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La Palma setzt bei seiner Stromversorgung weiterhin fast vollständig auf fossile Energie. 91,9 Prozent der Stromerzeugung auf der Insel stammten 2025 aus Dieselmotoren. Das geht aus den aktuellen Daten von Red Eléctrica hervor. Damit gehört La Palma zu den Kanarischen Inseln mit der höchsten Abhängigkeit von Diesel. Auf La Gomera lag der Anteil bei 89,2 Prozent, auf Lanzarote bei 88,8 Prozent. Im gesamten Archipel wurden 2025 rund 79 Prozent des Stroms aus nicht erneuerbaren Energiequellen erzeugt.
Auf La Palma fällt der Anteil sauberer Stromerzeugung dagegen weiterhin gering aus.

Foto: Frank Oliver Glöckner
Acht Prozent des auf La Palma erzeugten Stroms stammten 2025 aus erneuerbaren Energien. Davon entfielen 7,2 Prozentpunkte auf Windkraft und 0,8 Prozentpunkte auf Photovoltaik. Zum Vergleich: Auf El Hierro lag der Anteil erneuerbarer Stromerzeugung 2025 bei 44 Prozent.

Foto: Michael Nguyen
Die Zahlen zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und der tatsächlichen Stromerzeugung. Photovoltaikanlagen sind inzwischen auf zahlreichen privaten und gewerblichen Gebäuden der Insel zu finden. Gleichzeitig unterstützen verschiedene Förderprogramme Investitionen in erneuerbare Energien und Eigenverbrauch.
Dennoch bleibt die Stromversorgung La Palmas bislang stark vom Kraftwerk Los Guinchos in Breña Alta abhängig. Dort erzeugen Dieselmotoren den größten Teil des Stroms für die Insel.
La Palma verfolgt seit Jahren das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Die Insel wurde unter anderem für europäische Projekte zur Energiewende ausgewählt. Langfristig soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und die lokale Stromerzeugung stärker auf erneuerbare Quellen umgestellt werden.
Der Blick auf das Jahr 2025 zeigt jedoch: Von diesem Ziel ist La Palma bei der tatsächlichen Stromerzeugung noch weit entfernt.
Quelle: Red Eléctrica – El sistema eléctrico en las Islas Canarias 2025
Von La Palma 24
















