Transvulcania 2018: News und Interview mit Ida Nilsson

ida-nilsson-800-la-palma-trvTransvulcania 2018: News und Interview mit Titelverteidigerin Ida Nilsson

 

Ida Nilsson im Ziel des TRV-Ultra in Los Llanos 2016 (links) und 2017: zehn Minuten schneller in nur einem Jahr. Fotos: La Palma 24

Ida Nilsson geht als erste durchs Ziel des TRV-Ultra in Los Llanos 2016 (links) und 2017 (rechts): Verbesserung um zehn Minuten und absoluter Transvulcania-Rekord bei den Damen. Fotos: La Palma 24

“Ich liebe die spezielle

Athmosphäre auf La Palma”

2016 trat Ida Nilsson beim 74 Kilometer langen Ultramarathon der Transvulcania zum ersten Mal an und lief völlig überraschend allen davon. 2017 bestätigte sie ihren Titel und stellte mit der Superzeit von 8:04:16 einen neuen Rekord auf. 2018 wird das schwedische Laufwunder vom Team Salomon wieder beim Big Dance über die Vulkane von La Palma antreten, und alles ist gespannt, ob sie den Triple packt. Das La Palma 24-Journal hat die 37-jährige gefragt, wie sie aufgestellt ist.

 

Ida, Du kamst, sahst und siegtes beim Transvulcania-Ultramarathon 2016 und hast 2017 sogar einen neuen Rekord bei den Damen aufgestellt. Wie hast Du das geschafft?

Norwegen: Hier lebt Ida Nilsson wegen der optimalen Trainingsbedingungen. Foto: Ida

Norwegen: Hier lebt Ida Nilsson wegen der optimalen Trainingsbedingungen. Foto: Ida

Ida Nilsson: Ich war im vergangenen Jahr in wirklich guter Verfassung. Wir hatten einen milden Winter in Norwegen, und so konnte ich Laufen und Skifahren kombinieren. Außerdem verbrachte ich die vier Wochen direkt vor der Transvulcania in einem hochgelegenen Gebiet in China. Und so ging ich 2017 mit einem superstarken Gefühl an den Start.

Und wie sieht es kurz vor der Transvulcania 2018 aus? Bist Du fit für den Run über die Vulkane?

Ida: In diesem Winter bin ich überhaupt nicht gelaufen, sondern war lediglich bei den Skimounteneering-Wettbewerben unterwegs. Und dann hatte ich noch mit einer Verletzung am Fuß zu kämpfen. Aber im April war ich wieder fit und konnte die Laufsaison im Salomon-Running Camp auf Madeira beginnen, und dann habe ich noch zweieinhalb Wochen im Trainingscamp in Flagstaff/Arizona, das man auch das Tor zum Grand Canyon nennt, verbracht. Diese Läufe waren eine perfekte Vorbereitung auf die Transvulcania. Running is feeling better and better…

Ida einst und heute: Das Foto oben zeigt sie mit ihren drei Geschwistern bei einem Laufwettbewerb - auf dem Foto unten ist ihr ebenfalls laufbegeisterter Vater zu sehen, wie er - natürlich außer Konkurrenz - mit der Schweden-Flagge durchs Ziel der Transvulcania geht. Fotos: Ida/La Palma 24

Ida einst und heute: Das Foto oben zeigt sie mit ihren drei Geschwistern bei einem Laufwettbewerb – auf dem Foto unten ist ihr ebenfalls laufbegeisterter Vater zu sehen, wie er – natürlich außer Konkurrenz – mit der Schweden-Flagge durchs Ziel der Transvulcania geht. Fotos: Ida/La Palma 24

Ida, Du bist in Kalmar im flachen Südschweden geboren, lebst aber heute in Norwegen…

Ida: Ja, ich bin nach Norwegen umgezogen. Wo ich heute lebe, bin ich von Bergen umgeben und habe optimale Trainingsbedingungen. Ich bin in einer Läufer-Familile aufgewachsen, und auch meine Eltern sind heute noch aktiv. In meiner Jugend fuhren wir beinahe jedes Wochenende mit unserem Club zu einem Rennen – auch meine beiden Brüder und meine Schwester waren dabei.

Du hast an der Universität von Flagstaff in Arizona studiert. Welchen Beruf übst Du heute aus?

Ida: Ich habe das Glück, dass ich von meinen Einnahmen als Bergläuferin leben kann. Im Winter geht es ziemlich ruhig zu, im Sommer wird es dann manchmal richtig hektisch mit all den Rennterminen und Reisen. Aber ich bin glücklich – Laufen ist mein Job.

Für die meisten Menschen ist Skyrunning eine Freizeitbeschäftigungen – für Dich bedeutet es harte Arbeit. Wie erholst Du Dich davon?

Ida: Ich pflanze Gemüse im Garten an oder gehe in den Wald und pflücke Beeren. Außerdem schwimme ich gern in Seen und im Meer, und ich liebe es zu lesen.

