
Foto: Andrea Jährlich, Ende März 2026
+++ Risco de la Concepción: Anpassung der Regelungen vorgesehen +++ Neue Konzepte für die Küste zwischen Puerto Naos und Charco Verde +++ Schonende Glaukom-Behandlung jetzt auf La Palma möglich +++ TMT: Vorschlag für Wissenschaftszentrum in Santa Cruz +++
Risco de la Concepción: Anpassung der Regelungen vorgesehen

Foto: Heidrun Schumann
Der Inselrat von La Palma will die Schutzregeln für das Naturdenkmal Risco de la Concepción überarbeiten. Dafür wurde jetzt offiziell der Auftrag vergeben, die bisherigen Vorgaben neu zu schreiben.
Hintergrund ist, dass die aktuellen Bestimmungen teilweise veraltet sind und nicht mehr gut zu den heutigen Gegebenheiten passen.
Der Risco de la Concepción geh ört zu den bekanntesten Aussichtspunkten oberhalb von Santa Cruz de La Palma und ist landschaftlich wie geologisch besonders wertvoll. Genau deshalb geht es darum, den Schutz zu verbessern, ohne die Nutzung im Umfeld komplett einzuschränken.
Geplant ist unter anderem:
- klare Vorgaben für zulässige Aktivitäten
- Maßnahmen zur Pflege und Wiederherstellung der Natur
- besserer Schutz vor möglichen Schäden
Neue Konzepte für die Küste zwischen Puerto Naos und Charco Verde

Für den Küstenabschnitt zwischen Puerto Naos und Charco Verde gibt es neue Planungen. Der Inselrat von La Palma hat dafür das Verfahren für einen touristischen Sonderplan (IPST) auf den Weg gebracht, nachdem die Umweltkommission grünes Licht gegeben hat.
Vorgesehen ist die Entwicklung von sechs Flächen mit zusammen rund 27 Hektar. Dort könnten bis zu 1.100 Gästebetten entstehen, etwa in Hotels oder Apartmentanlagen. Die rechtliche Grundlage schafft das Cabildo, gebaut werden soll später durch private Investoren.

Gleichzeitig sind klare Grenzen gesetzt: Vorgaben zur Gebäudehöhe und zur Nutzung erneuerbarer Energien gehören ebenso dazu wie der Erhalt der Landwirtschaft. Mehr als 60 Prozent der Fläche sollen weiterhin für den Bananenanbau genutzt werden.
Der Küstenabschnitt liegt in der Gemeinde Los Llanos de Aridane und zählt zu den Bereichen, die nach dem Vulkanausbruch neu geordnet werden.
Als nächster Schritt muss die Gemeinde die erforderlichen Gutachten und Stellungnahmen einholen.
Neue, schonende Glaukom-Behandlung jetzt auf La Palma möglich

Foto: Gobierno de Canarias / Servicio Canario de la Salud
Am Hospital Universitario de La Palma wird ab sofort ein neues Verfahren zur Behandlung von Glaukom eingesetzt. Dabei wird ein winziges Implantat ins Auge eingesetzt, das den Abfluss der Augenflüssigkeit verbessert und so den Augeninnendruck senkt – schonend, ohne größere Operation und mit kurzer Erholungszeit.
Mit dieser Technik gehört das Krankenhaus zu den ersten Einrichtungen auf den nicht-hauptstädtischen Inseln, die sie anbieten. Für Betroffene entfällt damit die Verlegung in ein Referenzzentrum, zugleich können Eingriffe schneller erfolgen.
Das eingesetzte System iStent Infinite eignet sich auch für frühe und mittlere Krankheitsstadien, in denen operative Maßnahmen bislang oft nicht infrage kamen.
Das Glaukom ist eine chronische Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigt und weltweit als häufigste Ursache für irreversible Erblindung gilt. Da sie häufig lange unbemerkt verläuft, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend.
TMT auf La Palma: Vorschlag für Wissenschaftszentrum im ehemaligen Postgebäude

Foto: Heidrun Schumann
Im Zuge der möglichen Ansiedlung des internationalen Teleskopprojekts Thirty Meter Telescope (TMT) auf La Palma hat Pedro Rodríguez Castaño einen Vorschlag an die kanarische Regierung, den Inselrat und die Stadtverwaltung von Santa Cruz de La Palma gerichtet.
Er regt an, das ehemalige Postgebäude der Hauptstadt künftig als administrative, wissenschaftliche und öffentlichkeitswirksame Einrichtung im Zusammenhang mit dem Projekt zu nutzen. Das Gebäude könne durch seine zentrale Lage und seine repräsentative Bedeutung dazu beitragen, Forschung und Bevölkerung stärker miteinander zu verbinden und zugleich das Stadtzentrum zu beleben.
Hintergrund ist die mögliche Realisierung des Teleskops am Observatorio del Roque de los Muchachos. Die spanische Regierung hat hierfür bereits eine Investition von bis zu 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Nach Ansicht Rodríguez Castaños bietet der Vorschlag mehrere Vorteile: die Aufwertung eines markanten Gebäudes, wirtschaftliche Impulse im Bereich wissensbasierter Dienstleistungen sowie eine stärkere internationale Positionierung von Santa Cruz als Standort für Forschung und Kultur. Zudem könnte ein solcher Ort die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an Bevölkerung und Besucher fördern.
Die Initiative versteht er als ergänzenden Beitrag zur strategischen Planung rund um das TMT-Projekt. Voraussetzung für eine Umsetzung seien jedoch weitere technische und organisatorische Prüfungen.
Von La Palma 24


















