
Foto: Andreas Regul, Juni 2026
+++ Flughafen La Palma verzeichnet im Mai stärkstes Passagierwachstum auf den Kanaren +++ Tajogaite liefert neue Hinweise für die Suche nach Leben auf dem Mars +++ La Palmas bekannte Pilzforscherin Rose Marie Dähncke veröffentlicht neues Buch +++
Flughafen La Palma verzeichnet im Mai stärkstes Passagierwachstum auf den Kanaren

Foto: Andreas Regul, Juni 2026
Der Aeropuerto de La Palma hat im Mai 2026 einen deutlichen Anstieg bei den Passagierzahlen verzeichnet. Nach aktuellen Angaben von Aena nutzten im vergangenen Monat insgesamt 133.678 Reisende den Flughafen der Insel. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent gegenüber Mai 2025 – und damit dem stärksten prozentualen Wachstum unter allen acht kanarischen Flughäfen.
Während die Gesamtzahl der Passagiere auf den Kanaren im Mai mit rund 4,1 Millionen Reisenden praktisch unverändert blieb, konnte La Palma deutlich zulegen und setzt damit ein positives Signal für die touristische Entwicklung der Insel.

Foto: Andreas Regul, Juni 2026
Den höchsten Passagierverkehr verzeichnete weiterhin der Aeropuerto de Gran Canaria mit rund 1,17 Millionen Fluggästen, gefolgt vom Aeropuerto de Tenerife Sur mit 938.372 Passagieren. Auf La Palma fiel das Wachstum mit Abstand am stärksten aus. Dahinter folgt lediglich der Aeropuerto de El Hierro mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent.
Insgesamt wurden im Mai an den kanarischen Flughäfen fast 39.000 Flugbewegungen registriert, zusätzlich transportierten die Airports rund 2.500 Tonnen Fracht.
Betrachtet man die ersten fünf Monate des laufenden Jahres, registrierten die kanarischen Flughäfen insgesamt 22,69 Millionen Passagiere, was leicht unter dem Vorjahresniveau liegt.
Tajogaite liefert neue Hinweise für die Suche nach Leben auf dem Mars

Foto: Frank Oliver Glöckner, 2025
Der Vulkan Tajogaite auf La Palma beschäftigt die Wissenschaft auch fast fünf Jahre nach seinem Ausbruch weiter. Ein internationales Forschungsteam hat nun erstmals jene Mikroorganismen identifiziert, die begonnen haben, die im Inneren des jungen Vulkans entstandenen Lavaröhren zu besiedeln. Die Ergebnisse könnten langfristig sogar bei der Suche nach möglichem Leben auf dem Mars eine wichtige Rolle spielen.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die unterirdischen Lavaröhren, die während des Ausbruchs entstanden sind. Nach der Eruption gab es dort weder Vegetation noch Boden oder andere organische Lebensformen. Für die Forscher entstand damit ein außergewöhnliches natürliches Labor, um nahezu von Anfang an beobachten zu können, wie sich Leben in einer völlig neuen Umgebung entwickelt.

Foto: Frank Oliver Glöckner, 2025
Nach Angaben des Forschungsteams gelangten die ersten Mikroorganismen überwiegend von außen in diese extremen Bereiche – transportiert durch Luftströmungen in Form von Sporen oder Aerosolen, aber auch über Tiere wie Insekten oder Vögel. Auf diese Weise gelangte erstmals organisches Material in das junge Vulkaninnere und schuf die Grundlage für neue biologische Prozesse.
Die Situation vor Ort war dabei äußerst anspruchsvoll. Als die Wissenschaftler die Lavaröhren ein bis zwei Jahre nach dem Ausbruch untersuchten, wurden dort teilweise noch Lufttemperaturen von bis zu 60 Grad Celsius gemessen. An den Gesteinsoberflächen lagen die Werte sogar bei über 90 Grad.

Foto: Frank Oliver Glöckner, 2025
Mehrere Forschungskampagnen zeigten außerdem, dass diese winzigen Organismen ihre Umgebung aktiv verändern. Sie bilden sogenannte Biofilme auf dem vulkanischen Gestein, verändern Mineralien und schaffen damit erste Voraussetzungen für die spätere Bildung fruchtbarer Böden – der Beginn eines völlig neuen Ökosystems.
Besonders spannend ist für die Wissenschaft der Vergleich mit anderen Planeten. Die Verhältnisse im Inneren des Tajogaite ähneln teilweise unterirdischen Regionen, wie sie möglicherweise auch auf dem Mars existieren könnten. Die aktuellen Erkenntnisse helfen deshalb dabei, besser zu verstehen, wie sich Leben unter extremen Voraussetzungen entwickeln und dauerhaft erhalten könnte.

Foto: Frank Oliver Glöckner, 2025
Die Forschungen am Tajogaite sollen in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Denn tief im Inneren des jungen Vulkans laufen derzeit Prozesse ab, die Wissenschaftlern helfen könnten, eine der größten Fragen überhaupt besser zu verstehen: Wie entsteht Leben – und könnte es auch auf anderen Planeten existieren?
Die Untersuchung wurde von mehreren spanischen und portugiesischen Forschungseinrichtungen durchgeführt und im Fachjournal Environmental Microbiome veröffentlicht.
La Palmas bekannte Pilzforscherin Rose Marie Dähncke veröffentlicht neues Buch

Archivfoto: Claudia Gehrke, Februar 2025
Die auf La Palma seit Jahrzehnten bekannte Mykologin und Autorin Rose Marie Dähncke hat ein neues Buch veröffentlicht. Die inzwischen 101-jährige Wissenschaftlerin blickt darin auf persönliche Erlebnisse, Alltagssituationen und viele Geschichten aus ihrem bewegten Leben zurück.
Ihr neues Buch trägt den Titel „I Wicked Lady – Ich schlimme Dame“ und umfasst 472 Seiten. Darin erzählt Rose Marie Dähncke persönliche Geschichten und Erinnerungen aus ihrem bewegten Leben.
Rose Marie Dähncke gilt weit über die Kanaren hinaus als anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Pilzkunde und hat mit ihrer jahrzehntelangen Forschungsarbeit zahlreiche wissenschaftliche Beiträge geleistet. Viele Leser des La Palma 24 Journals kennen Rose Marie Dähncke bereits aus früheren Beiträgen, in denen wir ihr außergewöhnliches Leben und ihr langjähriges Wirken auf La Palma vorgestellt haben.
Mit ihrem neuen Buch zeigt Rose Marie Dähncke einmal mehr ihre ungebrochene Leidenschaft für das Schreiben und ihre tiefe Verbundenheit mit La Palma.
Von La Palma 24


















