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+++ Spanien trauert um die Opfer des Zugunglücks in Toledo +++ Weniger Arbeitslose auf La Palma – positive Entwicklung hält an +++ 76 zusätzliche Fachärzte für La Palma – doch wer unterstützt sie? +++ 18 Jahre Forschung: Ein Historiker entdeckt La Palmas Geschichte neu +++
Spanien trauert um die Opfer des Zugunglücks in Toledo

Foto: Heidrun Schumann
Nach dem schweren Zugunglück vom Mittwoch in der spanischen Provinz Toledo hat die Regierung drei Tage Staatstrauer ausgerufen. Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge der Unternehmen Renfe und Iryo kamen nach bisherigen Angaben mindestens 68 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Die Staatstrauer gilt vom 29. bis 31. Oktober. Während dieser Zeit wehen die spanischen Nationalflaggen an öffentlichen Gebäuden auf halbmast. Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte den Unglücksort und kündigte eine umfassende Untersuchung der Unfallursache an.
Die Kanarische Regierung hat dem nationalen Krisenzentrum bei Bedarf technische Mittel und Einsatzpersonal zur Unterstützung angeboten. Auf La Palma sprach das Cabildo den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus und schloss sich dem landesweiten Aufruf zu einer Schweigeminute am Mittwochabend an. Inselpräsident Sergio Rodríguez dankte den Rettungskräften und medizinischen Teams für ihren Einsatz.
Die Staatstrauer hat Auswirkungen auf das Veranstaltungsprogramm der Insel. Die Gemeinden Los Llanos de Aridane und El Paso haben ihre geplanten städtischen Veranstaltungen vom 29. bis 31. Oktober abgesagt. Bei Terminen in anderen Gemeinden empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, ob diese stattfinden.
Weniger Arbeitslose auf La Palma – positive Entwicklung hält an

Foto: Heidrun Schumann
Erfreuliche Zahlen vom Arbeitsmarkt: Auf La Palma ist die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres deutlich gesunken. Auch auf den übrigen Kanarischen Inseln gibt es Grund zur Freude – dort waren noch nie so viele Menschen beschäftigt wie heute.
Nach den neuesten Zahlen des Kanarischen Statistikamtes ISTAC lag die Arbeitslosenquote auf La Palma im dritten Quartal 2026 bei 13,08 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 15,68 Prozent. Auch gegenüber dem Vorquartal hat sich die Situation verbessert.
Kanarenweit wurde mit rund 1,07 Millionen Beschäftigten sogar ein neuer Rekord erreicht. Die Arbeitslosenquote sank auf 10,92 Prozent – den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten.
Ganz so weit ist La Palma noch nicht: Die Insel liegt weiterhin über dem kanarischen Durchschnitt. Dennoch zeigen die Zahlen, dass sich der Arbeitsmarkt auch hier positiv entwickelt.
Quelle: ISTAC – Arbeitsmarktstatistik, 27.10.2026
76 zusätzliche Fachärzte für La Palma – doch wer unterstützt sie?

Mehr Fachärzte für La Palma klingt zunächst nach einer guten Nachricht. Doch was nützen zusätzliche Mediziner, wenn Pflegekräfte, Verwaltung und weiteres Personal fehlen? Genau davor warnen jetzt die Gewerkschaften CCOO und UGT.
Bei einem Treffen mit der Leitung des Hospital Universitario de La Palma war nach Angaben der Gewerkschaften von 76 weiteren Fachärzten die Rede. Die Arbeitnehmervertreter begrüßen diese Entwicklung, befürchten jedoch, dass ohne zusätzliches Unterstützungspersonal die erhofften Verbesserungen ausbleiben könnten.
Auch die Beschäftigungsbedingungen sorgen für Kritik. Viele Mitarbeiter erhalten laut den Gewerkschaften nur kurzfristige Verträge und wissen oft erst unmittelbar vor deren Ablauf, ob sie weiterbeschäftigt werden.
Für November ist die Beantragung zusätzlicher Personalstellen vorgesehen. Ob und wann damit tatsächlich Verstärkung kommt, bleibt abzuwarten.
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von CCOO und UGT, 26.10.2026.
18 Jahre Forschung: Ein Historiker entdeckt La Palmas Geschichte neu

Foto: Archiv La Palma 24.
Von La Palma bis in die Bibliotheken des Vatikans: Der palmerische Historiker Fernando Rodríguez Sánchez hat mehr als 18 Jahre damit verbracht, Dokumente und Geschichten über seine Heimatinsel aufzuspüren. Jetzt stellt er die Ergebnisse seiner Arbeit vor.
Entstanden sind zwei Bücher: Cronología de Santa Cruz de La Palma, eine Chronik der Inselhauptstadt, und Historias y leyendas de San Miguel de La Palma, das sich mit der Geschichte und den Legenden der Insel beschäftigt.
Für seine Nachforschungen war Rodríguez Sánchez in mehr als neun Ländern und zwölf internationalen Bibliotheken unterwegs – und das ohne öffentliche Fördergelder.
Am Samstag, 31. Oktober, präsentiert er beide Werke im Teatro Cine Chico in Santa Cruz de La Palma. Besucher können Fragen stellen und mit dem Autor ins Gespräch kommen. Ein Buchverkauf ist an diesem Tag nicht vorgesehen.
Weitere Informationen: Geschichtsprojekt von Fernando Rodríguez Sánchez – Cronología de Santa Cruz de La Palma
Von La Palma 24











