
Foto: Heidrun Schumann, 24.03.2026
+++ Sturmtief „Therese“: Heftige Regenfälle setzen La Palma unter Wasser – Warnungen bleiben bestehen +++
Sturmtief „Therese“: Heftige Regenfälle setzen La Palma unter Wasser – Warnungen bleiben bestehen

© Parque Nacional de la Caldera de Taburiente
La Palma stand am Dienstag weiterhin unter dem Einfluss des Sturmtiefs „Therese“, das mit anhaltenden und intensiven Niederschlägen große Teile der Insel erfasste. Die Wassermassen sorgten erneut für eindrucksvolle, zugleich aber auch gefährliche Naturphänomene.
In zahlreichen Regionen der Insel bildeten sich Wasserfälle und starke Abflüsse. Besonders spektakulär zeigte sich die Situation im Bereich des Risco de La Concepción (Breña Alta), in der Caldera de Taburiente sowie entlang verschiedener Küstenabschnitte. Viele Barrancos führten wieder Wasser, mit beachtlicher Dynamik.
Auch in den Hochlagen machte sich das Unwetter bemerkbar: Am Roque de los Muchachos kam es zu intensiven Hagelschauern, während die Zufahrtsstraße LP-4 zum Observatorium weiterhin aufgrund von Schnee und Eis gesperrt blieb. Zusätzlich wurden mehrere kleinere Erdrutsche auf den Straßen gemeldet.

Deutliche Niederschlagsmengen auf der gesamten Insel
Die Regenmengen erreichten in kurzer Zeit beachtliche Werte. Bis zum Abend wurden unter anderem registriert:
- 138 l/m² im Bereich Casa Forestal de Garafía
- 114 l/m² in der Caldera de Taburiente
- über 100 l/m² in Puntagorda und Garafía
- rund 75 bis 90 l/m² in El Paso und Mazo
Auch in tieferen Lagen sowie im Osten der Insel fiel ergiebiger Regen. Selbst kleinere Wasserläufe wie der Richuelo an der LP-302 führten wieder Wasser.

© Heidrun Schumann, 24.03.2026
Warnungen bleiben bestehen
Der Nationalpark Caldera de Taburiente erinnerte daran, dass weiterhin Warnungen vor Starkregen, Erdrutschen und lokalen Überflutungen gelten. Zusätzlich besteht eine Vorwarnstufe für Gewitter. Besucher werden eindringlich gebeten, sich von Barrancos, Steilhängen, Küstenabschnitten sowie von Bereichen mit erhöhter Gefahr von Erdrutschen und Überflutungen fernzuhalten.
Lage auf den Kanaren insgesamt angespannt
Das Sturmtief „Therese“ betrifft derzeit mehrere Inseln des Archipels gleichzeitig. Laut spanischem Wetterdienst AEMET wurden verbreitet Warnstufen für starken Regen, Wind und Küstenphänomene aktiviert.
Auf Teneriffa wurden vorsorglich Zugänge zum Teide-Nationalpark gesperrt und ein Insel-Notfallplan aktiviert.
Bereits im Vorfeld hatten die Behörden vor möglichen Überschwemmungen, Erdrutschen und hohen Wellen gewarnt, begleitet von Sturmböen bis zu 90 km/h in höheren Lagen.
Unterricht auf mehreren Inseln ausgesetzt
Die kanarische Regierung hat entschieden, die bereits für Gran Canaria geltenden Maßnahmen auf Teneriffa und La Palma auszuweiten.
Demnach wurde der Präsenzunterricht am Dienstag ausgesetzt und auch für den gesamten Mittwoch gestrichen. Die Schulen wurden angewiesen, den Unterricht – soweit möglich – im gewohnten Zeitrahmen online durchzuführen.
Die Maßnahme erfolgt vorsorglich angesichts der anhaltenden Wetterlage. Während Gran Canaria inzwischen von der höchsten Notfallstufe auf Alarmniveau zurückgestuft wurde, gelten weiterhin Warnstufen für mehrere Inseln, darunter Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.

© Michael Nguyen, Las Manchas
Wetterlage entspannt sich ab Donnerstag spürbar
Für die kommenden Tage zeichnet sich jedoch eine allmähliche Entspannung der Wetterlage ab. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes AEMET wird das Sturmtief „Therese“ noch bis Mittwoch für wechselhaftes Wetter mit teils kräftigen Schauern sorgen. Ab Donnerstag ist mit einer Beruhigung zu rechnen, die Niederschläge werden seltener und schwächer. Zum Wochenende hin dürfte sich das Wetter weiter stabilisieren
Von La Palma 24















