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Martin Buber

EU-Gütezeichen für Bananen von den Kanaren

7. November 2013 GUDRUN Jetzt ersten Kommentar schreiben!

Platanos-Canarias-Titel

EU-Gütezeichen für Plátanos

Bananen von den Kanaren sind klein aber fein

Bananen heißen auf den Kanarischen Inseln nicht Bananen. Plátanos nennt man die gelben Früchtchen hier ganz bewusst, um sich von der Bananas-Konkurrenz aus Südamerika abzuheben. Das wird sogar von der Europäischen Kommission unterstützt, indem sie die Plátanos de Canarias jetzt in ihr Schutzregister aufgenommen hat. Wir erklären mal, was das bedeutet.

Es gibt drei EU-Gütezeichen: Die Denominación de Orígen Protegida (DOP) und die Indicación Geográfica Protegida (IGP) darf sich die Kanaren-Banane von nun an auf die Schale kleben.

Es gibt drei EU-Gütezeichen: Die beiden links darf sich die Kanaren-Banane von nun an auf die Schale kleben.

Die EU vergibt drei Gütezeichen: Die „geschützte Ursprungsbezeichnung“, die „geschützte geographische Angabe“ und die „garantiert traditionelle Spezialität“. Diese Auszeichnungen für Landwirte und Lebensmittelproduzenten sollen für geprüfte Qualität bürgen, so die Europakommission.

Diesen Päpper tragen die Bananen bisher.

Diesen Päpper tragen die Bananen bisher.

„Wir sind einzigartig“, freute sich denn auch die kanarische Erzeugervereinigung ASPROCAN als bekannt wurde, dass sie ihre Bananen von jetzt an mit den EU-Wertmarken für „geschützten Ursprung“ und „geschützte geographische Angabe“ schmücken und bewerben darf. „Diese Anerkennung hebt die unverwechselbaren Eigenschaften der Plátano de Canarias hervor.“

Plátanos auf La Palma: reifen sechs Monate lang - das gibt Süße. Foto: La Palma 24

Plátanos auf La Palma: reifen sechs Monate lang - das gibt Süße. Foto: La Palma 24

Und zwar fürs Auge des Verbrauchers. Der kann durch das Gütezeichen erkennen, dass er eine original kanarische Plátano kauft. Schon lange werben die ASPROCAN-Bauern mit dem Slogan „Plátanos von den Kanaren – alles andere ist Banane“. Denn ihre Sonnenfrüchtchen sind kleiner als die Kollegen aus Übersee und überzeugen durch ihre intensive Süße. Braune Sprenkel auf ihrer Schale zeigen nicht etwa Fäule an – es handelt sich vielmehr um sogenannte Zuckerflecken, die den optimalen Genussmoment signalisieren.

ASPROCAN erklärt, dass das tolle Aroma nicht von ungefähr kommt: „Unsere Plátanos liegen schon eine Woche nach der Ernte im Regal – Südamerika-Importe dagegen sind bis zu 45 Tage unterwegs.“ Außerdem reifen die Bananen im subtropischen Klima der Kanaren sechs Monate an der Staude – die Produkte aus den Tropen dagegen nur drei Monate. Dadurch enthalten die Plátanos auch mehr Wasser und schmecken weniger trocken als die Südamerika-Importe.

La Palma: zweitgrößter Bananen-Produzent auf den Kanaren. Foto: La Palma 24

La Palma: zweitgrößter Bananen-Produzent auf den Kanaren. Foto: La Palma 24

 

 

La Palma ist der zweitgrößte Plátano-Produzent aller Kanareninseln. Rund 28 Prozent der Gesamtmenge kamen 2012 von der „Isla Bonita“, Nummer 1 im Anbau ist Teneriffa mit mehr als 46 Prozent. Verspeist wurden die gesunden Leckereien im vergangenen Jahr zu 95 Prozent auf dem spanischen Festland, Inselbewohner und Urlauber ließen sich 4,27 Prozent der Gesamtproduktion schmecken, und der klitzekleine Rest geht in „andere Länder“.

Deshalb rutscht man im restlichen Europa kaum mal auf einer Banane von den Kanaren aus. Eine Aktion in Deutschland im vergangenen Jahr, bei der die Perfetto-Feinkostabtelung von Karstadt und die Galeria Gourmet von Kaufhof ihren Kunden vier Wochen lang Plátanos de Canarias anboten, fand keine Fortsetzung. Ob die neue EU-Auszeichnung hilft, den europäischen Markt für die Kanaren-Früchtchen zu öffnen, muss sich aber erst mal zeigen.

So müssen Plátanos aus La Palma aussehen: gelb mit kleinen Zuckerflecken. Foto: Cupalma

Erfüllen nicht die EU-Größennorm, aber platzen vor Geschmack: Plátanos aus La Palma. Foto: Cupalma

Denn einesteils lobt die EU die Plátanos, setzt ihrem Vertrieb als Handelsklasse 1 aber sofort wieder Grenzen wegen ihrer Kleinwüchsigkeit. EU-Verordnung 2257/94 vom 16. September 1994 zur sogenannten Eurobanane: „Länge und Dicke der Referenzfrucht, anhand derer die Größensortierung erfolgt, werden gemessen am mittleren Finger der äußeren Reihe einer Hand und am ersten Finger der äußeren Reihe einens Clusters neben der Schnittstelle, mit der die Hand zerteilt wurde. Die Länge muss mindestens 14 Zentimeter und die Dicke mindestens 27 Millimeter betragen.“

Diese von Brüssler Bürokraten ausgehirnte Norm hat vor allem eines bewirkt: Der Verbraucher greift am liebsten zu den mit der Handelsklasse 1 ausgezeichneten „Eurobananen“, denn diese Güteklasse signalisiert Topp-Qualität. Dabei geht es aber nur um die Größe – und so stammen die „Eurobananen“ zum Löwenanteil aus Südamerika. Die in Europa gewachsenen Früchte von den Kanaren, Madeira, den Azoren, der Algarve und aus Griechenland werden als Handelsklasse 2 eingestuft – nur weil sie kleiner sind und obwohl sie besser schmecken als die Normriesen.

Hier ein witziges ASPROCAN-Werbefilmchen: Schon mal einen Bananenregen erlebt?

 

Von Gudrun -

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