
Foto: Frank Oliver Glöckner (2026)
+++ El Paso als Anziehungspunkt für Natur- und Vulkantourismus +++ Wiederaufbau der Landwirtschaft stockt – wichtige Infrastruktur fehlt +++ Wind- und Küstenwarnungen beendet – Straße nach Los Brecitos wieder freigegeben +++ Lieder und Lesungen in der Casa del Conde in Argual +++
El Paso als Anziehungspunkt für Natur- und Vulkantourismus

Foto: Frank Oliver Glöckner (2026)
El Paso entwickelt sich immer stärker zu einem der wichtigsten Ziele für Natur- und Vulkantourismus auf La Palma. Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen deutlich: Immer mehr Besucher zieht es ins Inselinnere, vor allem wegen der Caldera de Taburiente und des Vulkans Tajogaite.
Allein rund 239.000 Besucherbewegungen wurden im vergangenen Jahr in Einrichtungen und Naturattraktionen innerhalb des Gemeindegebiets gezählt. Auch die Touristeninformation registrierte über 14.000 Besucher, viele davon aus Spanien, Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Foto: Frank Oliver Glöckner (2026)
Parallel zum wachsenden Interesse investiert die Gemeinde gezielt in neue Projekte. Geplant sind unter anderem das Hotel Escuela Monterrey, das neben zusätzlichen Übernachtungsmöglichkeiten vor allem der Ausbildung im Tourismus dienen soll, sowie ein macaronesisch-forstliches Besucherzentrum in der Hacienda del Pino, das Wissen über die Waldgeschichte der Kanaren vermittelt und Natur, Bildung und Tourismus verbindet.
Inhaltlich setzt El Paso bewusst auf ein anderes Profil als klassische Stranddestinationen. Wandern, Vulkanlandschaften, Kultur und geschützte Natur stehen im Mittelpunkt.

Foto: Frank Oliver Glöckner (2025)
Angebote wie das Seidenmuseum, das Petroglyphen-Zentrum Benehauno und ein dichtes Netz an Wanderwegen prägen den Ort und unterstreichen El Pasos Rolle als Herz des naturnahen Tourismus auf La Palma.
Wiederaufbau der Landwirtschaft stockt – wichtige Infrastruktur fehlt

Foto: Frank Oliver Glöckner (2025)
Wie gelingt der Neustart der Landwirtschaft nach dem Vulkanausbruch? Und was ist nötig, damit die Lavafelder auf La Palma wieder bepflanzt werden können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens am Montag zwischen der kanarischen Regierung und Vertretern der Landwirtschaft.
Deutlich wurde dabei: Ohne Zufahrten zu den betroffenen Grundstücken und ohne funktionierende Bewässerung bleibt ein Wiederanbau unmöglich. Zwar wurden Entschädigungen inzwischen ausgezahlt, doch fehlt vielerorts die notwendige Infrastruktur.
Da die finanziellen Mittel der Kanarischen Regierung dafür nicht ausreichen, werden zusätzliche Gelder des spanischen Staates gefordert. Geplant sind zudem ein eigenes Förderprogramm für La Palma sowie Anpassungen bestehender Regelungen, um den Wiederaufbau zu beschleunigen.
Wind- und Küstenwarnungen beendet – Straße nach Los Brecitos wieder freigegeben

Foto: Marcel Nguyen (2025)
Die Wetterlage auf den Kanarischen Inseln hat sich entspannt. Die Dirección General de Emergencias del Gobierno de Canarias hat am Dienstag um 11.15 Uhr die Wetterwarnungen wegen starker Winde und Küstenphänomene aufgehoben. Grundlage dafür sind die aktuellen Prognosen der Agencia Estatal de Meteorología (Aemet).
Die Windwarnung galt seit dem 18. Januar und betraf vor allem die Höhenlagen von La Palma, La Gomera, El Hierro, Tenerife und Gran Canaria. Inzwischen wurde die Situation für den gesamten Archipel auf Vorwarnstufe (Prealerta) herabgesetzt.
Auch die Warnung vor Küstenphänomenen, die seit dem 17. Januar für alle Inseln galt, ist beendet. Damit normalisiert sich die Lage sowohl an der Küste als auch im Inselinneren.
Im Zuge der Wetterberuhigung konnten auch zuvor gesperrte Verkehrswege wieder freigegeben werden. So ist die Zufahrtsstraße LP-214 nach Los Brecitos auf La Palma nach Reinigungs- und Sicherungsarbeiten erneut geöffnet.
Lieder und Lesungen in der Casa del Conde in Argual

Foto: La Palma 24 (Archiv)
Wer sich gern schon einen Termin im Kalender markiert und kulturelle Abende in besonderer Atmosphäre schätzt, kann sich auf Freitag, den 30. Januar, um 20 Uhr freuen. Dann lädt die Casa del Conde in Argual zu einem zweisprachigen Kulturabend ein – der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „Chansons y Lecturas – Lieder & Lesungen“ erwartet das Publikum eine literarisch-musikalische Reise in deutscher und spanischer Sprache. Im Mittelpunkt steht die Sängerin Eleonore Hochmuth, die bekannte Chansons unter anderem von Hildegard Knef, Charles Aznavour und Georg Kreisler interpretiert. An den Lesungen beteiligen sich Lucía Rosa González, Ricardo Hernández Bravo, Roger P. Frey und Claudia Gehrke.
Vorgelesen werden kurze Geschichten, Erinnerungen und literarische Texte, vor allem aus dem zweisprachigen „Literarischen La Palma Lesebuch“, aber auch aus weiteren Veröffentlichungen. Die spanischen Übersetzungen liest Uka Rösch.
Die Veranstaltung richtet sich an ein deutsch- wie spanischsprachiges Publikum und verbindet Musik, Literatur und persönliche Geschichten zu einem abwechslungsreichen Abend in besonderer Atmosphäre.
Von La Palma 24





















