
Foto: Michael Nguyen
+++ Update: Touristen untergebracht – Lage bislang ruhiger als erwartet +++ Sturmtief „Therese“: Unterricht fällt aus – Insel im Ausnahmezustand +++ Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos im Zeitplan +++
Update: Touristen untergebracht – Lage bislang ruhiger als erwartet
Nach den ersten Auswirkungen des Sturmtiefs „Therese“ auf La Palma zeigte sich die Lage in der Nacht insgesamt weniger dramatisch als zunächst befürchtet. Zwar kam es zu kräftigem Regen auf der Insel sowie zu Schneefall in den höheren Lagen, größere Schäden durch Wind wurden bislang jedoch nicht gemeldet.
Aufgrund der Einschränkungen im Flugverkehr sitzen rund 200 Touristen derzeit auf La Palma fest. Sie konnten jedoch kurzfristig in Hotels untergebracht werden. Ein vorsorglich eingerichtetes Notquartier in einer Turnhalle in Breña Alta musste nicht in Anspruch genommen werden.
Der Insel-Notfallplan (Peinpal) bleibt weiterhin aktiv, ebenso gelten die bereits angekündigten Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen.
Sturmtief „Therese“: Unterricht fällt aus – Insel im Ausnahmezustand

Foto: Heidrun Schumann
Die Auswirkungen der Borrasca „Therese“ verschärfen sich: Für Donnerstag wurde der Präsenzunterricht auf La Palma und weiteren Inseln ausgesetzt. Stattdessen findet der Schulbetrieb online statt, um unnötige Wege und Risiken zu vermeiden.
Der Flugverkehr von und nach La Palma ist bereits beeinträchtigt – mehrere Verbindungen wurden gestrichen oder umgeleitet.
Nach unseren Beobachtungen vor Ort konnte der für gestern geplante Condor-Flug aus Frankfurt nicht auf La Palma landen und wurde nach Gran Canaria umgeleitet. Wie uns unsere Mietwagenkunden bei der Zwischenlandung dort telefonisch mitteilten, traten die Passagiere anschließend die Rückreise nach Frankfurt an – ihr geplanter Urlaub auf La Palma endete damit, noch bevor er begonnen hatte.
Parallel dazu wurde auf La Palma der Insel-Notfallplan (Peinpal) aktiviert. Damit verbunden sind zahlreiche präventive Maßnahmen:
– Straßen gesperrt, darunter die LP-4 (Roque de los Muchachos), die LP-214 (Los Brecitos), die LP-109 (Las Mimbreras) und die LP-210 (Mendo), unter anderem wegen Steinschlaggefahr, möglicher Überflutungen in Barrancos und starker Windböen
– Wanderwege und Naturgebie gesperrt, darunter auch Bereiche in der Caldera de Taburiente und in Los Tilos, wegen Steinschlaggefahr, rutschiger Wege und möglicher Überflutungen
– Freizeiteinrichtungen und Besucherzentren geschlossen, darunter das Besucherzentrum am Roque de los Muchachos
– Alle Outdoor-Aktivitäten des Cabildo abgesagt
Die Behörden rufen dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden, sich von Küsten, Barrancos und gefährdeten Bereichen fernzuhalten und aktuelle Informationen zu verfolgen.
Die Wetterlage bleibt angespannt – weitere Einschränkungen sind nicht ausgeschlossen.
Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos im Zeitplan

Foto: Heidrun Schumann, 18.03.26
Beim Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos de Aridane, die für vom Vulkanausbruch betroffene Familien vorgesehen sind, gibt es Fortschritte.
Wie bereits mehrfach berichtet, sollen die Wohnungen vor allem Menschen zugutekommen, die noch immer in Container- oder Holzhäusern leben. Das Projekt gilt als eines der zentralen Vorhaben im Bereich Wohnraum nach dem Ausbruch.

Foto: Heidrun Schumann, 18.03.26
Aktuell zeigt sich vor Ort: Die Bauarbeiten schreiten voran und liegen im Zeitplan. Ein konkreter Fertigstellungstermin steht noch nicht fest. Läuft alles planmäßig weiter, könnten die Wohnungen im Laufe des Jahres fertig werden.
Damit rückt für viele Betroffene ein wichtiger Schritt näher: der Übergang von provisorischen Unterkünften in dauerhaften Wohnraum.
Von La Palma 24

















