
Foto: Frank Oliver Glöckner
+++ Tazacorte fordert Schutzdamm nach schweren Sturmschäden +++ Kanaren: Grundlegendes bleibt für viele unbezahlbar +++ Carnaval 2026 in Los Llanos de Aridane – Märchen, Musik und Straßenfest +++ Wenn die Mandelbäume auf La Palma blühen +++
Tazacorte fordert Schutzdamm nach schweren Sturmschäden

Foto: Frank Oliver Glöckner
Nach mehreren Unwetterlagen mit starkem Wellengang hat das Ayuntamiento von Villa y Puerto de Tazacorte erneut einen Hilferuf an die spanische Zentralregierung und die kanarische Regionalregierung gerichtet.
Die Gemeinde warnt vor einer akuten Gefährdung der Küste und fordert den Bau eines maritimen Schutzdamms.
Bei einem Ortstermin an der Playa del Puerto bewerteten Bürgermeister David Ruiz und kommunale Techniker die Schäden, die sich nach ersten Schätzungen auf rund 60.000 Euro belaufen. Betroffen sind vor allem Strandbereiche und angrenzende Infrastrukturen, die immer wieder durch starken Wellengang und Überflutungen beschädigt werden.

Foto: Frank Oliver Glöckner
Der Bürgermeister betonte, dass die fehlende Schutzinfrastruktur nicht nur zu wiederkehrenden Belastungen für den Gemeindehaushalt, sondern auch zu einem realen Risiko für Anwohner, Gewerbetreibende und Besucher führe. Jahr für Jahr müsse die Gemeinde erhebliche Mittel aufbringen, um die Playa del Puerto instand zu setzen und für die Saison vorzubereiten.
Tazacorte hofft nun, dass die Schadensbewertung den nötigen Impuls gibt, damit die zuständigen Verwaltungen Verfahren und Finanzierung für eine dauerhafte Küstenschutzlösung beschleunigen.
Kanaren: Grundlegendes bleibt für viele unbezahlbar

Foto: Michael Nguyen, Februar 2026
Neue Daten des Instituto Nacional de Estadística zeichnen ein widersprüchliches Bild der sozialen Lage in Spanien – und auf den Kanarischen Inseln. Zwar steigen Einkommen und Durchschnittswerte weiter, doch für viele Menschen bleibt der Alltag finanziell angespannt.
Auf den Kanaren kann sich ein spürbarer Teil der Bevölkerung grundlegende Dinge nicht leisten. Dazu gehören etwa neue Kleidung, kleine persönliche Ausgaben oder einfache Freizeitaktivitäten. Besonders auffällig ist, dass deutlich mehr Menschen als im spanischen Durchschnitt angeben, kaum finanziellen Spielraum für sich selbst zu haben.
Auch landesweit zeigt sich, dass Einschränkungen im Alltag zunehmen. Immer mehr Menschen verzichten darauf, beschädigte Kleidung zu ersetzen, regelmäßig Freunde zu treffen oder an Freizeitangeboten teilzunehmen. Für viele Haushalte fehlt zudem ein finanzielles Polster: Unerwartete Ausgaben lassen sich oft nur schwer oder gar nicht aus eigenen Mitteln stemmen.
Hinzu kommen Belastungen im Wohnbereich. Ein Teil der Haushalte hat Schwierigkeiten, die Wohnung angemessen zu beheizen oder alle laufenden Kosten pünktlich zu begleichen. Auch Urlaubsreisen oder größere Anschaffungen bleiben für viele außer Reichweite.
Gleichzeitig meldet die Statistik Rekordwerte bei den Einkommen. Durchschnittlich stehen den Haushalten heute mehr Mittel zur Verfügung als in den Jahren zuvor, und auch der Anteil der Menschen, die offiziell als armutsgefährdet gelten, ist leicht gesunken.
Die Zahlen machen jedoch deutlich: Steigende Durchschnittswerte spiegeln nicht automatisch die Lebensrealität aller wider. Für viele Menschen – auch auf den Kanarischen Inseln – bleibt der Alltag geprägt von Vorsicht, Verzicht und begrenztem finanziellen Spielraum.
Carnaval 2026 in Los Llanos de Aridane – Märchen, Musik und Straßenfest

Der Carnaval 2026 ist in Los Llanos de Aridane bereits in vollem Gange. Noch bis 21. Februar prägen Musik, Umzüge und farbenfrohe Kostüme das Stadtbild. Das diesjährige Motto „Cuentos de hadas“ – Märchen zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm und sorgt für fantasievolle Bilder auf den Straßen und Bühnen.

Foto: Heidrun Schumann
Zentraler Treffpunkt ist die Plaza Juan Pablo II, von hier aus entfaltet sich der Karneval in die angrenzenden Straßen und Plätze der Innenstadt.
Die wichtigsten Termine auf einen Blick
- Mo., 9. Februar
Gala Gran Dama – abends, Plaza Juan Pablo II - Sa., 14. Februar
Gran Polvacera – ab 14.00 Uhr, Innenstadt
anschließend Verbena auf der Plaza Juan Pablo II - So., 15. Februar
Gala Drag Queen – 20.30 Uhr, Plaza Juan Pablo II - Di., 17. Februar
Gran Coso (großer Karnevalsumzug) – 17.00 Uhr, Innenstadt - Fr., 20. Februar
Entierro de la Sardina – ab 17.00 Uhr - Sa., 21. Februar
Verbena de Piñata – 19.00 Uhr, Plaza Juan Pablo II
Wenn die Mandelbäume auf La Palma blühen

Zu Beginn des Jahres prägt die Mandelblüte vielerorts das Landschaftsbild La Palmas.
Zwischen Feldern, an Wegrändern und an den Hängen öffnen sich die zarten Blüten und setzen helle Akzente in das Grün der Insel.

Für einige Wochen verändert sich der Blick auf vertraute Orte – nicht abrupt, sondern leise und Schritt für Schritt. Die Aufnahmen zeigen diese Zeit in ihrer ganzen Vielfalt: feine Details an den Zweigen, alte, knorrige Bäume mit neuem Austrieb und weitläufige Flächen, in denen die Mandelbäume das Bild bestimmen.

Die Blüte folgt dabei keinem festen Datum, sondern dem Rhythmus der Natur – je nach Lage, Höhe und Witterung.

Über weite Teile der Insel verteilt gehört die Mandelblüte zu den stillen Zeichen des Jahresanfangs. Sie markiert keinen plötzlichen Wechsel, sondern einen allmählichen Übergang, der La Palma für kurze Zeit in ein besonderes Licht taucht.

Fotos: Tanja, aufgenommen am vergangenen Wochenende
Von La Palma 24



















