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Es ist vielleicht nicht die beste Zeit aller Zeiten, in der ich lebe, aber es ist meine Zeit
Oscar Wilde

La Palma Nachrichten am 9.8.2019

9. August 2019 Gudrun Jetzt ersten Kommentar schreiben!

Agaven, Lampenputzergras oder Wasserhyazinthen sind eingeschleppte Pflanzen, die auf La Palma Sorgen machen: Jetzt soll ein(e) InspektorIn diese Gefahren schon im Vorfeld abwehren. Weitere Nachrichten heute: Eine Uni auf der Insel, Strom aus Windkraft, das Freizeitzentrum Mendo, das TMT, die Lage der kanarischen Landwirtschaft, die Jungunternehmer-Organisation Juvempal, das Festival Internacional Canarias Artes Escénicas und mehr...

La Palma 24-Newsticker

Wasserhyazinthen: Mitarbeiter des Inselumweltamtes bei der Beschlagnahmung. Foto: Cabildo

Kampf dem Lampenputzergras: Auf der ganzen Insel sind Trupps unterwegs, um die inzwischen kaum mehr kontrollierbare Ausbreitung des Rabo de Gato einzudämmen. Foto: Cabildo

Kampf den Bioinvasoren: bessere Kontrollen im Hafen

Auf der Insel wird die Stelle eines Inspector de Sanidad Vegetal eingerichtet, die ein(e) AgraringenieurIn innehaben soll. Wie die Coalición Canaria jetzt mitteilte, hat die palmerische Abgeordnete Guadalupe González Taño dies im Kongress in Madrid durchgesetzt.

Der/die künftige PflanzenschutzinspektorIn soll die Kontrollen verbessern, und dabei insbesondere das Eindringen von Bioinvasoren auf die Isla Bonita schon im Hafen verhindern.

Außerdem haben sich laut Taño die Vorschriften für den Export von Protheen und Avocados geändert, so dass nun mehr Zertifizierungen ausgestellt werden müssen. Bisher führen Experten aus Teneriffa diese Inspektionen durch, indem sie einmal wöchentlich nach La Palma reisen.

Inselpräsident liebt Veränderungen

Der Inselpräsident von La Palma tritt ab sofort als Mariano H. Zapata auf. Dies hat er dieser Tage in den sozialen Netzwerken gepostet, und seit gestern wird er auch in den offiziellen Pressemitteilungen so benannt. Mit vollem Namen heißt der junge Cabildo-Chef Mariano Hernández Zapata - warum er nun die Kurzform wählt, teilte er nicht mit.

Ein Grund könnte sein, dass der Präsident von La Palma in den sozialen Netzwerken einige Namensvettern hat. Oder er mag einfach Veränderungen. Schließlich hat Mariano H. Zapata sein Amt ja auch unter dem Motto #Cambiemos La Palma angetreten.

Studieren auf der Isla Bonita?

Mariano H. Zapata liebäugelt mit einem "Universitätsgelände" auf der Isla Bonita: Als ersten Schritt auf diesem Weg hat der Inselpräsident sich jetzt mit der Rektorin der Universität La Laguna (ULL) auf Teneriffa, Rosa Aguilar, ins Benehmen gesetzt und ein Arbeitstreffen zum Beginn des neuen Semesters vorgeschlagen: „Die ULL ist ein Schlüsselelement, um die Grundlagen für die zukünftige Entwicklung einer Hochschule auf unserer Insel zu schaffen“.

Ein Teil der Universität La Laguna auf Teneriffa: Nur wenn die "Mutter" mitspielt, kann es ein "Kind" auf La Palma geben. Foto: ULL

Die „Uni La Palma“ soll Studierwillige auf der Insel halten und aus anderen Orten anziehen, wobei das Alter keine Rolle spiele. „Eines der Hauptziele unserer Regierung ist, den wirtschaftlichen und sozialen Bereich so zu gestalten, dass die EinwohnerInnen nicht auswandern“, so der Präsident. „Dazu gehört, die Wirtschaft zu diversifizieren und zu dynamisieren sowie das Bildungsangebot zu erhöhen.“ Inselerziehungsrätin Susana Machín erklärte, dass jedes Jahr eine große Anzahl von StudentInnen aus La Palma an der ULL eingeschrieben seien. Schon jetzt gewähre das Cabildo Stipendien für das Studium und für die Unterbringung.

