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Glück mißt man nicht nach der Länge, sondern nach der Tiefe
Carl Sandburg

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La Palma: TransVulcania 2013 – Salomon Nature Trail – Interview mit Nachwuchsstar Philipp Reiter – Autogrammstunde am 8. Mai am Flughafen SPC/Meeting-Point bei La Palma 24

Transculcania La Palma:

83 Kilometer vom Meer in den Himmel

Man kann über La Palmas Tourismusrat Julio Cabrera sagen, was man will – aber eines muss man ihm lassen: Er hat 2009 die TransVulcania „erfunden“. Auch die inzwischen erfolgreich umgesetzte Idee, den 83 Kilometer langen Ultramarathon in die International Skyrunning Federation (ISF) einzubringen, kam von Julio. Fazit: bereits 2012 gaben internationale Größen der Skyrunner-Szene bei der TransVulcania Vollgas und sprechen seitdem vom „Rennen des Jahrzehnts“. Am 11. Mai 2013 kristallisiert sich erneut eine beeindruckende Speerspitze unter den mehr als 1.600 Teilnehmern heraus. La Palma hat kleine Porträts der Läuferstars gezeichnet – und vom deutschen „Wunderkind“ Philipp Reiter sogar ein Interview erhalten. 

TransVulcania-Route: 83 Kilometer vulkanauf-vulkanab.

„Julio ist beides – weitsichtig und weltoffen, das sind die idealen Zutaten für Erfolg“, sagen die beiden ISF-Gründer Marino Giacometti und Lauri van Houten in einem Interview mit TalkUltra. „Als uns Julio 2011 anrief, wussten wir nichts von der TransVulcania, aber uns gefiel vor allem das Ozean-zum-Himmel-Konzept.“ Auch 2013 müssen die Skyrunner auf La Palma wieder am Leuchtturm in Fuencaliente auf Meereshöhe starten und 83 Kilometer vulkanauf-vulkanab bis zum Ziel in Los Llanos bewältigen. Diese transvulkanische Herausforderung mit ihrer Höhendiffernz von Plus/Minus mehr als 4.000 Metern belegt inzwischen den dritten Platz im ISF-World-Ultra-Ranking nach dem Tarawera Ultramarathon in Neuseeland und dem Bergrennen am Mount Fuji in Japan.

Zwei Super-Trailrunner: Nuria Picas und Kilian Jornet. Foto: ISF

 

 

 

 

 

Die Challenge 2013 für das Elite-Feld der Männer: Es gilt Dakota Jones´ Traumzeit von 6:58:44 Stunden zu schlagen, die bei der TransVulcania 2012 für Aufsehen sorgte. Der Amerikaner tritt heuer nicht auf La Palma an; er will bis zum Ende des Sommers pausieren. Andy Symonds, Zweiter bei der TransVulcania 2012 und Zweiter im ISF-UltraSkymarathon-Worldranking, kommt 2013 ebenfalls nicht nach La Palma.

TransVulcania-Siegerin 2012 Anna Frost und Tony Krupicka: wollen wieder hoch hinaus. Foto: ISF

Somit geht Kilian Jornet, im letzten Jahr TransVulcania-Dritter, am 11. Mai 2013 als Favorit an den Start am palmerischen Südleuchtturm. Der Katalane aus Burgada sicherte sich den ersten Platz im 2012er-UltraSkymarathon-Worldranking der ISF, die Fitness für die Bergrennen erarbeitet er sich mit Skibergsteigen, Klettern und mit vielen Touren in den Bergen.

Aber noch einer will gewinnen: Anton Krupicka. Der US-Amerikaner war in der Saison 2011 und 2012 oft verletzt und ist nun zum Angriff bereit. „Tony“ – auf der Strecke unverkennbar mit langen Haaren, Bart und oft ohne T-Shirt – lief seinen ersten Marathon im Alter von zwölf Jahren und hat Physik, Philosophie und Geologie studiert. Im ISF-World-Ranking 2012 belegt der „Läuferprofessor“ übrigens Rang 5.

