
Foto: Andrea Jährlich
+++ La Palma treibt Pläne für Universitätscampus im Aridanetal voran +++ Eigentlich sollte heute die Eröffnung sein: Feierlichkeiten für neues Auditorium auf La Palma kurzfristig abgesagt +++ La Palma arbeitet an besseren Verkehrsverbindungen für abgelegene Ortsteile +++
La Palma treibt Pläne für Universitätscampus im Aridanetal voran

Der geplante Universitätscampus im Valle de Aridane wird auf La Palma bereits seit einiger Zeit diskutiert. Nun hat der Inselrat das Vorhaben offiziell als strategisches Zukunftsprojekt bestätigt und damit die nächsten Schritte für die Umsetzung auf den Weg gebracht.
Vorgesehen ist keine klassische Großuniversität, sondern vielmehr ein moderner Campus mit spezialisierten Studien- und Forschungsangeboten, die eng mit den Besonderheiten der Insel verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Vulkanologie, Astrophysik, Geologie, Meeresforschung oder erneuerbare Energien – Bereiche, für die La Palma mit ihrer Natur und den bereits vorhandenen wissenschaftlichen Einrichtungen ideale Voraussetzungen bietet.
Nach Angaben der Inselverwaltung soll der Campus künftig eng mit Einrichtungen wie dem Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC), dem Vulkanologischen Institut INVOLCAN oder dem spanischen Geografischen Institut IGN zusammenarbeiten. Ziel ist es, La Palma langfristig stärker als Forschungs- und Wissensstandort zu etablieren.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Zusammenarbeit mit der Universidad de La Laguna. Über das Modell einer sogenannten „erweiterten Universität“ könnten künftig Studiengänge, Weiterbildungen und Forschungsprojekte direkt auf La Palma angeboten werden, ohne dass dafür eine klassische Universitätsstruktur entstehen muss. Gleichzeitig bleibt das Projekt offen für Kooperationen mit weiteren nationalen und internationalen Hochschulen.
Für viele junge Menschen auf La Palma könnte das neue Perspektiven schaffen. Gleichzeitig hofft die Inselregierung, dass Studierende, Forschende und wissenschaftliche Projekte zusätzliche wirtschaftliche Impulse für das Aridanetal und die gesamte Insel bringen.
Konkrete Termine für den Bau oder den Start erster Studienangebote wurden bislang allerdings noch nicht genannt.
Eigentlich sollte heute die Eröffnung sein: Feierlichkeiten für neues Auditorium auf La Palma kurzfristig abgesagt

Foto: Cabildo
Nach jahrelanger Bauzeit sollte heute, am 27. Mai, endlich die offizielle Eröffnung des neuen „Auditorio Insular Tomás Cabrera Martín“ in Los Llanos de Aridane beginnen. Die geplanten Feierlichkeiten wurden jedoch kurzfristig abgesagt.
Das neue Auditorium befindet sich unterhalb der Shell-Tankstelle in Los Llanos, an dem Ort, den viele auf der Insel bisher vor allem als Baustelle des sogenannten Kulturparks kannten. Über Jahre ging es dort nur langsam voran, zeitweise galt das Projekt bereits als problematische Dauerbaustelle. In den vergangenen Wochen liefen jedoch sichtbar die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung.
Angekündigt war ein mehrtägiges Kulturprogramm mit Konzerten, Musikveranstaltungen und Ausstellungen. Die ersten Aufführungen sollten vom Sinfonieorchester La Palmas gestaltet werden.
Wie das Cabildo de La Palma nun mitteilte, verfügt das Gebäude derzeit allerdings noch nicht über die endgültige Stromversorgung mit der notwendigen Leistung und Stabilität für Veranstaltungen dieser Größe. Aus Sicherheitsgründen wurden deshalb sämtliche Eröffnungsveranstaltungen verschoben.
Das neue Auditorium gilt als eines der wichtigsten Kulturprojekte der Insel und soll künftig Platz für rund 700 Besucher bieten. Neben Konzerten sind dort später auch Theateraufführungen, Kongresse und größere Veranstaltungen geplant.
Wann die Eröffnungsfeierlichkeiten nachgeholt werden, ist derzeit noch offen.
La Palma arbeitet an besseren Verkehrsverbindungen für abgelegene Ortsteile

Foto: Andreas Regul
Über bessere Verkehrsangebote für abgelegene Gegenden auf La Palma wurde bereits in den vergangenen Monaten mehrfach gesprochen. Neu ist jetzt vor allem, dass die Planungen konkreter werden: Regierung, Cabildo, Gemeinden, Busunternehmen und das Taxigewerbe haben sich erstmals gemeinsam getroffen, um mögliche Lösungen für die Insel auszuarbeiten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bewohner kleinerer und verstreut liegender Ortsteile künftig einfacher an das bestehende Busnetz angebunden werden können. Gerade in höher gelegenen oder dünn besiedelten Gegenden ist ein regulärer Linienverkehr oft schwierig umzusetzen.
Diskutiert wurden deshalb flexiblere Lösungen wie kleinere Fahrzeuge, Taxidienste oder spezielle Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Ziel ist vor allem, den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr auch in abgelegenen Wohngebieten zu verbessern.
Als Vorbild dient dabei unter anderem ein ähnliches Projekt auf Gran Canaria, bei dem flexible Fahrdienste bereits genutzt werden, um dünner besiedelte Regionen besser mit dem bestehenden Verkehrsnetz zu verbinden.
Neu an der aktuellen Entwicklung ist außerdem, dass nun konkrete Arbeitsgruppen eingerichtet werden sollen. Regierung, Cabildo, Gemeinden, Verkehrsunternehmen und das Taxigewerbe wollen gemeinsam prüfen, wie ein solches Modell auf La Palma praktisch umgesetzt werden könnte.
Ob und wann das neue Verkehrskonzept tatsächlich eingeführt wird, ist derzeit allerdings noch offen.
Von La Palma 24


















