
Foto: Michael Nguyen, Puerto Naos, Mai 2025
+++ La Palma gehört zu den artenreichsten Inseln der Kanaren – zumindest unter Wasser +++ Caballos Fufos: Rückenwind für eine mehr als 100 Jahre alte Tradition +++ Heiße Tage mit bis zu 34 Grad +++ O’zapft is: Oktoberfest in El Paso +++
La Palma gehört zu den artenreichsten Inseln der Kanaren – zumindest unter Wasser

Foto: D. Rang, Los Cancajos, April 2025
Wer auf La Palma am Meer unterwegs ist, kennt sie: Algen auf den Felsen, in natürlichen Meerwasserbecken oder im flachen Wasser. Was eher unscheinbar aussieht, ist Teil einer erstaunlich vielfältigen Unterwasserwelt.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt: Für La Palma und Teneriffa wurden bislang besonders viele verschiedene Makroalgenarten dokumentiert. Dabei spielt allerdings auch eine Rolle, dass beide Inseln vergleichsweise intensiv erforscht wurden.
Für die Untersuchung werteten Wissenschaftler 64.391 Nachweise von insgesamt 573 Makroalgenarten auf sieben Kanareninseln aus. Die Daten wurden über einen Zeitraum von rund drei Jahrzehnten gesammelt und ermöglichen damit einen umfassenden Einblick in die Algenvielfalt des Archipels.

Foto: Michael Nguyen, Mai 2025
Eine kleine Unterwasserwelt direkt vor unserer Küste
Mit „Makroalgen“ sind größere Algen gemeint, die wir mit bloßem Auge sehen können. Sie wachsen beispielsweise auf Felsen und bilden unter Wasser kleine Lebensräume, in denen zahlreiche Meerestiere Nahrung und Schutz finden.
Sie sind damit weit mehr als das grüne oder braune Gewächs, das man beim Baden gelegentlich zwischen den Füßen spürt.
Besonders interessant: Rund um jede Kanareninsel zeigt sich die Unterwasserwelt etwas anders. Wassertemperaturen, Nährstoffe und Meeresströmungen schaffen unterschiedliche Bedingungen – und beeinflussen damit auch, welche Algenarten sich wo besonders wohlfühlen.

Foto: D. Rang, Los Cancajos, April 2025
Eine Unterwasserwelt im Wandel
Die Untersuchung liefert nicht nur eine Bestandsaufnahme. Über die vergangenen Jahrzehnte haben sich auch die Bedingungen im Meer verändert. Dazu gehören unter anderem die Wassertemperatur, der Nährstoffgehalt und die CO₂-Konzentration.
Die umfangreichen Daten bieten deshalb eine wichtige Grundlage, um Veränderungen in der Algenwelt künftig besser erkennen und einordnen zu können.
Für La Palma ist die dokumentierte Artenvielfalt damit nicht nur eine interessante Momentaufnahme. Sie kann auch dabei helfen zu beobachten, wie sich das Leben vor unserer Küste in Zukunft verändert.
Quelle: Instituto Universitario ECOAQUA / Universidad de Las Palmas de Gran Canaria
Caballos Fufos: Rückenwind für eine mehr als 100 Jahre alte Tradition

