Newsticker: Nachrichten am 22.8.2018

redpromar-titel-800

Nachrichten am 22.8.2018

Newsticker-Journal-neu-buch

Wussten Sie, dass es ein “Netzwerk fürs Meer” auf den Kanaren gibt? Darüber berichten wir heute und außerdem über ein weiteres Umweltthema: Auf der Isla Bonita wurden wieder bioinvasive Wasserhyazinthen beschlagnahmt. Außerdem gibt es News von der Nachbarinsel Teneriffa, die auch La Palma betreffen: Im Sommer kollabiert der Verkehr im Hafen von Los Cristianos öfter mal wegen totaler Überlastung des Geländes. Und von der Isla Bonita meldet sich Inselpräsident Anselmo Pestana mit guten Nachrichten: Das Heilbad-Projekt an der Fuente Santa geht einen weiteren Schritt in Richtung Realisierung. Und dann haben wir natürlich noch ein paar bunte Meldungen und Ausgehtipps für unsere LeserInnen…

 

Meldungen aus dem Umweltbereich

dd

RedPROMAR: Sichtungen auf allen Inseln, eine App und tolle Poster.

Das Netz der Freunde des Meeres füllt sich. 3875 Fotos von Lebenwesen der kanarischen Unterwasserwelten waren am 21. August 2018 auf der Internetseite RedPROMAR eingestellt. Geliefert werden sie seit einigen Jahren von verschiedenen Organisationen und Einwohnern von allen Inseln, die so Informationen über die submarinen Lebewesen und ihre Verbreitung zur Unterstützung der Wissenschaft zusammentragen. Die von der Kanarenregierung ins Leben gerufene Initiative RedPROMAR entstand, nachdem in den vergangenen Jahren vermehrt Quallen und Mikro-Algen im Bereich des Archipels gesichtet wurden: „Dies war ein Anzeichen für die raschen Veränderungen im Atlantik und zeigte, dass wir noch wenig darüber wissen“, so die Organisatoren. Wer mitmachen will, registriert sich auf der Website von RedPROMAR. Dort findet sich zudem eine Gratis-App für iOS und Android, die neben Sichtungen auch Alarme, Events und mehr anzeigt. Auf der Internetseite sind außerdem ein umfangreicher Artenführer, die bisherigen Beobachtungen sowie ein Ranking der Einsender eingestellt. Last but not least: Inzwischen hat RedPROMAR auch eine schöne Posterserie von submarinen Arten begonnen, die man sich auf Facebook herunterladen kann (siehe Titelfoto). Dort gibt es auch aktuelle Informationen zu Events wie beispielsweise zum Festival del Mar, das vom 27. August bis zum 1. September 2018 zum dritten Mal in Puerto Naos auf La Palma über die Bühne geht.

 

Erst vor ein paar Monaten beschlagnahmte das Inselumweltamt Wasserhyazinthen: Jetzt wurden schon wieder um die 120 dieser bioinvasiven Pflanzen eingezogen. Foto: Cabildo

Erst vor ein paar Monaten beschlagnahmte das Inselumweltamt Wasserhyazinthen: Jetzt wurden schon wieder um die 120 dieser bioinvasiven Pflanzen eingezogen. Foto: Cabildo

120 Wasserhyazinthen: wieder Bioinvasoren beschlagnahmt. Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter des Inselumweltamtes Pflanzen einziehen, die nicht auf La Palma heimisch sind und das hiesige Gleichgewicht der Natur gefährden: In einer Pressemitteilung erklärt das Cabildo jetzt, dass eine blumenkundige Frau an einem Stand der in der vergangenen Woche zu Ende gegangenen Kunsthandwerkermesse in Fuencaliente einige Wasserhyazinthen entdeckt und gemeldet hatte. Daraufhin besuchten die Experten vom Inselumweltamt die Standinhaberin zuhause, fanden dort rund 120 Expemplare der Eichhornia crassipes in zwei Teichen vor und beschlagnahmten sie. Inselumweltrat Juan Manuel González bittet alle Einwohner, die diese Pflanzen unwissentlich zuhause haben, sie abzugeben. Nur so könne diese gefährliche Spezies unter Kontrolle gehalten werden. Die hierzulande Camalote genannte Pflanze stammt aus dem Amazonasgebiet in Südamerika und wurde als Zierde für Aquarien – nicht nur nach La Palma, sondern in viele andere Länder – eingeschleppt. Die Wasserhyazinthe steht im spanischen Katalog für exotische Bioinvasoren, womit der Besitz, Transport und Handel verboten ist.

 

Nachrichten aus Stadt und Land

Los Cristianos: Der Südhafen von Teneriffa (Fotos 1,2 und 3 von oben) ist sehr stark von den Fähren aus La Palma, La Gomera und El Hierro frequentiert und zu gewissen Zeiten völlig überlastet. Als Alternative gibt es das Projekt eines Hafe

Los Cristianos: Der Südhafen von Teneriffa (Fotos 1,2 und 3 von oben) ist sehr stark von den Fähren aus La Palma, La Gomera und El Hierro frequentiert und zu gewissen Zeiten im Blick auf den Verkehrsabfluss völlig überlastet. Als Alternative liegt das Projekt eines Hafens in Fonsalía bei Guía de Isora vor (Modell siehe Foto rechts unten).

