
Foto: Michael Nguyen
+++ Blitze, Starkregen und Stromausfall: Turbulenter Novemberauftakt auf La Palma +++ Fördermittel für Ladestationen und kleine Windkraftanlagen auf La Palma +++ Neues Auditorium in Los Llanos lädt zu kostenlosen Besichtigungen ein +++ Indische Sitar-Klänge im Secadero in Las Manchas +++

Blitze, Starkregen und Stromausfall: Turbulenter Novemberauftakt auf La Palma
Eine außergewöhnlich unruhige Nacht hat La Palma zum Wochenbeginn erlebt. Blitze erhellten immer wieder den Himmel, heftige Regenfälle trafen vor allem den Osten der Insel. Am Montagmorgen, dem 2. November, fiel schließlich auf ganz La Palma der Strom aus.
Gegen zwei Uhr morgens bot sich auch von Las Manchas aus ein beeindruckendes Naturschauspiel. Immer wieder zuckten Blitze über den Nachthimmel. Zahlreiche Aufnahmen aus verschiedenen Teilen der Insel dokumentieren die intensive Gewitteraktivität dieser Nacht.
Bis zu 138 Liter Regen in zwölf Stunden
Während vielerorts vor allem Blitz und Donner für eine unruhige Nacht sorgten, entluden sich die Gewitter auf der Ostseite der Insel mit besonders heftigen Niederschlägen.
Nach Angaben der kanarischen Regierung wurden dort stellenweise bis zu 62 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer einzigen Stunde registriert. Innerhalb von zwölf Stunden summierten sich die Niederschläge auf bis zu 138 Liter pro Quadratmeter.
Besonders betroffen war die Region Las Breñas. Allein in Miranda in der Gemeinde Breña Alta wurden am Montagmorgen bereits 116 Liter pro Quadratmeter gemessen.
Die Regierung der Kanarischen Inseln hatte deshalb für den Osten La Palmas ab zwei Uhr morgens die höchste Regenalarmstufe ausgerufen. Für die übrigen Inselgebiete galt weiterhin Alarmbereitschaft.
Am Morgen fiel auf der gesamten Insel der Strom aus
Auf die Gewitternacht folgte eine weitere außergewöhnliche Situation: Gegen 6.40 Uhr am Montagmorgen brach die Stromversorgung auf La Palma vollständig zusammen.
Mehr als 50.500 Stromanschlüsse waren von dem sogenannten cero energético, einem vollständigen Ausfall des Inselstromnetzes, betroffen.
Bereits gegen vier Uhr morgens kam es zu einer ersten Störung an der Stromverbindung zwischen Los Guinchos und der Umspannstation Valle in Los Llanos de Aridane. Nach Berichten von Radio La Palma hatte ein Blitzeinschlag die Umspannstation Valle getroffen. Wenige Stunden später führte eine weitere Störung im Bereich des Kraftwerks Los Guinchos zum vollständigen Zusammenbruch der Stromversorgung. Die genaue technische Abfolge und die Ursachen werden weiter untersucht.
Die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgte schrittweise.
Warum die Regenmengen so unterschiedlich ausfielen
Bemerkenswert an dieser Gewitternacht waren auch die großen örtlichen Unterschiede.
Während die Messstation in Las Manchas am Montagmorgen lediglich 2,7 Liter Regen pro Quadratmeter registriert hatte, waren es im Osten der Insel örtlich mehr als 100 Liter.
Solche Unterschiede sind bei Gewittern nicht ungewöhnlich. Die Niederschläge entstehen häufig in eng begrenzten Gewitterzellen, die sich innerhalb kurzer Zeit besonders heftig entladen können. Hinzu kommt die ausgeprägte Topografie La Palmas: Berge, Täler und unterschiedliche Windrichtungen beeinflussen, wo sich Wolken stauen und Regen niedergeht.
Die eindrucksvolle Blitzaktivität muss deshalb nicht zwangsläufig mit starken Niederschlägen am jeweiligen Beobachtungsort verbunden sein.
Die Nacht zum 2. November zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich sich ein Unwetter auf der kleinen, aber landschaftlich äußerst vielfältigen Insel auswirken kann. Von eindrucksvollen Blitzen über Las Manchas bis zu extremen Regenfällen im Osten und einem inselweiten Stromausfall reichte das Geschehen innerhalb weniger Stunden.
Fördermittel für Ladestationen und kleine Windkraftanlagen auf La Palma