Windenergie auf La Palma: Nicht nur die Endesa ist auf diesem Kurs - es gibt auch ein Projekt der Inselregierung für eine "neue Energiekultur". Foto: La Palma Renovable

Halbjahresbilanz der Endesa-EGPE-Windräder auf La Palma

Die beiden Windparks der Endesa auf La Palma haben im ersten Halbjahr 2019 etwas mehr als 6.927 Megawattstunden (MWh) elektrische Energie produziert. Wie das Versorgungsunternehmen weiter mitteilte, entspricht dies der Versorgung von 3.973 Haushalten mit Strom.

Die Anlage in Fuencaliente erzeugte 4.665,8 MWh – die in Garafía 2.261,8 MWh. Die Endesa hält auf den Kanaren über ihre Tochter Enel Green Power España (EGPE) Anteile an 15 Windkraftanlagen. In diesen wird zusammen mit öffentlichen und privaten Eignern eine Leistung von 63,7 Megawatt genutzt.

Damit war es möglich, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 69.850 Megawattstunden Strom zu produzieren – das entspricht dem Verbrauch von 40.000 Haushalten.

Freizeitzentrum Mendo: Baubeginn steht kurz bevor

Das Cabildo hat jetzt die Arbeiten zum Bau des Centro Ambiental y Recreativo de Mendo an die Firma Tecyr vergeben. Im Naturschutzgebiet Tamanca auf der Gemarkung von El Paso entsteht ein Umwelt- und Freizeitzentrum mit astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten und einer Startrampe für Gleitschirmflieger. Das 3,2 Millionen-Projekt hat eine geplante Ausführungszeit  von 16 Monaten. Vor einigen Jahren war Mendo eine Mülldeponie mit Verbrennungsanlage.

Regionalregierung sagt, "TMT-Bau auf La Palma sehr wahrscheinlich" – Aktion "Jam 4 Maunakea" in den sozialen Medien

Nachdem das Konsortium zum Bau des Thirty Meter Telescopes (TMT) die Baugenehmigung in Puntagorda beantragt hatte, riet der Bürgermeister der Nordwestgemeinde nun, die Hoffnungen nicht allzu hoch zu schrauben: „Das ist keine Garantie dafür, dass schließlich auch auf La Palma gebaut wird – wir sind und waren immer Plan B.“ Der Rathauschef von Puntagorda bestätigt jedoch, dass die Lizenz inklusive des noch fehlenden Umweltgutachtens bis Mitte September 2019 vorliegen soll. Der Sprecher der Kanarenregierung, Julio Pérez, erklärte allerdings am 9. August 2019, dass die Installation des 30 Meter-Teleskops auf La Palma "sehr wahrscheinlich" erscheint.

Julio Pérez sagte dies im Anschluss an die Sitzung des Regionalregierungsrates. Um die rasche Erledigung der Formalitäten zu fördern und administrative Hindernisse zu beseitigen, ist am Dienstag, 13. August 2019, auf La Palma ein Treffen der Zuständigen geplant. Diese hatten auf Insel-, Regional- und Landesebene bereits in der vergangenen Woche angesagt, dass alle Dokumente bis „Ende September“ bereit seien.

Inzwischen hat die kanarische Umweltgruppe Ben Magec-Ecologistas en Acción angekündigt, "alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den TMT-Bau auf La Palma zu verhindern".

Sollte der bevorzugte Standort Hawaii scheitern, unterstreicht Inselpräsident Mariano H. Zapata immer wieder, dass „La Palma die klare Alternative für den Bau des Riesenteles sei: „Zu den wirtschaftlichen Vorteilen gehören zum Beispiel, dass durch das TMT 150 direkte und mehr als 300 indirekte Arbeitsplätze auf der Insel geschaffen würden“.

