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Es kennzeichnet den Unerfahrenen, daß er nicht an glückliche Zufälle glaubt
Joseph Conrad

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La Palma News am 08.04.2026

La Palma 24 | 08.04.2026 | 0 | Diesen Artikel teilen
Rettungshubschrauber im Einsatz auf La Palma: Bei fahrlässigem Verhalten können Betroffene künftig stärker an den Kosten beteiligt werden.
Foto: Heidrun Schumann, 2025

+++ Kanaren verschärfen Regeln für Rettungseinsätze bei fahrlässigem Verhalten +++ Steuerbonus auf La Palma erreicht 111 Millionen Euro +++Wasserreserven auf La Palma bei 77 Prozent +++

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Kanaren verschärfen Regeln für Rettungseinsätze bei fahrlässigem Verhalten

Rote Flagge am Strand: Gefährliche Bedingungen im Wasser führen immer wieder zu Rettungseinsätzen.
Foto: Michael Nguyen, 2025

Die kanarische Regierung will künftig konsequenter gegen leichtsinniges Verhalten vorgehen, das Rettungseinsätze erforderlich macht. Wie unter anderem die Zeitung Diario de Avisos berichtet, sollen die Kosten für Einsätze bei nachweislicher Fahrlässigkeit stärker den Verursachern in Rechnung gestellt werden.

Hintergrund ist die hohe Zahl an Rettungseinsätzen, insbesondere im Küstenbereich. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei rund 80 Prozent der Geretteten um Touristen, die häufig Warnhinweise ignorieren oder gesperrte Bereiche betreten.

Künftig soll die Erhebung von Bußgeldern deutlich verschärft werden. So können bei einem Einsatz mit Rettungshubschrauber Kosten von über 2.000 Euro pro Flugstunde entstehen, die den Betroffenen in Rechnung gestellt werden.

Geplant ist zudem, die Verfahren zu beschleunigen: Die Personalien sollen bereits vor Ort aufgenommen werden, um zu verhindern, dass insbesondere ausländische Besucher die Insel verlassen, bevor eine Strafe zugestellt werden kann.

Auslöser für die Maßnahmen sind unter anderem zunehmende Zwischenfälle an beliebten, aber gefährlichen Küstenabschnitten. Behörden sehen dabei auch einen Zusammenhang mit sozialen Netzwerken, die immer mehr Besucher an riskante Orte führen.

Mit den strengeren Regeln soll nicht nur die Zahl der Einsätze reduziert werden. Ziel ist es auch, die Sicherheit der Einsatzkräfte zu erhöhen und ein stärkeres Bewusstsein für Gefahren im Küstenbereich zu schaffen.

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Steuerbonus auf La Palma erreicht 111 Millionen Euro

Vom Vulkanausbruch betroffene Gebiete auf La Palma: Die Steuererleichterung soll den Wiederaufbau der Insel unterstützen.
Foto: Frank Oliver Glöckner, Januar 2026

Die steuerliche Sonderregelung für La Palma zeigt weiter Wirkung: Die 60-prozentige Einkommenssteuer-Ermäßigung (IRPF) für Inselbewohner erreicht im Jahr 2025 ein geschätztes Volumen von 111 Millionen Euro. Darauf hat der Sonderbeauftragte für den Wiederaufbau, Héctor Izquierdo, zum Start der aktuellen Steuerkampagne am 8. April hingewiesen.

Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Seit Einführung der Maßnahme ist der wirtschaftliche Effekt kontinuierlich gestiegen – von 78 Millionen Euro im Jahr 2022 über 88 Millionen (2023) und 101 Millionen (2024) bis zum aktuellen Höchstwert.

Die Steuervergünstigung wurde rückwirkend für das gesamte Jahr 2025 beschlossen und ist Teil der Unterstützungsmaßnahmen nach dem Vulkanausbruch. Sie soll die Kaufkraft stärken und die wirtschaftliche Erholung der Insel fördern.

Als Gründe für den Anstieg nennt Izquierdo unter anderem eine wachsende Bevölkerung, mehr Beschäftigte sowie eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität. Auch die Inflation spielt dabei eine Rolle.

Die Ermäßigung muss von den Steuerpflichtigen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

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Wasserreserven auf La Palma bei 77 Prozent

Balsa Dos Pinos auf La Palma (Archivbild): Nach dem regenreichen Winter sind die Wasserreserven der Insel deutlich gestiegen.
Foto: Heidrun Schumann

Die Wasserreserven auf La Palma haben sich nach einem regenreichen Winter deutlich erholt. Nach Angaben des Consejo Insular de Aguas sind die öffentlichen Wasserbecken derzeit zu 77 Prozent gefüllt.

Insgesamt werden aktuell rund 3,7 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert. Das entspricht einem Anstieg von rund 30 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Anfang März lag der Füllstand noch bei 49 Prozent, nachdem die Reserven im November 2025 auf nur 19 Prozent gefallen waren.

Die Laguna de Barlovento, das wichtigste Wasserreservoir der Insel, erreicht inzwischen rund 80 Prozent ihrer Kapazität und hat sich damit innerhalb kurzer Zeit deutlich erholt.

Mehrere Becken sind bereits vollständig gefüllt, darunter Bediesta und Dos Pinos. Auch andere Anlagen wie Las Lomadas, Montaña de Arco oder Puntallana weisen sehr hohe Füllstände auf. Lediglich die Balsa de Vicario in Tijarafe liegt mit etwas über 50 Prozent noch deutlich darunter, da sie als zentrales Verteilerbecken im Inselsystem kontinuierlich Wasser abgibt.

Insgesamt bestätigt sich damit der positive Trend der vergangenen Monate, der vor allem auf die ergiebigen Niederschläge im Winter zurückzuführen ist.

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Von La Palma 24

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