Foto: Michael Nguyen
Wer auf La Palma bereits eine private Ladestation für sein Elektroauto installiert oder in eine kleine Windkraftanlage investiert hat, kann sich jetzt einen Teil der Kosten zurückholen. Das Cabildo stellt dafür insgesamt 23.000 Euro bereit. Gefördert werden bereits abgeschlossene Installationen aus dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 26. Oktober 2026. Anträge können noch bis zum 23. November gestellt werden.
Bei privaten Ladestationen übernimmt das Cabildo bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 250 Euro pro Antragsteller. Für dieses Programm stehen 14.000 Euro zur Verfügung.
Wer mit einer kleinen Windkraftanlage selbst Strom erzeugt, kann mit einem deutlich höheren Zuschuss rechnen: Hier sind bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, höchstens jedoch 3.000 Euro. Dafür stehen 9.000 Euro bereit.
Interessant ist, dass die Förderung rückwirkend gilt. Wer bereits investiert hat, sollte also prüfen, ob die eigene Anlage die Voraussetzungen erfüllt. Neue Installationen, die erst nach dem 26. Oktober 2026 erfolgen, fallen dagegen nicht unter diese Ausschreibung.
Auch Eigentümer von Zweitwohnungen können bei kleinen Windkraftanlagen unter bestimmten Voraussetzungen von der Förderung profitieren.
Allerdings wird das Geld nicht automatisch ausgezahlt. Die Anträge werden nach den jeweiligen Förderbedingungen geprüft und im Wettbewerbsverfahren vergeben. Wer die Zuschüsse nutzen möchte, sollte deshalb die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig zusammenstellen.
Weitere Informationen zu den Förderprogrammen und den jeweiligen Voraussetzungen gibt es in der offiziellen Mitteilung des Cabildo de La Palma.
Neues Auditorium in Los Llanos lädt zu kostenlosen Besichtigungen ein

Foto: Heidrun Schumann
Wer schon immer einen Blick hinter die Kulissen des neuen Auditorio Insular Tomás Cabrera Martín in Los Llanos de Aridane werfen wollte, bekommt im November Gelegenheit dazu. Das Cabildo organisiert kostenlose Führungen durch das neue Kulturgebäude, noch bevor dessen reguläres Veranstaltungsprogramm beginnt.
Die Besichtigungen finden am 4., 5., 6., 9., 10., 11. und 12. November statt. An jedem dieser Tage werden drei Führungen angeboten, jeweils um 16:30, 17:30 und 18:30 Uhr.
Pro Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Deshalb ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese ist kostenlos und muss für jede Person einzeln erfolgen, auch wenn man gemeinsam mit Familie oder Freunden kommt.
Auch Vereine, Bildungseinrichtungen und andere organisierte Gruppen können gesonderte Besichtigungstermine anfragen.
Zur kostenlosen Führung anmelden
Indische Sitar-Klänge im Secadero in Las Manchas

Am Samstag, dem 7. November 2026, steht im Recinto El Secadero in Las Manchas indische Musik auf dem Programm. Im Rahmen des Festivals Corazón del Atlántico präsentieren Ramón Rivases und Himar Santana unter dem Titel Frecuencias del Corazón eine Kombination aus Sitar-Musik und Klangmeditation.
Ramón Rivases beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der klassischen nordindischen Musik und spielt die Sitar, ein traditionelles indisches Saiteninstrument. Ihr charakteristischer Klang entsteht durch die gezupften Saiten und zusätzliche Resonanzsaiten, die den Melodien ihren obertonreichen Klang verleihen. Die Sitar gehört zu den bekanntesten Instrumenten der klassischen indischen Musik.
Begleitet wird Ramón von Himar Santana, die verschiedene Klanginstrumente einsetzt. Dazu gehören Gongs sowie Klangschalen aus Metall und Quarz. Gemeinsam gestalten die beiden ein Programm, bei dem sich die Melodien der Sitar mit den Klängen der unterschiedlichen Instrumente verbinden.
Die Veranstaltung ist Teil des Festivals Corazón del Atlántico, das verschiedene musikalische und kulturelle Ausdrucksformen zusammenbringt. Mit Frecuencias del Corazón steht an diesem Abend die Verbindung von traditioneller indischer Musik und Klangmeditation im Mittelpunkt.
Termin: Samstag, 7. November 2026, um 20:30 Uhr
Ort: Recinto El Secadero, Las Manchas (Los Llanos de Aridane)
Eintritt: Frei, vorherige Platzreservierung erforderlich.
Die Plätze können kostenlos über Ticketrona reserviert werden.
Von La Palma 24














