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+++ Mehr als 200 Mikrobeben auf Teneriffa registriert +++ Musik und Poesie für Patienten bereichern den Alltag im Hospital Universitario de La Palma +++ Insel investiert 2,3 Millionen Euro in die Modernisierung der Wasserinfrastruktur +++
Mehr als 200 Mikrobeben auf Teneriffa registriert

Grafik: Meteored / Apalmet
Auf Tenerife wurde Mitte Juni erneut eine verstärkte seismische Aktivität registriert. Wie das kanarische Vulkaninstitut INVOLCAN mitteilte, wurden zwischen dem 18. und 20. Juni im südwestlichen Bereich der Caldera de Las Cañadas mehr als 200 vulkanotektonische Mikrobeben aufgezeichnet.
Die Erschütterungen ereigneten sich in rund zehn Kilometern Tiefe und erreichten eine maximale Stärke von 1,1 auf der Richterskala. Nach Angaben der Wissenschaftler handelte es sich ausschließlich um sehr schwache Beben, die an der Oberfläche in der Regel nicht wahrgenommen werden.

Grafik: Meteored / Apalmet
Nach Einschätzung der Experten steht dieses Ereignis im Zusammenhang mit einem Prozess, der auf Teneriffa bereits seit 2017 regelmäßig beobachtet wird. Ursache sei eine Druckerhöhung im vulkanisch-hydrothermalen System der Insel, ausgelöst durch das Eindringen magmatischer Fluide im Untergrund.
Zusätzlich verweisen die Wissenschaftler auf weitere Veränderungen, die seit Jahren beobachtet werden. Dazu zählen unter anderem ein anhaltender Anstieg diffuser CO₂-Emissionen im Bereich des Teide sowie leichte Bodenverformungen, die seit 2024 im Bereich des Vulkan-Komplexes Teide–Pico Viejo gemessen werden.

Foto: Tanja
Auch das Instituto Geográfico Nacional (IGN) meldete am 20. Juni zusätzliche seismische Aktivität mit 79 registrierten Erschütterungen niedriger Frequenz, hauptsächlich im westlichen Bereich von Las Cañadas.
Sowohl INVOLCAN als auch das Instituto Geográfico Nacional betonen jedoch übereinstimmend, dass derzeit keine erhöhte Gefahr eines kurzfristigen Vulkanausbruchs auf Teneriffa besteht.
Die Vulkanüberwachung auf der Insel läuft weiterhin rund um die Uhr. Nach Angaben des IGN sind auf Teneriffa mehr als 100 Messstationen, Sensoren und feste Probenahmepunkte im Einsatz, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Musik und Poesie für Patienten bereichern den Alltag im Hospital Universitario de La Palma

Foto: Gobierno de Canarias
Im Alltag eines Krankenhauses stehen normalerweise Behandlungen, Untersuchungen und medizinische Abläufe im Mittelpunkt. Im Hospital Universitario de La Palma gibt es jedoch seit einiger Zeit ein Projekt, das zeigt, wie wertvoll auch menschliche Nähe, Kultur und kleine Momente des Innehaltens sein können.
Unter dem Titel „La naturaleza nunca traicionó al corazón que la amó“ („Die Natur lässt jene nicht im Stich, die sie lieben.“) fand nun erneut eine literarisch-musikalische Veranstaltung im Krankenhaus statt. Gestaltet wurde sie von der Journalistin und Sprecherin Elba Pedrosa, musikalisch begleitet vom Gitarristen Xente Martín.
Die Darbietung gehört zum Projekt #ComoenCasa, einer ehrenamtlichen Initiative, die Patienten, Angehörigen und auch dem Klinikpersonal kleine Momente der Ruhe und Ablenkung schenken möchte. Regelmäßig besuchen engagierte Freiwillige das Krankenhaus und gestalten dort Lesungen, musikalische Beiträge oder poetische Begegnungen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, einen Krankenhausaufenthalt nicht ausschließlich auf medizinische Behandlung zu reduzieren. Worte, Musik und persönliche Zuwendung können helfen, belastende Situationen etwas leichter zu machen und für einen Moment neue Kraft zu geben.
Die Besuche finden zweimal im Monat in verschiedenen Bereichen des Krankenhauses statt – unter anderem in der Tagesklinik, auf der Palliativstation, in der Dialyse sowie in Wartezonen und im Eingangsbereich.
Unterstützt wird das Projekt von mehreren Einrichtungen auf der Insel, darunter das Servicio Canario de la Salud, das Cabildo de La Palma, die Stadtbibliotheken von Santa Cruz de La Palma sowie die Musikschule der Fundación CajaCanarias.
Seit dem Start im vergangenen Jahr haben bereits zahlreiche Künstler, Autoren und Freiwillige an dem Programm mitgewirkt.
Insel investiert 2,3 Millionen Euro in die Modernisierung der Wasserinfrastruktur

Foto: Consejo Insular de Aguas de La Palma
Die Wasserversorgung auf La Palma soll weiter modernisiert werden. Der Consejo Insular de Aguas de La Palma hat jetzt die nächsten Schritte für umfangreiche Arbeiten am Túnel de Trasvase auf den Weg gebracht – jenem zentralen Verbindungstunnel, über den Wasser zwischen Ost- und Westseite der Insel transportiert wird.
Ganz neu ist das Vorhaben allerdings nicht. Bereits seit längerer Zeit laufen Planungen zur technischen Modernisierung dieses wichtigen Teils der Inselversorgung. Jetzt musste das Projekt aufgrund deutlich gestiegener Material- und Technikkosten finanziell angepasst werden. Das aktuelle Investitionsvolumen liegt bei rund 2,35 Millionen Euro.
Mehr Effizienz bei der Wasserversorgung
Nach Angaben des zuständigen Inselrats Juan Ramón Felipe soll das Projekt mehrere Verbesserungen bringen. Vorgesehen sind unter anderem ein neues Rückhaltebecken, modernisierte Pumpensysteme sowie größere Rohrleitungen, um den Wasserfluss effizienter zu gestalten und Druckverluste zu reduzieren.
Zusätzlich wird die Anlage künftig digital gesteuert. Dadurch können Bereiche des Systems in Echtzeit überwacht und direkt aus der Ferne reguliert werden.
Nach Angaben des Wasserverbands soll die Modernisierung nicht nur die Versorgung auf der Insel verbessern, sondern auch den Energieverbrauch deutlich senken. Das Wasser kann künftig effizienter in Richtung El Paso und in andere Teile des Versorgungsnetzes weitergeleitet werden.
Von La Palma 24

















