
Foto: Dieter Weiskircher
+++ La Palma stärkt soziale Projekte in den Gemeinden mit einer Million Euro +++ Agrarverbände fordern schnelleren Wiederaufbau der Vulkanflächen auf La Palma +++ MV Hondius vor Granadilla: Ausschiffung der Passagiere läuft +++
La Palma stärkt soziale Projekte in den Gemeinden mit einer Million Euro

Foto: Dieter Weiskircher
Das Cabildo von La Palma stellt rund eine Million Euro bereit, um soziale Projekte in den Gemeinden der Insel zu unterstützen. Mit den Mitteln sollen vor allem Angebote für ältere Menschen, Pflegebedürftige sowie Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen verbessert werden.
Besonders ländliche Gemeinden wie Tijarafe, Puntagorda, Garafía, Barlovento, San Andrés y Sauces und Fuencaliente erhalten zusätzliche Unterstützung, da dort viele ältere Menschen leben und die Wege zu sozialen und medizinischen Angeboten oft deutlich weiter sind.
Nach Angaben des Cabildos können die Gemeinden mit dem Geld unter anderem soziale Einrichtungen und Dienstleistungen ausbauen oder verbessern. Jede Gemeinde erhält dabei mindestens 15.000 Euro für Projekte im Bereich Betreuung und Schutz von Minderjährigen in psychosozialen Risikosituationen.
Die restlichen Mittel werden entsprechend der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinden verteilt. Ziel sei es, die soziale Betreuung auf der gesamten Insel weiter zu stärken und die Gemeinden bei ihrer Arbeit zu entlasten.
Agrarverbände fordern schnelleren Wiederaufbau der Vulkanflächen auf La Palma

Archivfoto: Heidrun Schumann
Mehrere kanarische Agrarverbände haben im Parlament der Kanaren deutlich mehr Tempo beim landwirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem Vulkanausbruch auf La Palma gefordert. Vertreter von Asaga, COAG, UPA und Palca kritisierten Verzögerungen, fehlende Koordination und unklare Vorgaben bei der Umsetzung der bisherigen Maßnahmen.
Besonders betroffen sei weiterhin das Aridane-Tal, wo der Vulkan Tajogaite im Jahr 2021 rund 300 Hektar landwirtschaftliche Fläche – vor allem Bananenplantagen – zerstörte.
Nach Angaben der Verbände hat etwa die Hälfte der betroffenen Landwirte bereits mit dem Wiederaufbau begonnen oder plant diesen. Viele andere zögern jedoch weiterhin wegen fehlender Klarheit bei öffentlichen Hilfen und deren Umsetzung.
Gefordert werden unter anderem Einkommenshilfen bis zur ersten Ernte, um die Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen zu verhindern. Gleichzeitig kritisierten die Verbände schleppende Verwaltungsverfahren und fehlende Planungssicherheit.
Auch die schwierige Lage der Viehhalter wurde angesprochen. Mehrere Vertreter mahnten zudem mehr Transparenz und eine langfristige Strategie an. Ohne besser koordinierte Maßnahmen könne sich der vollständige Wiederaufbau der betroffenen Gebiete noch viele Jahre hinziehen.
MV Hondius vor Granadilla: Ausschiffung der Passagiere läuft

Foto: Christiaan Luteijn / Oceanwide Expeditions
Das Expeditionsschiff „MV Hondius“, auf dem ein Hantavirus-Ausbruch festgestellt wurde, hat am Sonntagmorgen die Kanaren erreicht. Das Schiff liegt vor der Küste von Granadilla auf Teneriffa vor Anker.
Die Passagiere wurden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen schrittweise mit kleineren Booten an Land gebracht und von dort weiter zum Flughafen transportiert. Zuerst verließen die spanischen Reisenden das Schiff, danach erfolgte die Ausschiffung weiterer Passagiere nach Nationalitäten gestaffelt. Nach bisherigen Angaben laufen Teile der Rücktransporte auch am heutigen Montag weiter.
Die kanarische Regierung hatte die Ankunft des Schiffes zuvor kritisiert und auf fehlende Kapazitäten sowie notwendige Gesundheitsmaßnahmen hingewiesen. Nach Angaben der Behörden verlief die Evakuierung bisher kontrolliert und ohne größere Probleme.
Rund um die „MV Hondius“ gibt es seit Tagen internationale Aufmerksamkeit. Die Gesundheitsbehörden betonen weiterhin, dass für die Bevölkerung derzeit nur ein geringes Risiko bestehe.
Von La Palma 24


















