
Foto: Michael Nguyen
🔄 Update: Therese – Neue Warnstufe wegen Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr 🔄 Update: Weitere Flugausfälle und Einschränkungen im Fährverkehr 🔄 Update: Neuer Cumbre-Tunnel jetzt in beide Richtungen befahrbar – Maßnahme wegen Steinschlaggefahr +++ Update: Touristen untergebracht – Lage bislang ruhiger als erwartet +++ Sturmtief „Therese“: Unterricht fällt aus – Insel im Ausnahmezustand +++ Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos im Zeitplan +++
🔄 Update: Therese – Neue Warnstufe wegen Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr

Foto: Michael Nguyen
Die Lage auf La Palma bleibt angespannt:
Am Samstagmittag hat die Dirección General de Emergencias des Gobierno de Canarias die Alarmstufe ausgerufen:
Das Sturmtief ‚Therese‘ hat für die Inseln eine Warnstufe wegen Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr ausgelöst.

Foto: Michael Nguyen
Auch wenn es zwischendurch ruhigere Phasen gibt, wird weiterhin mit anhaltenden und teils kräftigen Niederschlägen gerechnet – vor allem in den mittleren Höhenlagen sowie an den West- und Südhängen.
Die Auswirkungen sind bereits deutlich sichtbar:
Barrancos führen viel Wasser, teilweise mit starker Strömung, und transportieren Geröll bis in küstennahe Bereiche. Gleichzeitig bleibt das Risiko von plötzlichen Überschwemmungen bestehen, da sich die Wassermassen schnell in Richtung tiefer gelegener Zonen bewegen können.

Hinzu kommt die weiterhin hohe Gefahr von Steinschlägen und Erdrutschen, da die Böden durch die anhaltenden Regenfälle stark aufgeweicht sind. Bereits jetzt kam es auf mehreren Straßen zu Beeinträchtigungen und vereinzelten Sperrungen.
Die Behörden warnen ausdrücklich:
👉 Barrancos meiden
👉 nicht unnötig unterwegs sein
👉 Vorsicht in Hanglagen und auf Straßen

Foto: Michael Nguyen
Auch an der Küste sind die Auswirkungen klar erkennbar:
Kräftiger Wellengang und angeschwemmtes Material zeigen, wie unruhig die Lage derzeit ist.
👉 Fazit:
Die aktuelle Wetterberuhigung ist trügerisch – die Lage kann sich jederzeit wieder verschärfen.
🔄 Update: Weitere Flugausfälle und Einschränkungen im Fährverkehr

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Das Sturmtief „Therese“ beeinträchtigt weiterhin den Verkehr auf den Kanarischen Inseln.
Am heutigen Freitag wurden acht Flüge gestrichen die den Flughafen La Palma betreffen.: sechs aus Teneriffa Nord, einer aus Teneriffa Süd und einer aus Gran Canaria, wie Aena mitteilt.

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Auch der Fährverkehr zwischen Teneriffa und Gran Canaria ist eingeschränkt. Die Reederei Fred. Olsen hat die Verbindungen zwischen Santa Cruz de Tenerife und Agaete reduziert. Statt der üblichen sechs Überfahrten finden heute nur drei in jede Richtung statt. Gestrichen wurden die Verbindungen um 10:00, 14:00 und 18:00 Uhr, während die Fahrten um 12:00, 16:00 und 20:00 Uhr weiterhin durchgeführt werden.

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Passagiere der ausgefallenen Verbindungen werden informiert und auf andere Fahrten umgebucht.

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Die Situation bleibt angespannt, weitere Einschränkungen im Flug- und Fährverkehr sind nicht ausgeschlossen.

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
🔄 Update: Neuer Cumbre-Tunnel jetzt in beide Richtungen befahrbar – Maßnahme wegen Steinschlaggefahr

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Im Zuge der aktuellen Wetterlage durch das Sturmtief „Therese“ wurden auf La Palma weitere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.
Aufgrund der erhöhten Gefahr von Steinschlägen gilt ab sofort im neuen Tunnel der Cumbre (LP-3) eine Verkehrsführung in beide Richtungen, um besonders gefährdete Straßenabschnitte zu entlasten. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Ost- und Westseite der Insel weiterhin sicher aufrechtzuerhalten.

