
Foto: Heidrun Schumann, Sonntag 06.09.2026
+++ La Palmas Wasserspeicher nur noch zu 51 Prozent gefüllt +++ Meeresforschungszentrum in Tazacorte: Die neue Unterwasserwelt vor La Palmas Küste +++ Parkplatz im Zentrum von Los Llanos neu hergerichtet +++
La Palmas Wasserspeicher nur noch zu 51 Prozent gefüllt

Foto: Heidrun Schumann, Sonntag 06.09.2026
La Palmas öffentliche Wasserspeicher sind zum 1. September nur noch zu 51 Prozent gefüllt. Anfang Juli waren es noch 73 Prozent. Innerhalb von zwei Monaten sank die gespeicherte Wassermenge von knapp 3,59 auf rund 2,53 Millionen Kubikmeter.
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Besonders stark ging der Bestand in der Laguna de Barlovento zurück. Der größte Speicher der Insel fiel von 75 Prozent Anfang Juli auf derzeit 42 Prozent. Auch die Balsa de Vicario in Tijarafe verlor deutlich und liegt aktuell bei 45 Prozent.
Die 51 Prozent sind allerdings nur ein Durchschnitt. Bediesta in San Andrés y Sauces ist noch zu 86 Prozent gefüllt, Dos Pinos in Los Llanos zu 84 Prozent. Deutlich niedriger liegen Montaña de Arco mit 26 Prozent, La Caldereta mit 27 Prozent und El Paso mit 34 Prozent.

Foto: Heidrun Schumann, Sonntag 06.09.2026
Mehr Wasser als vor einem Jahr
Trotz des starken Rückgangs im Sommer ist die Ausgangslage besser als im September 2025. Damals waren die zwölf erfassten Speicher zusammen nur zu 34 Prozent gefüllt.
Da inzwischen die Balsa de El Paso zusätzlich in der Statistik erscheint, lassen sich die heutigen 13 Anlagen nicht direkt mit dem Vorjahr vergleichen. Berücksichtigt man nur die damals erfassten Wasserspeicher, steht derzeit rund 53 Prozent mehr Wasser zur Verfügung als vor einem Jahr.
Meeresforschungszentrum in Tazacorte: Die neue Unterwasserwelt vor La Palmas Küste

Foto: Proyecto DELTA
Vor der Westküste La Palmas entsteht auf den jungen Lavaflächen des Tajogaite neues Leben. Wissenschaftler untersuchen dort, welche Arten zurückkehren, wie schnell sich der Meeresboden besiedelt und wie sich das Ökosystem verändert.
Für diese Forschung gibt es nun eine feste Basis: Am Donnerstag wurde im Hafen von Tazacorte das Meeresforschungszentrum BECOMAR offiziell eröffnet.
Dabei geht es längst nicht nur um Tauchgänge und sichtbare Veränderungen. Unterwassergleiter messen Temperatur, Sauerstoff, Salzgehalt oder Chlorophyll, Hydrophone zeichnen die Geräuschkulisse unter Wasser auf, ferngesteuerte Fahrzeuge liefern Bilder aus größeren Tiefen und über Umwelt-DNA lässt sich feststellen, welche Arten genetische Spuren im Wasser hinterlassen.
Fische, Weichtiere und andere Lebewesen geben ständig winzige biologische Spuren an ihre Umgebung ab. Über diese sogenannte Umwelt-DNA, kurz eDNA, können Arten nachgewiesen werden, selbst wenn sie bei einem Tauchgang nicht direkt zu sehen sind.

Bei den bisherigen biologischen Untersuchungen wurden rund 1.100 Beobachtungen erfasst und 79 Arten identifiziert. Besonders in den flacheren Bereichen schreitet die Besiedlung voran. Algen und andere am Meeresboden lebende Organismen haben begonnen, die jungen Lavaflächen zu besiedeln.
Für die Wissenschaft ist die Entwicklung besonders interessant: Der Zeitpunkt, an dem der neue Meeresboden durch den Tajogaite-Ausbruch entstand, ist genau dokumentiert. Dadurch lässt sich über Jahre verfolgen, welche Organismen zuerst auftauchen, welche später folgen und wie sich daraus ein zunehmend vielfältiger Lebensraum entwickelt.
Autonome Glider durchqueren dafür das Untersuchungsgebiet und sammeln Messdaten in unterschiedlichen Tiefen. Einige können bis auf 1.000 Meter hinabtauchen. Hydrophone ergänzen die Untersuchungen und liefern unter anderem Hinweise auf Wale und Delfine.
Das Forschungsinteresse reicht jedoch über die Lavadeltas hinaus. Vor Fuencaliente tritt an einigen Stellen auf natürliche Weise CO₂ aus dem Meeresboden aus und verändert dort die Chemie des Meerwassers. Wissenschaftler können untersuchen, wie Algen und andere Meeresorganismen auf stärker versauerte Bedingungen reagieren.
Damit bietet La Palma zwei sehr unterschiedliche Forschungsgebiete: die junge vulkanische Unterwasserlandschaft im Westen und natürlich durch CO₂ beeinflusste Meeresbereiche im Süden.

Foto: Weiskircher
BECOMAR stellt dafür Labore, Arbeitsbereiche sowie Infrastruktur für Taucher und Unterwassertechnik zur Verfügung. Neben Biodiversität und Vulkanismus gehören auch Klimawandel, Ozeanversauerung und marine Biotechnologie zu den vorgesehenen Forschungsfeldern.
Mehr als 1,7 Millionen Euro flossen in wissenschaftliche Ausstattung, Forschungskampagnen und die Einrichtung des Zentrums. Auch Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen sollen die Anlage für Projekte auf La Palma nutzen können.
Damit erhält die Untersuchung der jungen Unterwasserlandschaft vor La Palma nun eine feste Basis. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich Forschung und eine möglichst ungestörte natürliche Entwicklung miteinander vereinbaren lassen.
Parkplatz im Zentrum von Los Llanos neu hergerichtet

Foto: Heidrun Schumann
Wer im Zentrum von Los Llanos einen Parkplatz sucht, kennt die Fläche zwischen Calle Convento und Calle Cabo. Der stark genutzte Parkplatz wurde in den vergangenen Tagen neu hergerichtet.
Die Arbeiten umfassten die Reinigung und Einebnung des Areals, eine Erneuerung des Belags sowie eine bessere Kennzeichnung der Stellplätze.
Das Parkplatzproblem in Los Llanos löst die Maßnahme nicht. Zumindest lässt sich die stark genutzte Parkfläche im Zentrum nun übersichtlicher nutzen.
Von La Palma 24