Und wie findest Du La Palma – Du warst ja schon zweimal auf der Insel?

Ida: Ich liebe La Palma und seine Schönheit und ganz besonders die spezielle Athmosphäre auf der Insel. Die Menschen sind unglaublich, sie feuern uns auf der gesamten Transvulcania-Ultra-Strecke an und unterstützen uns überall.

Liebe Ida, wir danken Dir für das Gespräch und drücken Dir die Daumen für Deinen nächsten Big Run über die Vulkane von La Palma!

Steckbrief Ida Nilsson

TRV-Winner 2017: Ida Nilsson und Timothy Lee Freriks. Foto: La Palma 24

TRV-Winner 2017: Ida Nilsson und Timothy Lee Freriks. Tim ist 2018 nicht mit dabei, aber Ida kommt nach La Palma und will ihren Ultramarathon-Triple versuchen. Foto: La Palma 24

Ida Nilsson wurde am 6. Februar 1981 in Schweden geboren. Schon in jungen Jahren gewann sie zahlreiche Goldmedaillen bei den schwedischen Track & Field- sowie Cross Country-Meisterschaften. 2013 musste die Langstreckenläuferin verletzungsbedingt eine Pause einlegen, aber dann gab sie wieder Gas und feierte ein großes Comeback: Im Winter 2016 holte sie bei den schwedischen Ski Mountaineering-Championships Gold, im Frühjahr 2016 wurde sie die Transvulcania-Ultra-Queen von La Palma. Darauf folgten mehrere Siege bei großen Bergrennen in Schweden, Frankreich und den USA. 2017 setzte sie ihre Erfolgsserie unter anderem mit dem erneuten Transvulcania-Gewinn sowie ersten Plätzen bei der 80-Km-North Face Endurance in Kalifornien, der 90-km-Ultravasan in Schweden und beim 78-km-Swiss Alpine Marathon fort.

 

TRV-News in letzter Minute

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Kurz vorm Start der Transvulcania 2018 noch ein paar Kurzmeldungen. Detaillierte Beschreibungen von den Rennen haben wir in unserer Vorschau aufs 10. Jubiläum der Transvulcania La Palma zusammengefasst. Die TRV-Rennleitung hat inzwischen auch die Liste der besten BergläuferInnen veröffentlicht, die bei den Rennen in dieser Woche unter dem Motto Space Runners antreten. Hier geht es zur Übersicht der Transvulcania Armas.

 

Die Galaxie namens Transvulcania: Spiralgebilde

Eine Galaxie heißt jetzt Transvulcania: Spiralgebilde 70 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Galaktischer Name. Im Mai 2018 feiert die Transvulcania ihren 10. Geburtstag unter dem Motto Space Runners. Diesem Thema zollt nun auch das Gran Telscopio de Canarias (GTC) auf dem höchsten Berg von La Palma Rechnung, indem eine der entferntesten Glaxien im Universum auf den Namen Transvulcania getauft wurde. Die Galaxie liegt rund 70 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und umfasst einige hundert Milliarden Sterne. Das Bild nahmen die beiden Wissenschaftler María Cebrián und Ignacio Trujillo mit dem Osiris genannten Instrument im Grantecan auf. Die leuchtenden Objekte um die Transvulcania-Galaxie auf dem Foto rechts sind keine einzelnen Sterne, sondern weitere galaktische Systeme am Rande des Universums. Das GTC und die Inselregierung haben im Blick auf das 10. Jubiläum des Vulkanruns eine Partnerschaft geschlossen: Dabei wird das größte optische Teleskop der Welt unter anderem Gastgeber der offiziellen Transvulcania-Eröffung 2018 sein.

 

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Schönes Geschenk zum zehnten Jubiläum: 2018 beschließt die ISF, dass die Tranvulcania in den neu geschaffenen Nobel-Kreis der SuperSky Races 2019 aufgenommen wird. Foto: Giovanni Tessicini

Transvulcania 2019 wird SuperSky Race. Kurz vorm Beginn der Transvulcania Naviera Armas 2018 verkündet die Rennleitung bereits gute Nachrichten fürs kommende Jahr. Demnach wird der Tanz über die Vulkane von La Palma 2019 Teil der neu geschaffenen SuperSky Races im Rahmen der Migu Run Skyrunner World Series. In diesen Olymp der Rennen für Bergläufer werden weltweit nur vier Austragungsorte aufgenommen, um Anreize für die Weltelite zu schaffen. Als SuperSky Race soll der Transvulcania-Ultramarathon 2019 viermal so viele Punkte für die Topp-AthletInnen und wesentlich höhere Prämien bringen als bisher. Darüber hinaus qualifizieren sich die ersten sieben der Transvulcania 2019 für das große SkyMaster-Finale, in dem nur die besten BergläuferInnen der Welt antreten dürfen. Mehr dazu auf der Website der International Skyrunning Federation (ISF).

