
Foto: Andreas Regul
+++ Update 07.05.26 um 15 Uhr: Kreuzfahrtschiff legt nicht auf Teneriffa an +++ Update 06.05.26 14 Uhr: Diskussion um möglichen Anlauf auf Teneriffa +++ Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Spanische Regierung ruft auf den Kanaren zur Ruhe auf +++ Neue Technik zur CO₂-Reduzierung in Puerto Naos und La Bombilla im Test +++ Werbekampagne mit Irina Shayk rückt La Palma international in den Fokus +++ Neuer offizieller Song für die Transvulcania vorgestellt +++
Update: Kreuzfahrtschiff legt nicht auf Teneriffa an

Im Fall des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius hat der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, am Mittwochmittag neue Details zum geplanten Vorgehen bekanntgegeben. Demnach wird das Schiff nicht im Hafen von Granadilla auf Tenerife anlegen, sondern vor der Küste ankern.
Die Passagiere werden anschließend mit kleineren Booten zum Hafen gebracht und von dort direkt zum Flughafen weitertransportiert. Nach Angaben Clavijos gelten dabei strenge Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen. Die Reisenden verlassen das Schiff erst, wenn die entsprechenden Flugzeuge bereitstehen. Zudem kommen Schutzanzüge und weitere Sicherheitsvorkehrungen zum Einsatz.
Clavijo bekräftigte zugleich seine Kritik an der Entscheidung, das Schiff überhaupt in Richtung Kanaren fahren zu lassen. Die spanische Regierung verwies dagegen auf Empfehlungen der World Health Organization (WHO) und sprach von einer humanitären Verantwortung.
Die Maßnahmen erfolgen unter strengen Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen.
Update: Diskussion um möglichen Anlauf auf Teneriffa
Im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius wird weiterhin geprüft, ob ein Anlauf auf den Kanaren erfolgen kann. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus und hängt von den Bewertungen der zuständigen Gesundheitsbehörden ab.
Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, hat ein dringendes Treffen mit der spanischen Regierung gefordert, um die Situation zu klären und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Nach aktuellen Berichten ist vorgesehen, dass das Schiff am Samstag im Hafen von Granadilla auf Tenerife anlegen könnte, um die Passagiere zu evakuieren. Dabei sollen strenge Gesundheitsprotokolle gelten.
Die weiteren Schritte werden unter Einbindung nationaler und internationaler Behörden festgelegt. Nach bisherigen Einschätzungen wird das Risiko für die Bevölkerung weiterhin als gering eingestuft.
Was ist das Hantavirus?
Hantaviren werden in der Regel durch Kontakt mit infizierten Nagetieren übertragen, etwa über eingeatmete Partikel aus verunreinigtem Staub.
Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist selten und bislang nur bei bestimmten Virusvarianten nachgewiesen. Sie erfolgt vor allem bei engem und längerem Kontakt mit infizierten Personen.
Nach Einschätzung von Gesundheitsbehörden gilt das Risiko einer Weiterverbreitung unter normalen Umständen als gering.
Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Spanische Regierung ruft auf den Kanaren zur Ruhe auf

Foto: Andreas Regul
Nach mehreren Todesfällen auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius hat der Regierungsdelegierte auf den Kanaren, Anselmo Pestana, zur Besonnenheit aufgerufen. Hintergrund ist die mögliche Ansteuerung eines Hafens auf Gran Canaria oder Tenerife.
Pestana betonte, dass Spanien und die Kanaren auf solche Situationen vorbereitet seien. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen liege bei Fachleuten der World Health Organization (WHO), die gemeinsam mit nationalen und regionalen Behörden beraten.
Sollte das Schiff die Inseln anlaufen, sei dies auch Ausdruck des Vertrauens in das Gesundheitssystem vor Ort. Nach aktuellem Stand gilt die Ansteckungsgefahr als begrenzt. Zudem könnten Erkrankte zuvor in Kap Verde von Bord gehen, sodass das Schiff die Kanaren unter sicheren Bedingungen erreicht.
Unabhängig davon sollen alle vorgesehenen Protokolle angewendet werden, um mögliche Risiken für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Neue Technik zur CO₂-Reduzierung in Puerto Naos und La Bombilla im Test

