Gespräch mit dem Künstler Acenk Guerra Galván

Acenk-Guerra-Titel

Acenk Guerra Galván noch bis zum 17. Januar 2016 in der Avenida 17 in Tazacorte

Farbenfroh und ausdrucksstark:

Tropical Pop – Theater und Hexen

 

Acenk Guerra: Noch bis zum 17. Januar 2016 malt er seine Bilder in der Avenida 17 in Tazacorte. Foto: La Palma 24

Acenk Guerra: Noch bis zum 17. Januar 2016 malt und zeigt er seine Bilder in der Avenida 17 in Tazacorte. Hier entsteht gerade das Werk “Cita” – auf Deutsch “Rendezvouz”, pop-artlich dargestellt durch ein Damen- und ein Herrenbein unterm Tisch, wie Acenk schmunzelnd erklärt. Foto: La Palma 24

Pop Art ist eine Kunstrichtung, die Mitte der 1950er-Jahre entstand, und ihre Maler legen Wert auf eine absolut realistische, klare Darstellung ihrer Bildelemente. Ein Künstler, der sich diesem Genre verschrieben hat, heißt Acenk Guerra Galván, kommt aus Venezuela und lebt auf La Palma. Noch bis zum 17. Januar 2016 sind seine farbenfrohen Werke in der jungen Galerie Avenida 17 in Tazacorte zu sehen, wo wir kurz mit ihm geplaudert haben.

 

Acenk Guerra: Die aktuelle Serie zeigt Einflüsse aus Ballett und Theater. Foto: La Palma 24

Acenk Guerra: Die aktuelle Serie zeigt Einflüsse aus Ballett und Theater. Foto: La Palma 24

Acenk, sie wurden 1961 in Caracas in Venezuela geboren. Heute leben und arbeiten Sie auf La Palma – haben Sie schon immer gemalt?

Acenk: Ja, ich begann damit schon im Alter von fünf Jahren, denn meine Mutter war auch Malerin. Sie hat mir die Grundtechniken und ein Gefühl für Farben beigebracht, allerdings betrieb ich die Malerei die meiste Zeit meines Lebens nur als Hobby. Studiert habe ich Wirtschaftswissenschaften, und in meinem Beruf arbeitete ich bei verschiedenen Firmen in Venezuela und auf Gran Canaria.

Wie hat es Sie dann nach La Palma verschlagen?

Acenk: Meine Eltern stammen aus La Palma und sind nach Venezuela ausgewandert. Aber ich habe noch Familie hier. Und so bin ich vor sechs Jahren wieder nach La Palma gezogen.

Aktuelle Schau in der Avenida 17:

Aktuelle Schau in der Avenida 17: immer wieder Tropical Pop mit Strand und Meer – das sind auch schöne Souvenirs! Foto: La Palma 24

Leben Sie inzwischen von Ihrer Kunst?

Acenk: Nun, es reicht zum Überleben, große Sprünge kann man damit nicht machen. Und manchmal muss ich noch ein bisschen nebenher arbeiten (lacht). Den Großteil meiner Zeit verbringe ich allerdings mit Malen. Für ein Bild brauche ich circa eine Woche, es hängt vom Format ab. Denn die Acryl-Technik erfordert, dass man das Bild weit mehr als zehnmal übermalt – das dauert. Aber nur so kommen die Farben so stark rüber, und man sieht am Ende den Pinselstrich nicht mehr.

Acenk Guerra: Bild aus der Bruja-Serie. Foto: La Palma 24

Acenk Guerra: Bild aus der Bruja-Serie. Foto: La Palma 24

Sie sind ja über den Surrealismus und eine abstrakte Phase zur Pop-Art gekommen. Was hat diesen Wandel zum Figurativen bewirkt?

Acenk: Ich glaube, es war der Einfluss der Kurse in Siebdruck und Bildhauerei, die ich erst im Alter von 34 Jahren in Caracas besucht habe. Damals wurde mir klar, dass man mit starken Farben und einfachen Formen sehr gut einen ganzheitlichen Eindruck vermitteln kann. Und so begann ich Ende der 90er-Jahre, meinen Tropical-Pop zu entwickeln.

Sie haben Ihre Werke schon in Madrid und Barcelona, auf Gran Canaria, Teneriffa, El Hierro und natürlich in verschiedenen Galerien auf La Palma ausgestellt. Dabei sind immer wieder neue Motive zu sehen…

Acenk: … ja, denn meine Bilder spiegeln immer meine Lebenssituation wieder. So male ich sehr gerne tropische Motive wie das Meer und den Strand, außerdem gibt es eine Hexen-Serie. Weil ich einen Schauspielkurs besucht habe, entstanden auch viele Werke, die Szenen aus Theater, Kabarett und Ballett zeigen…

Acenk Guerra: Ausstellung noch bis 17. Januar 2016 in der Avenida 17. Foto: La Palma 24

Acenk Guerra: Ausstellung noch bis 17. Januar 2016 in der Avenida 17 – zwischen seinen bunten Pop-Art-Bildern zeigt Galeriebesitzerin Dr. Alexa Kröger ihre künstlerischen Objekte aus Naturmaterialien. Foto: La Palma 24

Was müssen Kunstliebhaber tun, wenn Sie sich für eines Ihrer Bilder interressieren?

Acenk: Einfach bei mir anrufen – Telefon 0034-657.905.850. Bis zum 17. Januar 2016 bin ich jeden Tag von 11 bis 14 Uhr und von 18 bis 20 Uhr, sonntags nur von 11 bis 14 Uhr, in meiner Ausstellung in der Galerie Avenida 17 in Tazacorte vor Ort und male. Die hier gezeigten Bilder kann man natürlich auch kaufen, sie kosten zwischen 200 und 300 Euro.

Acenk, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg!

 

Ort der schönen Künste: Avenida 17 in Tazacorte zeigt ab Dienstag Pop-Art von Acenk Guerra.

Ort der schönen Künste: Die Galeria Avenida 17 in Tazacorte.

Last but not least: Zwischen den farbenfrohen Bildern von Acenk Guerra präsentiert Galeriebesitzerin Dr. Alexa Kröger ihre künstlerischen Objekte aus Naturmaterialien – auch über die aktuelle Ausstellung hinaus. Die Galerie Avenida 17 liegt direkt an der Hauptstraße von Tazacorte-Pueblo ganz in der Nähe der Kirche.

In unserem Artikel zur Eröffnung der Avenida 17 finden Künstler und Kunstinteressierte alles zur Philisophie des Ortes der schönen Künste in Tazacorte.

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