
La Palma ist und bleibt unsere Lieblingsinsel. Aber manchmal lohnt sich ein kleiner Abstecher auf eine der Nachbarinseln – schon allein, um danach wieder zu wissen, warum wir die Isla Bonita so mögen.
Am vergangenen Freitag machte sich Salvatore Giuffrida auf den Weg nach Teneriffa. Dort führte ihn seine Motorradtour ins Teno-Gebirge – vorbei an steilen Hängen, tief eingeschnittenen Schluchten und kleinen Siedlungen, über Straßen, die sich in engen Kurven durch die Bergwelt schlängeln.

Das Teno-Gebirge gehört zu den ältesten Teilen Teneriffas. Vor rund sieben Millionen Jahren türmten sich hier durch unterseeische und später oberirdische Vulkanausbrüche große Mengen vulkanischen Materials auf. Über Millionen Jahre formten Erosion, Wasser und Wind daraus die tiefen Schluchten und schroffen Felswände, die das Gebiet heute prägen.

Wer dort unterwegs ist, bekommt die Landschaft besonders unmittelbar mit: hinter jeder Kurve ein neuer Blick, mal hinunter ins Tal, mal hinaus auf den Atlantik. Dazu die frische Luft um die Nase und dieses typische Gefühl, auf schmalen Bergstraßen ganz nah an der Landschaft unterwegs zu sein.

Hinunter nach Masca
Ein Höhepunkt der Tour war die Strecke nach Masca. Die Straße windet sich durch das zerklüftete Teno-Gebirge hinunter zu dem kleinen Ort, der zwischen hohen Felswänden liegt. Schon die Fahrt dorthin macht die Tour besonders – allerdings braucht es dabei mitunter etwas Geduld. Die Strecke ist stellenweise sehr eng.
Kommt ein Kleinbus oder ein größeres Fahrzeug entgegen, kann es schon einmal dauern, bis beide Seiten aneinander vorbeikommen. In einer so beliebten Ausflugsregion lässt sich Gegenverkehr kaum vermeiden.

Unten zeigt sich Masca klein und beinahe versteckt zwischen den Bergen. Häuser, Palmen und Terrassen schmiegen sich an die Hänge, dazu bieten Aussichtspunkte Gelegenheit für eine Pause, bevor es wieder hinauf in die Kurven geht.
Blick zu den Nachbarinseln
Je höher die Strecke führt, desto weiter öffnet sich der Blick über den Atlantik. La Gomera war trotz des Dunstes gut zu erkennen, während von La Palma in der Ferne nur die höheren Bereiche am Horizont auftauchten.

Die Calima nahm der Fernsicht zwar etwas Schärfe, verlieh dem Panorama aber eine ganz eigene Stimmung.
Und spätestens da war der Vergleich mit der eigenen Lieblingsinsel La Palma wieder da. Die tiefen Einschnitte im Gelände erinnerten Salvatore an den Barranco de las Angustias, manche Ausblicke an die Caldera de Taburiente.

Teneriffa ist anders und deutlich größer als La Palma. Doch auf dieser Tour waren es vor allem die Kurven, die Berge, das Meer und die immer neuen Ausblicke hinter der nächsten Kehre, die in Erinnerung blieben.

Salvatores Fazit nach der Tour fällt entsprechend kurz aus: atemberaubend.
Fotos: Salvatore Giuffrida
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Von La Palma 24















