
Wenn es im Westen besonders heiß ist, hilft manchmal nur eines: einsteigen, losfahren und schauen, wohin die Insel einen führt.
Karin, ihr Mann und ihr vierbeiniger Begleiter machten sich am vergangenen Wochenende mit dem Wohnmobil auf den Weg in den Norden.
Schon beim ersten Zwischenstopp in San Andrés gab es viel zu entdecken: Palmen, alte Häuser, die Kirche San Andrés Apóstol, einen kleinen Platz und ein gutes Essen im Restaurant La Placita. Unten an der Küste setzte der historische Kalkofen einen weiteren besonderen Akzent.
Anschließend ging es vorbei an der Brücke bei Los Tilos weiter nach Barlovento, wo die Luft spürbar frischer war und Hortensien in kräftigem Blau, Rosa und Violett am Straßenrand blühten.
Am nächsten Morgen begann der Tag auf dem Mercadillo in Barlovento. Kein großer Plan, kein enges Programm – einfach ein wenig stöbern, weiterfahren und die Insel genießen. Dabei fiel auch das beeindruckende Wandgemälde des Künstlers Sabotaje al Montaje ins Auge, eine Hommage an die Landfrauen von Barlovento.
Die nächste Station war La Fajana. Dort legten die drei einen weiteren Stopp mit Blick auf die Meeresschwimmbecken und den Atlantik ein.
Von der grünen Nordseite führte die Fahrt anschließend einmal quer über die Insel bis nach Salemera. Am Meer wartete das nächste Mittagessen mit Fisch und Meeresfrüchten. Ein kühles Getränk, der Blick auf die Küste und der Hund entspannt mit dabei – manchmal sind es genau diese einfachen Momente, die in Erinnerung bleiben.

Später änderte sich die Landschaft erneut. Zwischen Lavafeldern, Weinreben und alten Steinbauten ging es hinauf nach Fuencaliente. Unter einer mächtigen Kanarischen Kiefer fand sich schließlich der perfekte Platz für eine Siesta. Das Wohnmobil im Schatten, der Wind in den Ästen und für eine Weile nichts weiter zu tun.
Auf dem Rückweg lagen noch kleine Entdeckungen am Straßenrand: alte Mauern, ein schlichtes Holzkreuz und weite Blicke über die Insel.
Ein Wochenende ohne große Planung – und trotzdem voller kleiner Momente. Genau das macht La Palma aus: Hinter jeder Kurve verändert sich die Landschaft, und aus einer Fahrt in den kühleren Norden wird plötzlich eine Reise einmal quer über die ganze Insel.
Vielen Dank an Karin für die Fotos und dafür, dass sie uns auf ihren Wochenend-Roadtrip mitgenommen hat.
Von La Palma 24
































