
Foto: Marcel Nguyen
+++ Mandelblütenfest in Puntagorda: Tradition, Begegnung und Frühlingserwachen +++ Entlastung an der Zapfsäule: Sondervergünstigung für La Palma auch 2026 +++ Langsame Bewegungen im Untergrund: Neue Erkenntnisse zu Bruchzonen auf La Palma +++
Mandelblütenfest in Puntagorda: Tradition, Begegnung und Frühlingserwachen

Am Samstag wurde im Mercadillo von Puntagorda das traditionelle Mandelblütenfest begangen. Im Festzelt trafen sich Einheimische und Besucher, um gemeinsam eines der beliebtesten Feste im Nordwesten La Palmas zu erleben.
Rund um den Mercadillo stand der Tag ganz im Zeichen regionaler Kultur und gelebter Traditionen. Folkloregruppen in historischer Kleidung, traditionelles Handwerk und kulinarische Spezialitäten prägten das Bild.
Mandeln in all ihren Varianten – von Süßspeisen bis zu Likören – spielten dabei eine zentrale Rolle. Begleitet wurde das Programm von Musik, Tanz und zahlreichen Gesprächen in entspannter Atmosphäre.
Auch die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite: Die blühenden Mandelbäume rund um Puntagorda bildeten eine eindrucksvolle Kulisse und machten deutlich, weshalb die Mandelblüte seit Generationen ein fester Bestandteil des Jahreskalenders ist.

Das Mandelblütenfest verband erneut Tradition, Gemeinschaft und landschaftliche Schönheit – und unterstrich die besondere Bedeutung dieses Festes für die Gemeinde und die gesamte Insel.
Die Aufnahmen entstanden Samstag in Puntagorda. Fotos: Marcel Nguyen.
Entlastung an der Zapfsäule: Sondervergünstigung für La Palma auch 2026

Foto: Michael Nguyen, Samstag 31.01.26
Die kanarische Regierung setzt die Kraftstoffvergünstigung für die kleineren Inseln auch 2026 fort. Die Regelung ist im Haushalt der Kanarischen Inseln ab dem 1. Februar bis zum Jahresende abgesichert.
Ziel der Maßnahme ist es, die dauerhaft höheren Treibstoffpreise auf Inseln wie La Palma, La Gomera und El Hierro im Vergleich zu Gran Canaria und Teneriffa auszugleichen. Die Preise werden vierteljährlich überprüft.
Die Vergünstigung greift, wenn Benzin (95) oder Diesel auf einer kleineren Insel mindestens fünf Cent pro Liter teurer ist als auf Gran Canaria oder Teneriffa. In diesem Fall liegt der Zuschuss zwischen fünf und 30 Cent pro Liter, abhängig vom jeweiligen Preisunterschied.
Für Februar und März 2026 gelten zunächst folgende Beträge:
– El Hierro und La Gomera: 25 Cent pro Liter
– La Palma: 20 Cent pro Liter
Ab April erfolgt eine erneute Überprüfung im Rahmen der vorgesehenen quartalsweisen Anpassung.
Für La Palma gilt zudem eine Sonderregelung: Die Kraftstoffvergünstigung kann über den reinen Preisunterschied hinaus erhöht werden, um weiterhin bestehende Transportmehrkosten infolge des Vulkanausbruchs des Tajogaite auszugleichen.
Langsame Bewegungen im Untergrund: Neue Erkenntnisse zu Bruchzonen auf La Palma

Foto: Frank Oliver Glöckner
Neue geologische Untersuchungen zeigen, dass mehrere Bruchzonen auf La Palma bereits lange vor dem Vulkanausbruch von 2021 in Bewegung waren und sich auch heute noch langsam verschieben. Wissenschaftler des Instituto Geológico y Minero de España konnten nachweisen, dass es sich um einen sogenannten aseismischen Kriechprozess handelt – eine sehr langsame, aber kontinuierliche Bewegung des Untergrunds, die keine spürbaren Erdbeben auslöst.
Messungen an den Störungszonen von Tazacorte und Mazo zeigen Verschiebungen von bis zu 2,8 Millimetern pro Jahr. Aus geologischer Sicht sind diese Werte erheblich, da sich die Bruchzonen damit schneller bewegen als andere bekannte aktive Störungen in Spanien. Auch in Puerto Naos, das nicht von Lava überdeckt wurde, konnten erstmals Bewegungen an einer lokalen Bruchzone festgestellt werden.
Die Forschenden gehen zudem davon aus, dass diese bereits vorhandenen Bruchlinien den schnellen Aufstieg des Magmas während des Ausbruchs des Vulkans Tajogaite im Jahr 2021 begünstigt haben. Die Eruption nutzte bestehende Schwächezonen im Untergrund.
Für die Untersuchungen kam ein Netz präziser Messgeräte zum Einsatz, mit denen kleinste Veränderungen an Gebäuderissen erfasst werden können. Für eine langfristige Beobachtung sei jedoch zusätzlich ein hochgenaues GPS-Messnetz erforderlich, um Bewegungsrichtungen und -geschwindigkeiten dauerhaft zu überwachen.
Nach Einschätzung der Wissenschaftler verlaufen diese Prozesse sehr langsam und entwickeln sich schrittweise. Betroffen sind in der Regel nur Gebäude, die direkt über einer Bruchzone stehen, während benachbarte Häuser oft unbeeinträchtigt bleiben. Um die Entwicklung langfristig besser zu verstehen, empfehlen die Fachleute eine dauerhafte geologische Überwachung.
Quelle: Instituto Geológico y Minero de España (IGME-CSIC), veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Natural Hazards“.
Von La Palma 24



















