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+++ Kanaren fordern Notfallplan wegen möglicher Engpässe bei Flugtreibstoff +++ Cumbre-Tunnel: Vorschlag zur schnellen Erhöhung von Sicherheit und Nutzung +++ Los Llanos modernisiert Wasserversorgung in der Avenida Enrique Mederos +++
Kanaren fordern Notfallplan wegen möglicher Engpässe bei Flugtreibstoff

Foto: Heidrun Schumann
Die kanarische Regierung hat am Montag den spanischen Staat aufgefordert, die Inseln in mögliche Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen einzubeziehen. Anlass sind wachsende Sorgen über Engpässe – insbesondere beim Flugtreibstoff Kerosin – im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran.
Nach Angaben von Regierungssprecher Alfonso Cabello wurden entsprechende Schreiben an mehrere Ministerien sowie an Ministerpräsident Pedro Sánchez übermittelt. Auch Kanarenpräsident Fernando Clavijo drängte auf einen frühzeitigen Dialog.
Die Regionalregierung kritisierte, dass die Kanaren bei einem Maßnahmenpaket der spanischen Regierung im März nicht berücksichtigt wurden. Dies dürfe sich bei künftigen Entscheidungen nicht wiederholen.
Gefordert wird ein staatlicher Notfallplan, der die besondere Lage der Inseln einbezieht. Zudem steht der Aufbau eigener Lagerkapazitäten für strategisch wichtige Rohstoffe wie Kerosin im Raum.
Neben dem Flugtreibstoff gibt es laut Regierung auch erste Hinweise auf mögliche Probleme bei anderen Lieferketten, etwa bei Fahrzeugen oder Möbeln.
Angesichts der internationalen Lage bleibt die Entwicklung für die Kanaren von großer Bedeutung – insbesondere für Flugverkehr, Versorgung und Preise.
Cumbre-Tunnel: Vorschlag zur schnellen Verbesserung von Sicherheit und Nutzung

Foto: Michael Nguyen
Für den Cumbre-Tunnel auf La Palma liegt ein Konzept vor, das eine kurzfristige Verbesserung der Sicherheit sowie eine Nutzung in beide Fahrtrichtungen ermöglichen soll.
Der PP-Abgeordnete Carlos Cabrera erklärte, dass dafür eine Anpassung des bestehenden Tunnels an die europäische Norm erforderlich sei. Nach seinen Angaben ist die Umsetzung technisch machbar und könnte vom Cabildo selbst erfolgen, sofern eine entsprechende Genehmigung der kanarischen Regierung vorliegt.
Die Kosten werden laut Cabrera auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt. Finanziert werden könnte das Projekt entweder aus eigenen Mitteln der Inselverwaltung oder über eine Vereinbarung mit der autonomen Regierung.
Gleichzeitig betonte Cabrera, dass diese Maßnahme andere, langfristige Infrastrukturprojekte – wie etwa den Bau eines zweiten Tunnels – nicht ausschließe. Solche Vorhaben würden jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, da sie umfangreiche Planungs- und Genehmigungsphasen erfordern. Ziel des Konzepts sei es daher, den bestehenden Tunnel zeitnah sicherer zu machen und künftig in beide Fahrtrichtungen nutzen zu können.
Los Llanos modernisiert Wasserversorgung in der Avenida Enrique Mederos

Foto: Michael Nguyen
In Los Llanos de Aridane wurde am Montag die Modernisierung der Trinkwasserversorgung in der Avenida Enrique Mederos offiziell abgeschlossen. Die Maßnahme soll die Versorgung in einem der wichtigsten Stadtbereiche verbessern.

Foto: Ayuntamiento Los Llanos de Aridane
Die Arbeiten umfassten den Einbau einer neuen Wasserleitung aus hochdichtem Polyethylen, wodurch sowohl der Wasserdruck als auch die Effizienz des Systems verbessert werden konnten. Zudem wurden individuelle Hausanschlüsse geschaffen.
Die Maßnahme ist Teil eines Programms zur Ortung und Reparatur von Wasserverlusten und dient dazu, die Nutzung der begrenzten Ressource Wasser zu optimieren.
Finanziert wurde das Projekt über staatliche Mittel im Rahmen der Wiederaufbauhilfen nach dem Vulkanausbruch 2021. Die Umsetzung erfolgte durch ein Unternehmen von La Palma.
Von La Palma 24

















