
Foto: Marcel Nguyen, Februar 2026
+++ La Palma berät über wirtschaftliche Folgen der Nahost-Krise +++ Kanaren beschließen Maßnahmenpaket zur Abfederung der Krise +++ Arbeitslosigkeit auf La Palma im März gesunken +++ Transvulcania 2026 präsentiert neue „Caja del Corredor“ +++
La Palma berät über wirtschaftliche Folgen der Nahost-Krise

Foto: Cabildo
Der Präsident des Cabildo von La Palma, Sergio Rodríguez, hat am Montag gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftssektoren der Insel die Auswirkungen der aktuellen Krise im Nahen Osten erörtert. Darüber informierte die Inselverwaltung in einer Mitteilung.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die wirtschaftlichen Risiken infolge steigender Ölpreise und Transportkosten, die sich aufgrund der abgelegenen Insellage besonders stark auswirken. Auch die zunehmenden Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Futtermittel und Getreide sowie die steigenden Energiekosten für kleine und mittlere Unternehmen wurden thematisiert.
Rodríguez warnte davor, dass die angespannte Lage die wirtschaftliche Erholung der Insel nach dem Vulkanausbruch beeinträchtigen könnte. Ziel sei es, frühzeitig gegenzusteuern und die Auswirkungen auf Bevölkerung und Unternehmen so gering wie möglich zu halten.
Das Cabildo kündigte an, ein Beobachtungssystem einzurichten, um Preisentwicklungen – insbesondere bei Lebensmitteln – genau zu verfolgen. Zudem sollen mögliche Unterstützungsmaßnahmen geprüft werden, etwa zur Abfederung steigender Kosten im landwirtschaftlichen Bereich.
Auch im Tourismussektor wurde die Situation analysiert. Trotz zuletzt gestiegener Passagierzahlen könnte die Entwicklung der Treibstoffpreise Auswirkungen auf Flugverbindungen und die Sommersaison haben.
Das Cabildo plant, diese Treffen künftig monatlich fortzusetzen, um flexibel auf die weitere Entwicklung reagieren zu können. Die Gespräche stehen im Zusammenhang mit dem kürzlich beschlossenen Maßnahmenpaket der kanarischen Regierung zur Abfederung der Krise, über das im Anschluss berichtet wird.
Kanaren beschließen Maßnahmenpaket gegen Folgen der Nahost-Krise

Foto: Michael Nguyen
Die kanarische Regierung hat am Montag ein bereits angekündigtes Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen der internationalen Krise im Nahen Osten nun offiziell als Dekretgesetz beschlossen. Darüber informierte das Regionalkabinett in einer aktuellen Mitteilung.
Wie bereits Ende März berichtet, umfasst das Paket ein Volumen von rund 29,8 Millionen Euro für zunächst 100 Tage. Sollte die Krise andauern, könnten sich die Kosten auf bis zu 60 Millionen Euro jährlich erhöhen.
Hintergrund ist, dass staatliche Entlastungsmaßnahmen – insbesondere im Energiebereich – auf den Kanaren aufgrund des besonderen Steuersystems nicht direkt greifen. Zudem ist der Archipel als abgelegene Inselregion besonders anfällig für steigende Energie- und Transportkosten. Mit dem nun beschlossenen Dekret passt die Regionalregierung diese Maßnahmen gezielt an die Bedingungen des Archipels an.
Zu den zentralen Punkten gehört weiterhin die temporäre Senkung des IGIC auf Energieprodukte, darunter Kraftstoffe, Gas und weitere Brennstoffe, auf 0 Prozent. Auch die Rückerstattung des Treibstoffsteuersatzes für Landwirte und Transportunternehmen wird deutlich erhöht.
Zudem wurde der Kreis der Produkte des täglichen Bedarfs mit einem IGIC von 0 Prozent erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Kaffee, Butter und Salz.
Ergänzend sieht das Dekret Entlastungen für Selbstständige vor, etwa durch eine Anhebung der Umsatzgrenze für vereinfachte steuerliche Regelungen. Darüber hinaus werden zusätzliche Mittel für besonders betroffene Bereiche wie Industrie und Primärsektor bereitgestellt.
Das Dekret tritt mit seiner Veröffentlichung im Boletín Oficial de Canarias (BOC) in Kraft und muss noch vom kanarischen Parlament bestätigt werden.
Arbeitslosigkeit auf La Palma im März gesunken

Foto: Heidrun Schumann
Die Zahl der Arbeitslosen auf La Palma ist im März 2026 leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Observatorio de Empleo Canario (Obecan) waren zum Monatsende 6.011 Personen ohne Beschäftigung gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 87 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent im Vergleich zum Februar.
Auch im Jahresvergleich zeigt sich eine positive Entwicklung: Gegenüber März 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um 233 Personen (−3,7 %).
Frauen stellen weiterhin den größeren Anteil der Arbeitslosen auf der Insel mit 56,23 Prozent, während 43,77 Prozent auf Männer entfallen.
Auffällig ist die Altersstruktur: Mehr als 61 Prozent der Arbeitssuchenden sind 45 Jahre oder älter. Rund ein Drittel liegt in der Altersgruppe zwischen 25 und 44 Jahren, während lediglich 5,7 Prozent unter 25 Jahre alt sind.
Transvulcania 2026 präsentiert neue „Caja del Corredor“

Die Transvulcania adidas hat die „Caja del Corredor“ für 2026 vorgestellt – ein Paket aus technischer Ausrüstung und Sporternährung für die Teilnehmer.
Die Ausgabe erfolgt bei der Startnummernabholung im Rahmen der II Sport Experience vom 6. bis 8. Mai auf La Palma. Der Wettbewerb selbst findet am 09. Mai 2026 statt.

© Michael Nguyen
In Zusammenarbeit mit adidas umfasst die Ausstattung unter anderem ein technisches Terrex Multiclimacool-Shirt sowie einen funktionalen Laufgürtel. Beide Produkte setzen auf leichte Materialien und enthalten recycelte Komponenten.
Ergänzt wird die Läuferbox durch Sportnahrung von Nutrinovex sowie ausgewählte Produkte aus La Palma.
Von La Palma 24


















