aktuall wetter la palma | 06:47

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen
Johann Wolfgang von Goethe

Ad
Palminvest Immobilien La Palma
Palminvest Immobilien La Palma Palminvest Immobilien La Palma

La Palma – Rundwanderung von Los Cancajos über San Pedro und Santa Cruz

La Palma 24 | 27.08.2026 | 1 | Diesen Artikel teilen

Ein Gastbeitrag von Dieter Weiskircher

Unsere Rundwanderung beginnt in Los Cancajos, führt hinauf nach San Pedro und weiter zum Mirador de La Concepción. Von dort steigen wir nach Santa Cruz de La Palma hinunter. Nach einem Streifzug durch die Inselhauptstadt geht es entlang der Küste zurück nach Los Cancajos.

Dabei begegnen uns ganz unterschiedliche Seiten des Inselostens: Strände und Lavaformationen, alte Wanderwege, Museen und Kunstwerke, weite Ausblicke und schließlich die historischen Gassen von Santa Cruz.

Start in Los Cancajos

Wir starten in Los Cancajos unmittelbar beim Hotel Las Olas. An den Seitenstreifen der Straße befinden sich Parkmöglichkeiten, die Bushaltestelle liegt einige hundert Meter entfernt.

Zunächst folgen wir der Hauptstraße bis zum H10 Taburiente Playa. Von außen lässt sich kaum erahnen, was uns in der großen Eingangshalle erwartet: Der palmerische Künstler Luis Morera hat hier mit Wandgestaltung, Farben und organischen Formen ein eindrucksvolles Werk geschaffen.

Anschließend gehen wir zum Strand von Los Cancajos. Mehrere Buchten mit dunklem Vulkansand liegen geschützt zwischen Lavagestein und Wellenbrechern. Von hier beobachten wir eine Fähre von Fred. Olsen Express, die den nahen Hafen von Santa Cruz ansteuert.

Gleich hinter der Strandanlage beginnt unser Aufstieg.

Über eine lange Treppe erreichen wir die Zufahrtsstraße von Los Cancajos.

Nach der Straßenquerung folgen wir dem PR-LP 18.1 bergauf.

Schon bald gewinnen wir an Höhe. Beim Überqueren der Straße fällt unser Blick auf eine künstlerisch gestaltete Bushaltestelle. Solche Haltestellen sind kleine Kunstwerke; häufig tragen sie die Aufschrift „Guagua“, den kanarischen Ausdruck für Bus, der ursprünglich aus Kuba auf die Inseln gelangte. Sie sind auf La Palma vielerorts zu finden und gehören längst zum vertrauten Straßenbild.

Wenig später öffnet sich der Blick immer weiter über die Ostküste.

Santa Cruz und sein Hafen liegen unter uns, und auch den Mirador de La Concepción können wir bereits erkennen.

Auf dem Weg nach San Pedro

Unterhalb des Parador de La Palma erreichen wir eine kleine Parkanlage und nehmen uns Zeit für einen kurzen Rundgang.

Von hier bieten sich immer wieder Ausblicke hinunter zur Küste und nach Santa Cruz.

Schließlich erreichen wir den Parque de Los Álamos in San Pedro. Rund um den Park befinden sich verschiedene Angebote, darunter der Agromercado von Breña Alta sowie zwei Museen, denen wir einen Besuch abstatten.

Das Museo del Puro Palmero widmet sich einer Tradition, die eng mit La Palma und besonders mit La Breña verbunden ist.

Mitte des 19. Jahrhunderts brachten Rückkehrer aus Kuba den Tabakanbau auf die Insel. In der Ausstellung erfahren wir mehr über Anbau, Trocknung und Verarbeitung der Tabakblätter sowie die Herstellung der palmerischen Zigarren.

Gleich daneben befindet sich das Museo de la Fiesta de las Cruces.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Tradition der geschmückten Kreuze, die jedes Jahr Anfang Mai in Breña Alta und anderen Orten La Palmas zu sehen sind. Stoffe, Blumen, Papier, Schmuck und andere Materialien verwandeln die Kreuze dabei in aufwendig gestaltete Kunstwerke.

Kunst am Weg

Nach unserem Aufenthalt in San Pedro setzen wir die Wanderung fort. An der Ortsausfahrt begegnet uns eine Metallfigur eines Landarbeiters mit breitkrempigem Hut und Heugabel.

Wenig später folgt ein wesentlich größeres Kunstwerk. Am Cruce Capote stehen die mächtigen Elemente der Skulptur „Raíces“ des kanarischen Künstlers Facundo Fierro. Die bis zu 15 Meter hohen Formen aus Cortenstahl sind kaum zu übersehen.

Von hier ist es nicht mehr weit bis zu einem der bekanntesten Aussichtspunkte oberhalb der Hauptstadt.

Mirador de La Concepción

Am Mirador de La Concepción nehmen wir uns Zeit für den Blick über Santa Cruz de La Palma. Unter uns liegen die Stadt und der Hafen, dahinter reicht der Blick weit über den Atlantik.

Anschließend setzen wir unseren Weg auf dem Camino la Cuesta fort. Nun geht es bergab Richtung Santa Cruz.

In diesem Bereich treffen wir auch auf den GR 130, den Camino Real de la Costa, der auf seiner Etappe zwischen Villa de Mazo und Santa Cruz durch Breña Baja und Breña Alta führt.