Foto: Heidrun Schumann
Bunte Pferde aus leichten Gestellen und Papier, Musik und zahlreiche Menschen auf den Straßen: Die Caballos Fufos gehören seit Generationen zu den bekanntesten Traditionen Tazacortes.
Wenige Tage vor ihrem diesjährigen Auftritt haben sie nun politischen Rückenwind bekommen. Das kanarische Parlament unterstützte am Mittwoch einstimmig eine Initiative, die auf eine Anerkennung als Fiesta de Interés Turístico de Canarias abzielt. Zugleich geht es darum, das Verfahren zur Einstufung als Bien de Interés Cultural (BIC) weiter voranzubringen. Die endgültigen Anerkennungen stehen allerdings noch aus.
Von Kuba nach Tazacorte
Wussten Sie schon, dass die Caballos Fufos ihre Wurzeln in Kuba haben?
Die Tradition entstand aus Einflüssen des kubanischen Karnevals, die von palmerischen Rückkehrern nach Tazacorte gebracht wurden. Der erste dokumentierte Auftritt stammt aus dem Jahr 1909. Seit 1945 sind die Caballos Fufos Bestandteil der Feierlichkeiten zu Ehren von San Miguel Arcángel.
Getanzt wird zur Melodie „Vuela, Vuela, Palomita“, einer Adaption eines mexikanischen Corridos. Und die Pferde sind nicht allein unterwegs: Zur farbenfrohen Gruppe gehört auch eine Eselin, die traditionell Spenden für die Feierlichkeiten des folgenden Jahres sammelt.

Plakat: Ayuntamiento de Tazacorte
Bald sind die Fufos wieder unterwegs
In diesem Jahr können Besucher die Tradition am Montag, 28. September, ab 21:30 Uhr erleben. Der Umzug führt vom Rathaus zur Avenida de la Constitución und wird von der Banda Municipal de Música de Tazacorte begleitet. Bereits um 20 Uhr beginnt der Umzug der Festwagen.
Damit trifft die aktuelle Diskussion um den offiziellen Schutz der Tradition auf einen passenden Zeitpunkt: In Tazacorte laufen bereits die Vorbereitungen für einen der bekanntesten Abende der San-Miguel-Feierlichkeiten.
Heiße Tage mit Temperaturen bis zu 34 Grad

Foto: Gobierno de Canarias
Der Sommer gibt auf La Palma noch einmal richtig Gas: Bis Freitag bleibt es auf der Insel ungewöhnlich heiß. Besonders warm wird es in den mittleren Höhenlagen im Westen und Nordwesten. Dort können die Temperaturen 32 Grad, örtlich sogar 34 Grad erreichen.
Auch die kanarische Gesundheitsbehörde hat wegen der hohen Temperaturen Warnhinweise für La Palma aktiviert. Vor allem in den heißesten Stunden des Tages empfiehlt es sich, größere körperliche Anstrengungen zu vermeiden und ausreichend zu trinken.
Ab Freitag soll die Hitze langsam nachlassen und die Temperaturen wieder etwas angenehmer werden.
Damit heißt es noch ein paar Tage: Schatten suchen, Wasserflasche einpacken – und den ungewöhnlich heißen September möglichst gelassen nehmen.
Quellen: Gobierno de Canarias, AEMET, Dirección General de Salud Pública.
O’zapft is: Oktoberfest in El Paso

Plakat: Ayuntamiento de El Paso
Für ein Oktoberfest braucht es offenbar weder München noch herbstliche Temperaturen: Am Samstag, 3. Oktober, wird in El Paso wieder bayerisch gefeiert. Von 14 Uhr bis Mitternacht verwandelt sich die Calle Manuel Taño in eine Mischung aus Musikmeile, Biergarten und Treffpunkt für hungrige Oktoberfest-Fans.
Bei der mittlerweile siebten Ausgabe gibt es „Craft-Bier“ und Speisen mit deutscher Inspiration – serviert von verschiedenen Restaurants und Bars aus El Paso. Dazu läuft mehr als zehn Stunden lang Live-Musik. Unter anderem stehen Moni Loff, Tihuya Kelly & The Brighton Rumblers, Theresa y Los Tajogaite und ein Extremoduro-Tribute auf dem Programm. Auch für Kinder sind Aktivitäten vorgesehen.
Ob Dirndl und Lederhose auf La Palma unbedingt nötig sind, sei dahingestellt. Durst, Hunger und gute Laune dürften als Grundausstattung reichen.
Wann? Samstag, 3. Oktober, 14:00 bis 24:00 Uhr
Wo? Calle Manuel Taño, El Paso
Quelle: Ayuntamiento de El Paso / El Paso Crece.
Von La Palma 24














