für den Personenverkehr.
Von La Palma 24


