Verkehrskollaps im Hafen von Los Cristianos lässt Ruf nach Fonsalía-Alternative lauter werden. Die Internetzeitung El Apurón meldet den zeitweiligen „Kollaps“ im Südhafen Los Cristianos auf Teneriffa. Auch Reisende mit Fahrzeugen von La Palma sind neben Passagieren aus La Gomera und El Hierro davon betroffen und müssen teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Grund: Wenn die Fähren von Fred Olsen und der Naviera Armas im Sommer sehr gut besetzt und manchmal fast zeitgleich ankommen, bilden sich auf dem Gelände vor den Anlegern lange Fahrzeugschlangen aus Autos, Lastwagen und Bussen. Wer den Südhafen von Teneriffa kennt, weiß dass die Ursache dafür das Nadelöhr in Form der einspurigen Straße nach der Hafenausfahrt ist, die nach circa 100 Metern in eine Kreuzung mündet, wo der Verkehrsfluss stoppt. Diese Situation ist nicht neu, hat sich aber nach der Erhöhung des Residentenrabatts auf 75 Prozent für Reisen mit dem Schiff oder Flugzeug zwischen den Inseln noch verschärft: Die günstigen Tickets animieren zum Inselhüpfen, und die Passagierzahlen steigen. Schon im Februar dieses Jahres hatte die Inselpräsidentin von El Hierro, Belén Allende, in einem Antrag an die Kanarenregierung die Sorge geäußert, dass die Kapazität in Los Cristianos vor allem an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien nicht mehr ausreichen könnte. Nach ihren Angaben wurden bereits 2017 rund 1,8 Millionen Passagiere und 400.000 Fahrzeuge durch das Hafengelände geschleust, und sie warnte vor einer steigenden Tendenz. Die aktuellen Zahlen der kanarischen Hafenbehörden belegen die Befürchtung von Allende: Bereits im ersten Halbjahr 2018 wurden im Südhafen von Teneriffa mehr als eine Million Schiffspassagiere gezählt. Inzwischen fordern immer mehr Politiker und auch Unternehmer von La Palma, den projektierten Bau eines Hafens in Fonsalía bei Guía de Isora nördlich von Los Cristianos zu forcieren. Dort soll ein Drehkreuz für den schiffsgebundenen Personen- und Güterverkehr von La Palma, La Gomera und El Hierro entstehen. Los Cristianos – so die Zukunftsvisionen – könnte dann für Kreuzfahrtschiffe sowie für Fischer- und Sportboote genutzt werden. Geschätzte Baukosten des Fonsalía-Projekts: mehr als 200 Millionen Euro.

 

Modell des Thermalbads an der Fuente Santa im Süden von La Palma: Um das ehrgeizige Projekt zu realisieren, müssen als erstes die Bestimmungen im Naturschutzgebiet Teneguía geändert werden. Das Cabildo hat jetzt die erste Teilrevision zur öffentlichen Einsicht vorgelegt.

Modell des Thermalbads an der Fuente Santa im Süden von La Palma: Um das ehrgeizige Projekt zu realisieren, müssen als erstes die Bestimmungen im Naturschutzgebiet Teneguía geändert werden. Das Cabildo hat jetzt die erste Teilrevision zur öffentlichen Einsicht vorgelegt.

Spa-Projekt in Fuencaliente geht voran. Ein weiterer Schritt in Richtung Heilbad an der Heiligen Quelle im Süden von La Palma ist getan: Inselpräsident Anselmo Pestana gab jetzt bekannt, dass die inzwischen getroffenen Vorbereitungen zur erforderlichen Modifizierung der Naturschutzgebiet-Bestimmungen den Fortgang des 6-Millionen-Euro-Projekts mit “absoluter Rechtssicherheit” garantierten. Dazu liegen ab sofort bis zum 22. Oktober 2018 die Teilrevision zum Monumento Natural de los Volcanes de Teneguía und eine Umweltstudie zur öffentlichen Einsicht aus. In dem Bericht heißt es unter anderem, dass die Teilrevision die bestehenden städtebaulichen Vorschriften im Blick auf das geplante Heilbad an der Fuente Santa wahre; diese erlaubten zum Beispiel auch den Betrieb einer Saline, eines Windparks, einer Photovoltaikanlage und einer Fischzucht. In diese Nutzungen würden sich die touristischen Freizeiteinrichungen des Balnearios an der Playa Echentive einreihen. Das Cabildo betont weiter die Vorteile des Projekts im Blick auf die EinwohnerInnen der Isla Bonita: Zum einen könnten auch sie das Thermalbad nutzen, zum andern entstehe ein innovativer und einzigartiger Wirtschaftszweig, der direkt und indirekt Arbeitsplätze und Wohlstand auf der Insel schaffe. Hervorgehoben wird außerdem, dass das Spa-Projekt nicht mit dem Bau von Unterkünften verbunden sei – Übernachtungsmöglichkeiten sollen auf dem Gebiet von Fuencaliente und den angrenzenden Gemeinden auf touristisch geeigneten Grundstücken errichtet werden. Anselmo Pestana betont, dass die Modifizierung keinen Hotelbau vorsehe, gleichwohl schließt er nicht aus, dass nach der Inbetriebnahme des Heilbads ein solches Projekt wieder ins Auge gefasst werden könnte. Das Cabildo orakelt außerdem, dass die Bedeutung der Fuente Santa im Blick auf das allgemeine Interesse und den öffentlichen Nutzen über das Gebiet von La Palma hinausgehen werde. Aus all diesen Gründen sei es „notwendig und angemessen, den Teil des Lavagebiets, durch dessen Untergrund die Galerie verläuft, für die Einrichtung der Infrastruktur des Balnearios ausnahmsweise zu zu gestatten“. Dies bringe zwangsläufig eine außergewöhnliche Umgestaltung mit sich, die den Zielen des Naturschutzes aber nicht entgegenstehe. Die Revisión Parcial número 1 de las Normas de Conservación del Monumento Natural Volcanes de Teneguía kann auf der Website des Cabildos eingesehen werden.

