
Foto: Frank Oliver Glöckner
+++ Meeresforschungszentrum in Tazacorte nimmt Gestalt an +++ La Laguna: Abriss der Schule hat begonnen +++ LP-3: Erste Bauphase an der Kurve Los Castañeros abgeschlossen +++ Wissenschaftler entdecken heiße Quellen an Unterwasservulkan zwischen Teneriffa und Gran Canaria +++
Meeresforschungszentrum in Tazacorte nimmt Gestalt an

Foto: Michael Nguyen, 04.03.26
Im „antiguo colegio infantil“ im Puerto de Tazacorte schreiten die Arbeiten für das künftige Observatorium für marine Biodiversität und „blaue Wirtschaft“ (BECOMAR) weiter voran. Über das Projekt hatte das La Palma 24 Journal bereits berichtet. Inzwischen ist der Umbau des Gebäudes weit fortgeschritten.
Das Zentrum entsteht im Rahmen der Wiederaufbau- und Entwicklungsmaßnahmen nach dem Vulkanausbruch von 2021. Ziel ist es, im Hafen von Tazacorte einen Standort für Meeresforschung, Innovation und Ausbildung aufzubauen.

Foto: Michael Nguyen, 04.03.26
Künftig werden dort unter anderem die Küsten- und Meeresökosysteme rund um La Palma untersucht – auch jene Bereiche, die nach dem Vulkanausbruch durch die neue Lava-Küste entstanden sind. Geplant werden Labore, Arbeitsräume für Forschende sowie technische Bereiche für Tauchausrüstung und wissenschaftliche Arbeiten im Meer.
Das Observatorium fördert zudem die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen im maritimen Bereich. Ziel ist es, die sogenannte „blaue Wirtschaft“ – also wirtschaftliche Aktivitäten rund um das Meer – auf der Insel zu stärken.

Foto: Michael Nguyen, 04.03.26
Das Projekt wurde zuletzt im Rahmen des Real Decreto-Ley 13/2025 verlängert, um seine Umsetzung im Zuge der Wiederaufbauprogramme für La Palma weiter voranzubringen.
La Laguna: Abriss der Schule hat begonnen

Foto: Michael Nguyen
In La Laguna im Aridanetal haben am 4. März die Arbeiten am Gelände der ehemaligen Schule CEIP La Laguna begonnen. Am Morgen wurde vor Ort das sogenannte „Acta de replanteo“ unterzeichnet. Mit diesem Schritt werden Bauarbeiten offiziell freigegeben.
Die Schule war beim Vulkanausbruch 2021 schwer beschädigt worden. Rund hundert Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal mussten anschließend auf andere Schulen verteilt werden.

Als wir am Nachmittag des 4. März vor Ort waren, arbeiteten bereits Bagger und Lastwagen auf dem Areal. Vom früheren Schulgebäude war zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas zu sehen. Die Fläche wird nun für den geplanten Neubau vorbereitet.
LP-3: Erste Bauphase an der Kurve Los Castañeros abgeschlossen

Foto: Cabildo
Die erste Phase der Asphaltierungsarbeiten an der Kurve Los Castañeros auf der LP-3 ist abgeschlossen. Wie das Cabildo von La Palma mitteilt, verlief die während der Arbeiten eingesetzte Regelung über den neuen Cumbre-Tunnel mit Ampeln ohne Zwischenfälle.
Der Verkehr wurde dabei abwechselnd durch den Tunnel geführt – eine Maßnahme, die erstmals angewendet wurde. Nach Abschluss der Arbeiten läuft der Verkehr auf der wichtigen Verbindung zwischen Ost- und Westseite der Insel nun wieder ohne Einschränkungen.
Wissenschaftler entdecken heiße Quellen an Unterwasservulkan zwischen Teneriffa und Gran Canaria

Grafik: Instituto Español de Oceanografía (IEO-CSIC)
Ein Forschungsteam des spanischen Ozeanografie-Instituts hat Hinweise auf hydrothermale Aktivität am Unterwasservulkan „Enmedio“ entdeckt. Der Vulkan liegt in großer Tiefe zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria – rund 1.600 Meter unter der Meeresoberfläche.
Wichtig ist dabei: Es handelt sich nicht um einen Vulkanausbruch. Die Forschenden haben vielmehr festgestellt, dass im Inneren des Vulkans warmes, mineralreiches Wasser austritt. Solche Prozesse entstehen, wenn Meerwasser durch Risse im Gestein eindringt, sich im Untergrund erhitzt und anschließend wieder nach oben steigt.
Der Vulkan „Enmedio“ ähnelt einem großen Berg auf dem Meeresboden. Seine Basis liegt mehr als zwei Kilometer tief, während sich der Gipfel etwa 1.600 Meter unter der Oberfläche befindet. Untersuchungen zeigen zudem eine große Bruchlinie im Gestein, durch die die warmen Flüssigkeiten austreten können.
Die Wissenschaftler fanden mehrere Hinweise auf diese Aktivität:
Das Wasser über dem Vulkan ist etwas wärmer als die Umgebung, außerdem enthält es mehr Nährstoffe und Mikroorganismen. Auch Gesteinsproben zeigen typische Spuren solcher heißen Quellen.
Die Ergebnisse helfen den Forschern, die vulkanischen Prozesse unter dem Atlantik rund um die Kanaren besser zu verstehen und zu erkennen, wie sie das Leben im tiefen Ozean beeinflussen.
Von La Palma 24


