Foto Michael Nguyen, 20.03.2026
Darüber hinaus kann es auf wichtigen Verkehrsachsen wie der LP-3, LP-4, LP-210 und LP-109 zu weiteren Einschränkungen oder Sperrungen kommen, je nach Entwicklung der Lage.
Die Maßnahmen sind Teil des aktivierten Insel-Notfallplans (Peinpal) und basieren auf aktuellen Bewertungen zur Instabilität des Geländes durch Regen und Wind.
Die Behörden rufen weiterhin dazu auf, Fahrten auf das Notwendigste zu beschränken und die aktuelle Beschilderung unbedingt zu beachten.
Update: Touristen untergebracht – Lage bislang ruhiger als erwartet
Nach den ersten Auswirkungen des Sturmtiefs „Therese“ auf La Palma zeigte sich die Lage in der Nacht insgesamt weniger dramatisch als zunächst befürchtet. Zwar kam es zu kräftigem Regen auf der Insel sowie zu Schneefall in den höheren Lagen, größere Schäden durch Wind wurden bislang jedoch nicht gemeldet.
Aufgrund der Einschränkungen im Flugverkehr sitzen rund 200 Touristen derzeit auf La Palma fest. Sie konnten jedoch kurzfristig in Hotels untergebracht werden. Ein vorsorglich eingerichtetes Notquartier in einer Turnhalle in Breña Alta musste nicht in Anspruch genommen werden.
Der Insel-Notfallplan (Peinpal) bleibt weiterhin aktiv, ebenso gelten die bereits angekündigten Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen.
Sturmtief „Therese“: Unterricht fällt aus – Insel im Ausnahmezustand

Foto: Heidrun Schumann
Die Auswirkungen der Borrasca „Therese“ verschärfen sich: Für Donnerstag wurde der Präsenzunterricht auf La Palma und weiteren Inseln ausgesetzt. Stattdessen findet der Schulbetrieb online statt, um unnötige Wege und Risiken zu vermeiden.
Der Flugverkehr von und nach La Palma ist bereits beeinträchtigt – mehrere Verbindungen wurden gestrichen oder umgeleitet.
Nach unseren Beobachtungen vor Ort konnte der für gestern geplante Condor-Flug aus Frankfurt nicht auf La Palma landen und wurde nach Gran Canaria umgeleitet. Wie uns unsere Mietwagenkunden bei der Zwischenlandung dort telefonisch mitteilten, traten die Passagiere anschließend die Rückreise nach Frankfurt an – ihr geplanter Urlaub auf La Palma endete damit, noch bevor er begonnen hatte.
Parallel dazu wurde auf La Palma der Insel-Notfallplan (Peinpal) aktiviert. Damit verbunden sind zahlreiche präventive Maßnahmen:
– Straßen gesperrt, darunter die LP-4 (Roque de los Muchachos), die LP-214 (Los Brecitos), die LP-109 (Las Mimbreras) und die LP-210 (Mendo), unter anderem wegen Steinschlaggefahr, möglicher Überflutungen in Barrancos und starker Windböen
– Wanderwege und Naturgebie gesperrt, darunter auch Bereiche in der Caldera de Taburiente und in Los Tilos, wegen Steinschlaggefahr, rutschiger Wege und möglicher Überflutungen
– Freizeiteinrichtungen und Besucherzentren geschlossen, darunter das Besucherzentrum am Roque de los Muchachos
– Alle Outdoor-Aktivitäten des Cabildo abgesagt
Die Behörden rufen dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden, sich von Küsten, Barrancos und gefährdeten Bereichen fernzuhalten und aktuelle Informationen zu verfolgen.
Die Wetterlage bleibt angespannt – weitere Einschränkungen sind nicht ausgeschlossen.
Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos im Zeitplan

Foto: Heidrun Schumann, 18.03.26
Beim Bau der 53 Wohnungen in Los Llanos de Aridane, die für vom Vulkanausbruch betroffene Familien vorgesehen sind, gibt es Fortschritte.
Wie bereits mehrfach berichtet, sollen die Wohnungen vor allem Menschen zugutekommen, die noch immer in Container- oder Holzhäusern leben. Das Projekt gilt als eines der zentralen Vorhaben im Bereich Wohnraum nach dem Ausbruch.

Foto: Heidrun Schumann, 18.03.26
Aktuell zeigt sich vor Ort: Die Bauarbeiten schreiten voran und liegen im Zeitplan. Ein konkreter Fertigstellungstermin steht noch nicht fest. Läuft alles planmäßig weiter, könnten die Wohnungen im Laufe des Jahres fertig werden.
Damit rückt für viele Betroffene ein wichtiger Schritt näher: der Übergang von provisorischen Unterkünften in dauerhaften Wohnraum.
Von La Palma 24



