Unterwegs entdecken wir an einer Hauswand ein Wandgemälde des Künstlers Tadeos. Zwei Personen sitzen scheinbar auf einer Bank und sind so in die vorhandenen Elemente der Fassade integriert, dass man zweimal hinschauen muss.

Die Molinos de Bellido

Oberhalb des historischen Zentrums von Santa Cruz erreichen wir die Molinos de Bellido. Vier historische Getreidemühlen stehen hier am Hang. Die ältesten beiden entstanden bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

Das Wasser wurde über Kanäle herangeführt und zum Betrieb der Mühlen genutzt. Durch ihre Lage am Hang konnte die Wasserkraft nacheinander für mehrere Anlagen eingesetzt werden.

Von hier oben lohnt sich auch der Blick über die Dächer der Hauptstadt bis zum Meer.

Ein Streifzug durch Santa Cruz

Unser Weg führt weiter hinunter zum nördlichen Rand der Altstadt und zur Plaza de la Alameda. Dort steht der Barco de la Virgen, eine Nachbildung der Santa María. Das für die Bajada de la Virgen von 1940 errichtete Schiff beherbergt seit 1975 das Museo Naval.

Von hier schlendern wir weiter durch die Gassen von Santa Cruz. Kleine Geschäfte, historische Häuser, Plätze und Cafés begleiten unseren Weg.

Wir erreichen die Plaza de España mit der Iglesia El Salvador und gehen anschließend weiter in Richtung Avenida Marítima. Immer wieder öffnen sich zwischen den Häusern Blicke auf den Atlantik.

An der Avenida Marítima prägen die farbigen historischen Fassaden und ihre charakteristischen Holzbalkone das Bild. Sie gehören zu den bekanntesten Motiven der Hauptstadt.

Auch abseits der großen Sehenswürdigkeiten gibt es einiges zu entdecken.

Dazu gehört das historische Werbeschild „Nitrato de Chile“ an einer Hausfassade. Etwas höher über der Altstadt liegt die Ermita de San Telmo.

Entlang der Küste zurück nach Los Cancajos

Beim Hafen verlassen wir das historische Zentrum. Nun beginnt der längere Rückweg in Richtung Los Cancajos.

Die Umgebung verändert sich. Fähren, Frachtschiffe und Hafenanlagen bestimmen zunächst das Bild. Anschließend führt unser Weg durch weniger touristisch geprägte Bereiche entlang der Küste.

Hier zeigt sich der Atlantik aus nächster Nähe. Dunkles Lavagestein, felsige Abschnitte und die Brandung begleiten uns auf dem Weg nach Süden.

Hinter uns liegt Santa Cruz, vor uns rückt langsam wieder Breña Baja näher.

An einem Kreisverkehr begegnet uns das Mutter-Kind-Motiv von Breña Baja. Es erinnert an eine Besonderheit der Gemeinde: Am 5. April 1936 beschloss der Gemeinderat auf Initiative des Dichters Félix Duarte Pérez, den Muttertag jährlich am dritten Sonntag im Mai zu feiern. Breña Baja gilt damit als erste spanische Gemeinde, die diesen Tag offiziell einführte.

Schließlich erreichen wir wieder Los Cancajos und die Buchten, an denen wir am Morgen aufgebrochen sind.

Bevor sich unsere Runde endgültig schließt, werfen wir noch einen Blick auf die Salinas de Los Cancajos. Die historische Salinenanlage entstand Anfang des 18. Jahrhunderts und gehörte ursprünglich zum Mayorazgo de los Fierro. Heute ist sie außer Betrieb, die Strukturen der alten Salzbecken sind jedoch noch gut zu erkennen.

Dann folgen wir der Promenade zurück zum Ausgangspunkt beim Hotel Las Olas.

Was für ein Tag!

Von den Stränden von Los Cancajos über die Höhenwege nach San Pedro, durch die Altstadt von Santa Cruz und schließlich entlang der Küste zurück: Diese Rundwanderung verbindet auf engem Raum ganz unterschiedliche Eindrücke.

Mal begleitet uns der Atlantik, mal blicken wir von oben auf die Küste. Dazwischen liegen Kunst, Inselgeschichte und Traditionen, die wir ohne diese Wanderung vielleicht einfach passiert hätten.

Auf den letzten Metern zurück zum Hotel Las Olas spüren wir die angenehme Müdigkeit eines langen Tages – und nehmen viele Bilder und Eindrücke mit nach Hause.

Text und Fotos: Dieter Weiskircher

Ad
Rent a Car La Palma
Jardin Aridane
Ad
Relojeria/ Tabaqueria La Palma
Relojeria/ Tabaqueria La Palma
Ad
BYD La Palma
BYD La Palma
Ad
La Sorpresa
La Sorpresa
Ad
Ferienhaus La Palma
Immobilien La Palma
Ad
Volcán Verde
Volcán Verde
Ad
La Pequeña Maravilla
Con Aires Palmeros - Restaurant
Ad
Renovierungsarbeiten - Manny
Maday

Von La Palma 24

Folge uns auf

1 Comment

  1. garafon says:

    Sehr schöne Bilder Danke!

Schreibe einen Kommentar

Wir freuen uns über Meinungen, Anregungen und Kommentare.

Your email address will not be published.