Der Baubeginn des 1,4 Milliarden-Projekts auf Hawaii wird jedoch seit fast vier Wochen von erbitterten Gegnern aus der indigenen Bevölkerung verhindert: Sie blockieren die Straße zum geplanten Standort des TMT auf dem für sie heiligen Berg Mauna Kea.

Jetzt haben sie die Aktion Jam 4 Maunakea gestartet, bei der am Sonntag, 11. August 2019, weltweit in den sozialen Netzwerken protestiert werden soll. Es gibt sogar schon Mauna Kea-T-Shirts. Mehr im Internet unter Protect Mauna Kea.

Bei alldem darf nicht vergessen werden, dass das TMT-Konsortium nach wie vor bevorzugt am Standort Hawaii bauen will. Und dafür gibt es ebenfalls viele Befürworter.

Jetzt haben die Bauherren auf der Pazifikinsel eine Fernsehkampagne gestartet, um Unterstützung für das umstrittene Projekt zu gewinnen. Auf der TMT-Facebookseite sind der 30-Sekunden-Werbespot und mehr Statements der Befürworter zu sehen.

Modell Thirty Meter Telescope: Das Tele der neuesten Generation hat einen 30 Meter-Primärspiegel. Foto: TMT

Die TMT-Gegner auf Hawaii denken nicht ans Aufgeben: Seit vier Wochen blockieren sie die Straße am Mauna Kea für Baufahrzeuge. Screenshot aus einem Video der Bewegung Protect Mauna Kea

TMT-Befürworter auf Hawaii: Ihre Statements und Bilder wie dieses Foto finden sich auf der Facebookseite des Konsortiums.

Alicia Vanoostende zur Lage der kanarischen Bauern und Fischer

Die ehemalige Tourismusrätin von La Palma – Alicia Vanoostende - ist jetzt Regionalministerin für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, und sie hat keinen leichten Job übernommen.

Bei ihrem ersten Besuch bei den Tomatenproduzenten in La Aldea de San Nicolás auf Gran Canaria hörte sie sich die Furcht der kanarischen Erzeuger im Blick auf den Brexit an. Grund: Von den Kanaren werden rund 50 Prozent der Produktion ins Vereinigte Königreich exportiert; geringere Mengen gehen unter anderem in die Niederlanden oder Deutschland.

In einem Gespräch mit der Internetzeitung El Día, ging die Ministerin auf weitere Probleme ein: Der Primärsektor auf den Kanarischen Inseln befinde sich in einer Krise, da die Löhne „niedrig und unsicher“ seien und ein Generationenproblem herrsche. Im Blick auf Fördermittel für Landwirte, Viehzüchter und Fischer sagte die Kanarenministerin, dass EU-Hilfen wie beispielsweise das POSEI-Programm verteidigt werden müssten. (POSEI steht für Programme zum Ausgleich von Problemen, die auf die abgelegene Lage der Randgebiete Europas zurückzuführen sind.)

Alicia Vanoostende bei den Tomatenproduzenten: Angst vorm Brexit - Foto: GobCan. Aber es gibt EU-Hilfen. Die Regionalministerin wies darauf hin, dass 12,6 Millionen Euro zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe aus dem EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums gewährt werden. Alle Infos dazu finden sich im Amtsblatt der Kanarischen Inseln Nummer 124 vom 1. Juli 2019.

Unternehmerische Inseljugend schließt sich zusammen

Immer mehr junge Leute auf La Palma setzen auf Selbständigkeit und wissen, Einigkeit macht stark: In diesem Sinne haben JungunternehmerInnen jetzt den Verband Juvempal ins Leben gerufen, um ihre Interessen gemeinsam wahrzunehmen.

