
Franceses liegt dort, wo La Palmas Norden weit und ursprünglich wirkt: Häuser verteilen sich über die Hänge, Drachenbäume begleiten die kleinen Straßen und immer wieder öffnet sich der Blick auf den Atlantik. Salvatore Giuffrida hat die Ortschaft in Garafía am Wochenende besucht und aktuelle Bilder mitgebracht.
Der Name Franceses hat einen historischen Hintergrund. Er soll auf Siedler französischer beziehungsweise normannischer Herkunft zurückgehen, die sich in früheren Jahrhunderten in diesem Teil Garafías niederließen. Zuvor war das Gebiet offenbar als Lomada Alta bekannt.

Schon aus der Entfernung fällt auf, wie weit sich Franceses über die steilen Hänge verteilt. Einen dicht bebauten Ortskern sucht man hier vergeblich. Häuser und Gärten liegen zwischen Terrassen und tief eingeschnittenen Barrancos, während sich dahinter die Küste und der Atlantik erstrecken.

Besonders auffällig sind die zahlreichen Drachenbäume. Manche stehen einzeln neben Häusern und Straßen, andere bilden kleine Gruppen an den Hängen. Zusammen mit Palmen und der üppigeren Vegetation in den Barrancos prägen sie das Landschaftsbild rund um Franceses.
Eine schmale Straße führt weiter in Richtung Küste und zur Fajana de Franceses. Dabei verändert sich die Perspektive mit jeder Kurve: mal liegen die Häuser oberhalb der Straße, mal öffnet sich der Blick weit über die Hänge bis zum Meer.

Auch Wanderer kommen hier vorbei. Der ausgeschilderte PR-LP 9.1 verbindet die Umgebung von Franceses mit El Tablado und dem Roque del Faro. Ein Wegweiser nennt Entfernungen von 1,4 Kilometern nach Franceses, 3,8 Kilometern nach El Tablado und 5,1 Kilometern zum Roque del Faro.

Zur Ortschaft gehört eine kleine weiß gestrichene Kirche. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Ladestation für Elektrofahrzeuge – ein Detail, das Salvatore bei seinem Besuch in dieser dünn besiedelten Gegend besonders auffiel. Eine Autowerkstatt gibt es ebenfalls.

Franceses ist kein Ort der großen Sehenswürdigkeiten. Es ist die Weite der Landschaft, die verstreuten Häuser, die Drachenbäume und der Blick zum Atlantik, die diesem Teil des Nordens seine besondere, fast verträumte Stimmung geben.
Fotos: Salvatore Giuffrida
Von La Palma 24



