 

Die Caldera de Taburiente: Im Nationalpark von La Palma waren

Die Caldera de Taburiente: Im Nationalpark von La Palma waren 2017 mehr als eine halbe Million Wanderer unterwegs. Foto: La Palma 24

Immer mehr Besucher in der Caldera. In der Caldera de Taburiente auf La Palma wurden im vergangenen Jahr rund 525.000 Gäste gezählt – 2015 waren es noch 445.000, und 2016 stieg die Zahl auf rund 509.000 an. Diese Erhebung legte jetzt das spanische Miniserium für ökologischen Wandel Ministerio de Transición Ecológica (MITECO) vor. Mehr über die Nationalparks in Spanien findet man auf der Internetseite des Umweltministeriums.

 

Fußgängerzone Los Llanos weiter im Ausbau. Wer derzeit durch die Avenida Venezuela in Los Llanos spaziert, sieht ab der Hälfte schwarze Bauzäune – der Zugang zu den Geschäften in diesem Bereich ist allerdings frei. Hier wird die zweite Phase des fußgängerfreundlichen Ausbaus realisiert. Diese Neugestaltung der sogenannten Zona Comercial Abierta (ZCA) wird aus Geldern des Kanarischen Entwicklungsfonds Fondo de Desarrollo de Canarias (FDCAN) bezahlt.

 

Langeweile am Strand? Da hilft Lesen mit Büchern aus der Biblioplaya. Foto: Santa Cruz

Langeweile am Strand? Da hilft Lesen mit Büchern aus der Biblioplaya. Foto: Santa Cruz

Bunte Meldungen von der Isla Bonita

Sommerbibliothek an der Playa. Am Strand von Santa Cruz steht noch bis zum 29. August 2018 ein Kiosko für Leseratten: Bücher für alle Altersstufen – natürlich nur auf Spanisch – fkönnen in dieser Bibioteca de Verano ausgeliehen werden. Der Bereich der Bibiloplaya findet sich gegenüber den Häusern mit den schönen Blumenbalkonen. Außerdem gibt es derzeit am Hauptstadtstrand sowohl morgens als auch nachmittags Workshops für jung und alt.

 

Santa Catalina: Nachtführungen durchs Castillo.

Santa Catalina: Nachtführungen durchs Castillo.

Nächtliche Touren durch die Burg. Die Stadt Santa Cruz veranstaltet am 20. und 27. August 2018 Führungen durchs Castillo de Santa Catalina. Die beiden Veranstaltungen in der alten Verteidigungsanlage der Hauptstadt sind an diesen Montagen gratis und beginnen jeweils um 21.30 Uhr. Mehr übers Castillo auf Facebook.

 

Ausgehtipps zum Wochenende

Fiesta de la Vendimia in Fuencaliente: Folklorenacht!

Fiesta de la Vendimia in Fuencaliente: Folklorenacht!

Kanaren-Folklore in Fuencaliente. Die beliebte Formation Olga Cerpa y Mestisay gastiert im Süden von La Palma: Am Sonntag, 26. August 2018, erklingt das Folklorekonzert im Rahmen der Weinlese-Feste in Fuencaliente. Beginn: 21.30 Uhr.

 

Bauernmarkt in Puntagorda feiert Geburstag. Zum 16. Wiegenfest des Mercadillo in Puntagorda gibt es am Wochenende, 25./26. August 2018, ein buntes Rahmenprogamm während des Marktgeschehens: Am Samstag spielt ab 17 Uhr die Grupo Época, und am Sonntag gastieren ab 12 Uhr Alma de Timple und die Grupo Fuerza.

Aber das ist natürlich noch lange nicht alles: Viele Veranstaltungen mehr für alle Fans von Musik und Fiestas finden sich auf der Eventseite des La Palma 24-Journals.

 

Artikel powered by Google

Artikel kommentieren

E-Mail-Adesse wird nicht veröffentlicht


X

Newsletter anmelden

Email Adresse
Vorname
Nachname