The new kid on the block: Philipp Reiter aus Alemania. Foto: Reiter/Salomon

Platz 3 auf der ISF-UltraSkymarathon-Bestenliste eroberte 2012 das deutsche „Wunderkind“  Philipp Reiter – bei der TransVulcania 2012 hatte er kleine Probleme beim Bergablaufen und wurde „nur“ Elfter. Am 11. Mai tritt er wieder auf La Palma an – wer ein Autogramm will, begrüßt ihn am 8. Mai um 15.45 Uhr am Flughafen. Dort holt er sich nach seiner Landung am Meeting-Point seinen Suzuki-Jeep von La Palma 24 ab, mit dem er anschließend über die Insel düst. Philipp bringt Autogrammkarten mit!

Das „new kid on the block“ des Bergrunner-Zirkuses studiert zur Zeit auf Lehramt an der Uni Salzburg in Bad Reichenhall und erblickte am 20. Juli 1990 das Licht der Welt. Zum Laufen kam Philipp übers Bergwandern mit den Eltern („die wollten mich vom PC und Fernseher wegbringen“), später stieg er auf Ski-Mountaineering um („besser als sinnlose Gipfelbesteigungen“), bis ihn dabei eines Tages ein Bergläufer überholte. Und Philipp stellte fest: „Ach so, Laufen kann man also auch!“ Das war der Beginn einer vielversprechenden Trailrunner-Karriere. Philipps Motto: „Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu erreichen.“ Mehr Infos über den „Reiter ohne Pferd“ in unserem Interview am Ende des Artikels.

Miguel Heras: Der 2011-TransVulcania-Sieger greift wieder an. Foto: ISF

Weitere Top-Athleten, die bei der TransVucania 2013 gemeldet sind: Timothy Olsen, 2011-Sieger Miguel Angel Heras Hernández, Francois d´Haene, Joe Grant, Adam Campbell, Sage Canaday. Bemerkenswert: Auch José  Carlos Ruiz, aktueller spanischer Meister und Vizeweltmeister bei den Behindertenrennen, nimmt die palmerische Vulkanstrecke in Angriff.

Bei den himmelsstürmenden Damen will Anna Heather Frost ihren transvulkanischen Titel vom vergangenen Jahr verteidigen – und ihren eigenen Rekord schlagen. In nur acht Stunden und elfeinhalb Minuten stürmte die Neuseeländerin über die 83 Kilometer palmerischen Vulkangerölls. Ihr Kommentar: „La Palma ist die steilste Insel der Welt – und das spürst Du!“ Frosty kam übrigens über die Sportarten Feldhockey, Triathlon und Halbmarathon zu den Ultra-Skyrunnern, wo sie im World-Ranking 2012 auf Rang 2 thront.

Nachwuchstalent aus Schweden: Emilie Forsberg. Foto: ISF

Platz 1 der ISF-Ultra-Weltwertung 2012 verteidigt Nuria Picas Albets. Die Feuerwehrfrau aus Berga in Katalanien ist bei der TransVulcania am 11. Mai mit von der Partie und wird es ihren Konkurrentinnen mit Sicherheit nicht leicht machen.

Dritte im Bunde der absoluten Powerfrauen ist Emilie Forsberg. Wie Philipp Reiter brach auch die junge Schwedin im vergangenen Jahr wie ein Wirbelwind in die Ultraläufer-Szene ein. Im Sauseschritt spurtete sie auf den dritten Rang im ISF-World-Ranking und sagt: „Ich liebe Geschwindigkeit und Freiheit!“ Auch Emilie kam übers Skiwandern zum Laufen – die Kraft dazu holt sie sich a liebsten über „Gebäck und Nutella-Brownies“.

Auf den TransVulcania Ultratrail am 11. Mai begeben sich außerdem noch die Spitzenläuferinnen Silvia Serafini, Maud Gobert und Emilie Lecomte. 

Und nun zum La Palma 24-Interview mit Philipp Reiter. Er hat ein paar Tipps für Leute parat, die vom Laufen begeistert sind. 

Philipp Reiter: unglaubliches 2012... Foto:Reiter/JordiSaragossa

Hola Philipp, wann fliegst Du auf La Palma ein und wo wirst Du wohnen?

Ich werde am Mittwoch, 8. Mai, um 15.45 Uhr auf La Palma ankommen. Leider weiß ich jedoch noch gar nicht in welchem Hotel wir genau untergebracht sind. So viel ich mitbekommen habe, ist es ein anderes als letztes Jahr und liegt circa  auf halben Weg zwischen Ziel und Start. Ich schätze mal, dass wir am Donnerstag eventuell ein bisschen auf der Strecke herumlaufen werden...

