
Foto: Birgit Koerdt-Brüning
+++ La Palma in Bildern: Aktuelle Aufnahmen +++ Frau vor La Bombilla aus dem Meer gerettet +++ Neue Studie liefert präzise Einblicke in das Magmasystem des Tajogaite +++ La Palma verzeichnet mehr Arbeitslose zum Jahresende +++ Cabildo unterstützt 91 Betriebe auf La Palma mit neuen Hilfen +++
La Palma in Bildern: Aktuelle Aufnahmen

Foto: Birgit Koerdt-Brüning
Im Rahmen unserer Fotochallenge im April 2024 lernten wir Birgit Koerdt-Brüning kennen. Nun teilt sie aktuelle Fotografien ihres Aufenthalts auf La Palma mit uns. Rund um den Jahreswechsel verbrachte sie zwei Wochen auf der Insel. Wetterbedingt führten die ersten Tage sie häufig erst ab der Mittagszeit nach draußen, während sie die Morgenstunden zuvor in ihrer gemütlichen Finca verbrachte.

Foto: Birgit Koerdt-Brüning
Die drei Fotos zeigen unterschiedliche Stationen ihres Aufenthalts: Eindrücke einer Wanderung von Santo Domingo nach El Palmar, einen Blick oberhalb der Ermita de la Virgen in Richtung Cumbrecita sowie eine Aufnahme aus Puerto de Tazacorte am Abend des 30. Dezember 2025.
Frau vor La Bombilla aus dem Meer gerettet

Foto: 112 Canarias / Gobierno de Canarias
Vor der Küste von La Bombilla ist am Dienstag eine Frau in Seenot geraten. Sie wurde von einem Hubschrauber des Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) aus dem Meer geborgen und anschließend ins Krankenhaus gebracht, wie das Cecoes 112 mitteilte.
Der Notfall ereignete sich im Gemeindegebiet von Tazacorte. Nach dem Notruf rückten mehrere Rettungskräfte aus. Eine anwesende Person, die sich als Feuerwehrmann zu erkennen gab, sprang ins Wasser und hielt die Frau bis zum Eintreffen der professionellen Hilfe über Wasser.
Die Besatzung des GES-Hubschraubers nahm die Frau an Bord und flog sie zur Helikopterplattform des Hospital Universitario de La Palma. Dort wurde sie vom Rettungsdienst des Servicio de Urgencias Canario (SUC) medizinisch versorgt und in die Klinik eingeliefert. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurde bei ihr ein schweres Schädel-Hirn-Trauma festgestellt.
Die Ersthelferperson wurde von Salvamento Marítimo unverletzt an Land gebracht. Die Guardia Civil übernahm die weiteren Ermittlungen zum Hergang des Vorfalls.
Neue Studie liefert präzise Einblicke in das Magmasystem des Tajogaite

Foto: Michael Nguyen
Ein neues wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Eruption des Volcán Tajogaite zeigt, wie sich das Magmasystem während des Ausbruchs im Jahr 2021 entwickelte. Nach Angaben des Instituto Volcanológico de Canarias (Involcan) bildete sich während der Eruption eine Aufstiegsroute des Magmas, die eine starre Gesteinsschicht in 5 bis 8 Kilometern Tiefe durchbrach. Dadurch konnten große Magmamengen die Oberfläche erreichen.
Dieser Aufstiegskanal veränderte sich im Verlauf der Eruption: Zu Beginn entstand in etwa 6 bis 7 Kilometern Tiefe eine stabile, konzentrierte Struktur, die von den Forschenden als „Blob“ beschrieben wird. Im weiteren Verlauf verlagerte sich diese Struktur schrittweise in oberflächennahe Bereiche.
Zur Analyse nutzten die Forschenden die Methode der wiederholten seismischen Tomografie. Dabei werden Erdbebenwellen aus unterschiedlichen Zeiträumen verglichen, um Veränderungen im Untergrund vor und während der Eruption sichtbar zu machen.
Die Auswertung bestätigte zwei stabile Strukturen: eine Magmaspeicherzone in rund 8 Kilometern Tiefe sowie eine flachere, fluide Region bis etwa 3 Kilometer unter der Oberfläche.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of Geophysical Research: Solid Earth veröffentlicht und stellen die erste wissenschaftliche Publikation des Involcan im Jahr 2026 dar. Die Studie unterstreicht den Beitrag der wiederholten seismischen Tomografie zum besseren Verständnis magmatischer Prozesse während Vulkanausbrüchen.
Die Arbeit entstand in internationaler Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen aus Russland, den Kanarischen Inseln und Spanien, darunter das Skolkovo Institute of Science and Technology, das Trofimuk-Institut, Involcan, das Instituto Tecnológico y de Energías Renovables (ITER) und die Universidad de Granada.
Quelle: Involcan / Journal of Geophysical Research: Solid Earth (2026)
La Palma verzeichnet mehr Arbeitslose zum Jahresende