 

ddd

Das Ziel in Los Llanos: wird 2018 erstmals in der Avenida Enrique Meders aufgebaut, um mehr Platz für die Transvulcania-begeisterten Zuschauer zu schaffen.

2018: Änderungen am Start und im Ziel. Die Rennleitung der Transvulcania hat zur Sicherheit der Trailrunner 2018 Änderungen an Start und Ziel des Ultramarathon beschlossen. Anlass dazu gab die Umfrage zur Zufriendheit der Teilnehmer, die jedes Jahr nach den Rennen durchgeführt wird. Zahlreiche Transvulcanier forderten darin eine Lösung für den „gefährlichen Stau auf den ersten Metern des GR 131“ beim Start am Leuchtturm im Süden. Viele Athleten, so die Aussagen in der Umfrage, verließen hier den Wanderweg, um der Ansammlung im umliegenden felsigen Gelände zu entkommen, und liefen dabei Gefahr, sich zu verletzen. Aus diesem Grund werden die Skyrunner am 12. Mai 2018 erstmals die ersten Meter nach dem Leuchtturm auf der asphaltierten Straße zurücklegen, und erst auf den GR 131 einbiegen, nachdem sich der Pulk etwas aufgelöst hat. Als zweite Neuerung bei der Transvulcania wird das Ziel des Ultramarathon in Los Llanos von der Plaza de España in die Avenida Enrique Mederos verlegt. Die Hilfsorganisationen und Physiotherapeuten bauen ihre Zelte in der nahegelegenen Avenida Doctor Fleming auf. Die Rennleitung will so mehr Platz für Zuschauer schaffen, die die TransvulcanierInnen beim Zieleinlauf der Königsklasse auf ihre im internationalen Skyrunning-Zirkus schon legendäre Weise anfeuern.

 

TRV 2018: Busse transportieren die BergläuferInnen und das Publikum.

TRV 2018: Busse transportieren die BergläuferInnen und das Publikum.

Bustransfers bei der Transvulcania 2018. Die Rennleitung der Transvulcania gibt bekannt, dass das Publikum den Startbereich des Ultramarathons am 12. Mai 2018 nur mit dem Bus erreichen kann. Der Transfer ist kostenlos ab Fuencaliente beziehungsweise ab dem Besucherzentrum am Vulkan San Antonio. Alle Infos auf der Transvulcania-Website.

 

Knipsen und gewinnen: TRV-Fotowettbewerb.

Knipsen und gewinnen: TRV-Fotowettbewerb.

Premiere: TRV-Photo-Contest. Zum zehnten Jahrestag der Transvulcania gibt es 2018 erstmals einen Fotowettbewerb. Schnappschüsse von den Rennen können vom 13. bis 20. Mai 2018 eingereicht werden; die Gewinner will die Rennleitung ab dem 20. Juni veröffentlichen. Jeder Teilnehmer darf in einem einzigen E-Mail maximal zwei Fotos an contest@transvulcania.com einsenden, wobei Vor- und Nachname anzugeben sind. Die Bilder sind im JPEG-Format mit einer Auflösung von maximal 2M abzuspeichern – es winken Geldpreise und Tickets von Binter und Armas. Zu den Details der Ausschreibung hier klicken.

 

Immer im Bild: TRV-Events und -Rennen live miterleben.

Immer im Bild: TRV-Events und -Rennen live miterleben.

TRV-Events live. Zum 10. Jahrestag hat die Rennleitung der Transvulcania mehr Übertragungen über die Rennen und Begleitevents als jemals zuvor organisiert. Am Mittwoch, 9. Mai 2018, kann man sich über Facebook Live um 11 Uhr die offizielle Eröffnung im GTC auf dem Roque de Los Muchachos und um 17 Uhr den Transvulcania Talk im Hotel H10 in Los Cancajos ansehen – auf diesem Kanal sind während der TRV immer wieder laufende Bilder von Veranstaltungen angesagt. Am Donnerstag, 10. Mai, wird ab 17 Uhr der Vertical im Streaming-Verfahren auf der TRV-Website ausgestrahlt – damit dies funktioniert, sind zahlreiche Techniker und Speziallisten mit Kameras und Drohnen unterwegs. Gleiches gilt für den Ultramarathon, Marathon und Halbmarathon am Samstag, 12. Mai: Kameras vom Start bis ins Ziel nehmen die BergläuferInnen in den Fokus, wobei im Ultra-Ziel in Los Llanos mehrere Einstellungen zur Verfügung stehen, die der Internet-User frei wählen kann. Selbstverständich berichtet auch das kanarische Fernsehen Televisión Canarias über die Transvulcania, wobei am Samstag von 10 bis 14.15 Uhr gesendet wird. Alle Infos dazu auf der Transvulcania-Website.

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