Welche Tipps könntest Du an Bergrennen interessierten jungen Leuten mit auf den Weg geben?

Da man beim TransVulcania-Kurs ziemlich lange auf dem recht exponierten Bergkamm läuft, merkt man durch den ständigen Wind die eigentliche Hitze nicht. Man glaubt kaum zu schwitzen, aber in Wahrheit brennt die Sonne gnadenlos vom Himmel und trocknet einen förmlich aus. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, regelmäßig und außreichend zu trinken und eventuell Salztabletten einzunehmen. Auch sollte der lange Abstieg von fast 20 Kilometern vom höchsten Punkt aus nicht unterschätzt werden. So früh im Jahr sind die "deutschen" Beine nach dem Winter das noch nicht gewöhnt.

Philipp Reiter: nach dem Studium zum Training. Foto: Reiter/Gripmastertrails

Wie sieht eigentlich Dein Alltag aus, Philipp? Du studierst ja Mathe und Bio an der Uni in Salzburg - hast Du diesen Ort gewählt, um gleich nach dem Büffeln in die Berge hüpfen zu können? Wie verteilst Du Training und Studium und all die Renntermine - ich habe gesehen, Dein Kalender 2013 ist ganz schön voll... Und dann noch all die Fanpost zu beantworten - reichen da 24 Stunden am Tag?

Stimmt, mein Tag ist in der Tat mit Studium und Training recht gut gefüllt. Allerdings wird man so zu einem guten Zeitmanager, und solange es Spaß macht und man Erfolg hat, bringt man gerne das ein oder andere Opfer. Ich wohne noch zu Hause mit meiner Familie in Bad Reichenhall, und die Mama kümmert sich zum Glück um vieles :-) Außerdem kann ich jeden Tag die kurze Strecke bis zur Uni mit dem Radl fahren, oftmals einen Abstecher auf die umliegenden Berggipfel inklusive.
Ich versuche die Rennen so zu planen, dass sie sich mit Ferien oder Feiertagen decken, und ich während des Semesters möglichst wenige Vorlesungen verpasse. Natürlich kommt mir die lange Sommerpause sehr gelegen, und ich kann nach den Rennen ein paar Tage mehr anhängen. 

Legst Du Wert auf eine bestimmte Ernährung? Deine Kollegin Emilie Forsberg isst ja am liebsten Kuchen und Nutella-Brownies...

Ich habe weder einen Ernährungs- noch einen Trainingsplan, weiß aber mittlerweile nach vielen Gesprächen mit anderen Läufern und mehr oder weniger erfolgreichen Selbstversuchen über die grundlegenden Dinge Bescheid. Am liebesten esse ich Mamas leckere und abwechslungsreiche Küche, bin aber auch ausgesprochen oft in unseren herrlichen bayerischen Bäckereien zu Besuch :-) Wie ein guter Sprit für ein Rennauto wichtig ist, achte ich schon auf eine gesunde Kost mit viel Obst und Gemüse, hochwertigen Kohlenhydraten und gutem Fleisch.

Philipp Reiter: Autogrammstunde am 8. Mai am Meeting-Point im Flughafen Santa Cruz de La Palma. Foto: Reiter/LongLight

Du warst ja im vergangenen Jahr schon bei der TransVulcania dabei. Es lief nicht ganz optimal - wie bist Du 2013 aufgestellt?

Naja, dafür, dass das letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt mein längestes Rennen gewesen ist, und ich eben von den Skiern gestiegen bin, würde ich einen 11. Platz nicht gerade als schlecht bezeichnen. Mittlerweile habe ich schon ein bisschen mehr Erfahrung mit solchen Distanzen und werde auf jeden Fall wieder mein Bestes versuchen. Mal schauen wie das dann wird, auf 80 Kilometern kann schon recht viel Unvorhergesehenes passieren...

Philipp, wir danken Dir für Deine Tipps und drücken Dir die Daumen für den 11. Mai! Wer mehr über den Youngster aus Bad Reichenhall wissen will, liest seine Website: www.philipp-reiter.de

Von Gudrun -

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