Foto: Heidrun Schumann
Der Inselrat von La Palma testet gemeinsam mit dem Instituto de Ciencias de la Construcción Eduardo Torroja ein neues Verfahren, um Kohlendioxid (CO₂) aus Gebäuden in Puerto Naos und La Bombilla zu entfernen.
Dabei wird das Gas aus Fundamenten und unteren Gebäudebereichen über Leitungen und Absaugsysteme in nicht bewohnbare Zonen geleitet, wo es kontrolliert in die Atmosphäre entweichen und sich gefahrlos verdünnen kann.
Das Verfahren ergänzt bestehende Maßnahmen wie Sensornetzwerke und Belüftungssysteme. Ziel ist es, ein übertragbares Konzept zu erarbeiten, um betroffene Gebäude schrittweise wieder freizugeben und die Rückkehr der Bewohner zu beschleunigen.
Werbekampagne mit Irina Shayk rückt La Palma international in den Fokus

Foto: El Corte Inglés
Eine Werbekampagne des Unternehmens El Corte Inglés mit Irina Shayk hat La Palma als Drehort international sichtbar gemacht. Die Insel wird dabei nicht nur als Kulisse genutzt, sondern auch ausdrücklich als „La Isla Bonita“ genannt.
Gedreht wurde an mehreren markanten Orten, darunter La Bajita (Villa de Mazo), der Porís de Candelaria (Tijarafe) sowie der Bosque de Los Tilos (San Andrés y Sauces). Die Kampagne zeigt die landschaftliche Vielfalt der Insel auf engem Raum.
Neben internationalen Produktionsfirmen war auch die lokale Branche umfassend eingebunden. Unternehmen und Fachkräfte aus La Palma übernahmen Aufgaben in Bereichen wie Organisation, Casting, Ausstattung, Transport, Catering und Maske. Auch zahlreiche Einwohner wirkten als Komparsen mit.
Der Dreh sorgte zudem für zusätzliche Nachfrage in Bereichen wie Unterkünfte, Gastronomie und Logistik. Unterstützt wurde das Projekt durch die La Palma Film Commission.
👉 Die Kampagne ist online abrufbar unter:
Summertime-Kampagne ansehen
Mit der Produktion stärkt La Palma ihre Position als gefragter Drehort und entwickelt den audiovisuellen Sektor auf der Insel weiter.
Neuer offizieller Song für die Transvulcania vorgestellt

Archiv Transvulcania.
© Philipp Reiter
Die Transvulcania erhält einen eigenen offiziellen Song. Die musikalische Produktion wurde von der Escuela Insular de Música de La Palma gemeinsam mit Lehrenden, Schülern und Chor umgesetzt und in den T-REC-Studios aufgenommen.
Die Komposition ist als künstlerisches Gemeinschaftsprojekt entstanden und verbindet sportliche Identität mit kulturellem Ausdruck. Der Song wurde zweisprachig (Spanisch und Englisch) produziert und soll die internationale Ausstrahlung der Veranstaltung unterstreichen.
Neben der Musikschule waren auch lokale Künstler sowie die Produktionsfirma KIKAZARU beteiligt. Ziel des Projekts ist es, die Transvulcania stärker mit der Insel selbst zu verankern und gleichzeitig das kreative Potenzial La Palmas sichtbar zu machen.
Die Transvulcania zählt zu den bekanntesten Trailrunning-Wettkämpfen international und ist ein fester Bestandteil des Sportkalenders der Insel. Die Ausgabe 2026 wird erneut vom Cabildo de La Palma über die öffentliche Gesellschaft Sodepal organisiert und von regionalen Institutionen sowie zahlreichen Partnern unterstützt.
Der offizielle Song der Transvulcania ist online abrufbar:
https://www.youtube.com/watch?v=rWtceKQO9X0
Von La Palma 24



