Foto: Heidrun Schumann
Die Arbeitslosigkeit auf La Palma ist im Dezember 2025 deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen Bericht des Observatorio de Empleo Canario (Obecan) nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November um 4,7 Prozent zu.
Insgesamt waren 6.150 Menschen in den beiden Arbeitsämtern der Insel gemeldet – in Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane. Das sind 274 Personen mehr als im Vormonat und erneut über der Marke von 6.000.
Jahresbilanz: kaum Veränderung
Trotz des kräftigen Anstiegs im Dezember fiel die Entwicklung im gesamten Jahr moderat aus: Gegenüber 2024 stieg die Arbeitslosigkeit nur um 0,4 Prozent, also um 26 Personen. Im Laufe des Jahres sank die Zahl der Arbeitslosen in sieben Monaten, stieg jedoch in fünf – zuletzt deutlich im Herbst und Dezember.
Frauen häufiger betroffen
Ende Dezember waren 3.542 Frauen und 2.608 Männer arbeitslos gemeldet. Frauen stellen damit knapp 58 Prozent aller Arbeitslosen. Im Jahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei Frauen leicht zu (+1 %), während sie bei Männern geringfügig zurückging (–0,4 %).
Viele ältere Arbeitssuchende
Ein zentrales Problem bleibt die Altersstruktur: Mehr als 60 Prozent der Arbeitslosen sind 45 Jahre oder älter. Nur 6 Prozent sind jünger als 25 Jahre.
Zum Jahresende laufen auf La Palma zahlreiche befristete Arbeitsverhältnisse aus, was traditionell zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führt. Besonders betroffen sind ältere Arbeitssuchende.
Quelle: Observatorio de Empleo Canario (Obecan), Gobierno de Canarias
Das Cabildo unterstützt 91 Betriebe auf La Palma mit neuen Hilfen

Foto: Heidrun Schumann
Das Cabildo de La Palma gewährt erneut finanzielle Unterstützung für kleine Unternehmen und Selbstständige, die ihre Tätigkeit nach dem Vulkanausbruch fortsetzen. Insgesamt profitieren 91 Betriebe auf La Palma von einer Fördersumme von 248.522,59 Euro.
Die Hilfen dienen der Deckung laufender Kosten sowie kleiner notwendiger Investitionen. Pro Betrieb werden bis zu 2.950 Euro ausgezahlt.
Besonders hervorgehoben wird die schnelle Abwicklung: Die Förderung erfolgt in einer einzigen Vorauszahlung, sodass die Mittel sofort zur Verfügung stehen. Von 125 Anträgen wurden mehr als 80 Prozent bewilligt.
Förderfähige Ausgaben können bis zum 28. Februar 2026 erfolgen, die Abrechnung muss bis zum 20. März 2026 eingereicht werden. Die Maßnahme ist Teil des Förderplans des Cabildo zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Insel.
Von La Palma 24



