Bei einem Besuch im Cabildo haben die für Ausbildung und Jugend zuständigen Inselrätinnen Susana Machín und Nieves Hernández die VertreterInnen zu dieser Initiative beglückwünscht. Welche Bedeutung dem unternehmerischen Nachwuchs beigemessen wird, zeigte sich auch darin, dass La Palma-Senator Sergio Matos und der Regionalabgeordnete Manuel Abrante das Treffen in der Casa Salazar mit ihrer Anwesenheit beehrten. Alle gemeinsam diskutierten über Möglichkeiten der künftigen Zusammenarbeit. Einer der Vorschläge von Juvempal war, bereits an den Schulen eine „unternehmerische Kultur“ zu fördern. Foto: Cabildo

Weinlese 2019 beginnt bald in Mazo

Mitte August 2019 beginnt die Vendimia in Mazo. Die Geschäftsführerin des Kontrollrats für Weine mit dem DO-Ursprungssiegel La Palma, Eva Hernández, ist im Blick auf die zu erwartende Traubenmenge jedoch nicht sehr optimistisch. Sie geht davon aus, dass die Lese quantiativ „weit unter“ dem Etrag von 2018 bleiben werde. Grund: Der Winter war nicht kalt und der Sommer nicht heiß genug. Im vergangenen Jahr brachten die palmerischen Winzer des DO-Verbandes 1,3 Millionen Kilo Uvas in die Kellereien. Foto: DO-Kontrollrat

CIT führt weiterhin die i-Punkte in Garafía

Der touristische Unternehmerverband CIT Tedote und die Gemeinde Garafía haben den Vertrag zur Geschäftsführung der Tourismusbüros in Las Tricias und Lllano Negro um vier Jahre verlängert. Geschäftsführer Jorge Miranda sagte, dass diese Laufzeit auch auch langfristige Projekte ermögliche. In den beiden i-Punkten im Nordwesten der Insel fragten dem CIT zufolge allein im ersten Halbjahr 2019 annähernd 10.000 TouristInnen um Rat nach; insgesamt zählte man hier seit 2016 knapp 86.000 BesucherInnen. Geboten werden Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Dienstleistungen in der Region. Fotos links: Gemeinde Garafía

Bunte Meldungen nicht nur von der Isla Bonita

Leonardo di Caprio postet ein Foto von den Kanaren

Screenshot von Leonardo di Caprios Instagarmm-Account: Schildkröte mit unfreiwilligem Gepäck vor der kanarischen Küste. Er ruft auf, sich Organisationen anzuschließen, die Kunststoffen ein Konta geben.

Bei dieser Nachricht stellte sich die Frage, ob sie zu den „bunten“ oder zu den „informativen“ News gehört. Denn der Schauspieler Leonardo di Caprio hat auf seinem Instagramm-Account eine junge Schildkröte gepostet, die mit einem alten Fischernetz und allerlei Abfällen im Schlepptau vor der kanarischen Küste im Atlantik paddelt.

Der umweltbewusste Promi prangert damit nicht nur die Verunreinigung der Ozeane mit Plastik im Allgemeinen an. Ganz konkret kritisiert di Caprio die "Jahrzehnte-alten" US-amerikanischen Vorschriften, und dass die Kunststoffindustrie in Amerika ihre Produktion bis 2025 mindestens um 35 Prozent erhöhen will.

Festival Internacional Canarias Artes Escénicas

Schöne Aussichten: Die neuesten Trends in der darstellenden Kunst sind demnächst auf den Kanarischen Inseln zu sehen. Im Rahmen des Festival Internacional Canarias Artes Escénicas (CAE) gastieren fünf Kompanien mit international bekannten Stücken auf Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma. Mit dabei sind unter der künstlerischen Leitung von José Afonso das Theater Tol, Nuria Espert y La Tempestad, Un poyo rojo, The Opera Locos und das Titiritrán Teatro. Nach La Palma ins Teatro Circo de Marte in Santa Cruz kommen am Samstag, 30. September 2019, Nuria Espert & La Tempestad und am Sonntag, 3. November 2019, The Ópera Locos. Alle weiteren Infos auf der CAE-Internetseite.

La Palma Ausgehtipps zum Wochenende

Am gestrigen Donnerstag feierten junge Leute in Santa Cruz das Festival Jierve Jierve, wobei sie zeigten, was sie alles draufhaben. Aber das war noch lange nicht alles - die Party geht noch das ganze Wochenende weiter. In unserem Veranstaltungskalender informieren wir darüber, über die Sommerfiestas, die derzeit laufen und vieles mehr.

Von Gudrun Bleyhl

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