..”aber auch Windräder und riesige Solarparks verschandeln die Landschaft. Obwohl sie grüne Energie erzeugen, schredern sie Vögel und Insekten und Solar heizt zusärtzlich den Boden auf.”.. ???
Also.. HALLO ??!
Ich will hier keine unnütze “Polemik” anzetteln – ABER: Es gibt ausreichend verifizierbare DATEN- Fakten, die belegen, daß das tendenzieller Unfug ist …
ALLE anderen Beiträge hier sind wohltuend vernünftig und ich teile sie voll..
Übrigens : das Prinzip der PUMP-SPEICHERWERKE sollte – besonders auf La Palma – vielleicht mal bedacht werden..??
Bei DEN Höhenunterschieden auf der Insel wäre das wohl eine effiziente+ bewährte Möglichkeit, um regenerierbare Energie zu “speichern”..??( geht auch mit Salzwasser ) Ich frage mich wirklich, womit sich die Politiker hier beschäftigen-
Man braucht das Fahrrad nicht zum zweiten Mal erfinden (!) und in Anbetracht von über 90% Diesel-Stromerzeugung ( siehe Artikel )
auf La Palma, bleibt es für mich ein “böser” Witz, daß 50Mio Euro für einen Straßenausbau ( LP 1 ) von ca. 18 km VERSCHWENDET werden / ..( SORRY ??! )
„Leider sind wir hier – wie auch an vielen anderen Orten – mit Politikern konfrontiert, die vor allem reichlich Versprechen machen, aber entweder nicht können oder nicht wollen, etwas zu bewegen. Anstatt auf den verbrannten Lavafeldern der Vulkaninsel Solar- und Windparks zu errichten, wird dort weiterhin Bananen angebaut. Diese benötigen von Anfang bis Ende massive Subventionen.
Es scheint, als könnten wir einfach nichts Neues wagen. Die Angst, Stimmen von der Landbevölkerung zu verlieren, scheint größer zu sein als die Notwendigkeit, nachhaltige Lösungen umzusetzen. Warum bekommen die Bauern nicht stattdessen Subventionen für die Installation von PV-Parks auf ihren ehemals fruchtbaren Lavafeldern? Das würde verhindern, dass teure Erde von weit her transportiert werden muss, um dort wieder Bananen anzubauen.
Der Ertrag aus der Stromerzeugung könnte genutzt werden, um die bisherigen Subventionen langfristig zurückzuzahlen. Ein solcher Schritt würde allen nutzen: Die Landwirtschaft würde sich modernisieren, die Umwelt würde entlastet, und auf den Feldern müsste kein schädliches Gift mehr gespritzt werden. Zudem würde dies wahrscheinlich auch die hohe Krebsrate auf La Palma senken – ist das nicht das erklärte Ziel? Ebenso wenig wie die Reduzierung der Abgase durch das Kraftwerk in Santa Cruz, die dringend notwendig wäre.
Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: Weg von der Subventionierung veralteter Strukturen, hin zu einer nachhaltigen Energiegewinnung, die die Natur schont und die Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren bewahrt.“
Das sehe ich genauso, wenn es um die Enerdieversorgung geht. Bananen braucht niemand in der Menge und ohne Subventionen in Millionen Höhe würde es sie auch nicht geben. Diese häßlichen Plastikfelder sind schrecklich, aber auch Windräder und riesige Solarparks verschandeln die Landschaft. Obwohl sie grüne Energie erzeugen, schredern sie Vögel und Insekten und Solar heizt zusärtzlich den Boden auf. Aber Diesel ist noch schlimmer und mit den Versorgungsengpässen, durch den Krieg im Nahen Osten, ist es schon beinahe fahrlässig…….die Stromversorgung zu 90% damit sichern zu wollen. Es ist und bleibt ein großes Problem, welches nur mit viel Mut zur Veränderung und hohem finanziellem Einsatz gelöst werden kann. Evt. Wellenkraftwerke …..werden ja schon in einigen Ländern eingesetzt. Aber solange es keine vernünftigen, bezahlbaren und effizienten Speicherlösungen gibt, wird es noch ein langer und schwieriger Weg.
Zu dem Argument, dass Windräder Vögel erschlagen: Dazu muss man wissen, dass deutlich mehr Vögel jedes Jahr durch Kollisionen mit Fensterscheiben sterben. Die Zahlen liegen um ein Vielfaches höher als bei Windkraftanlagen.
Zum zweiten Punkt – der Behauptung, Photovoltaik-Anlagen würden den Boden aufheizen – frage ich mich, woher das kommt. Das ist reine Spekulation. Gehen Sie doch einfach mal zu einer PV-Anlage und messen Sie selbst. Ich habe zufällig eine in der Nähe: Unter den Modulen ist es sogar kühler, weil Schatten entsteht und die Luft darunter zirkulieren kann.
Man sollte nicht alles glauben, was in Telegram oder von anderen Verschwörern im Netz verbreitet wird, ohne selbst nachzurecherchieren.Die Zahlen zeigen einen enormen Unterschied zwischen den beiden Todesursachen für Vögel in Deutschland:
Fensterscheiben: Schätzungsweise 100 bis 115 Millionen Vögel sterben jährlich durch Kollisionen mit Glasflächen. Diese Hochrechnung berücksichtigt Einfamilienhäuser, größere Gebäude mit Glasfassaden, Bushaltestellen und andere verglaste Strukturen
Windräder: Die Zahl der durch Windkraftanlagen getöteten Vögel wird auf zwischen 10.000 und 100.000 pro Jahr geschätzt. Manche Studien gehen von etwa 1 bis 5 Vögeln pro Anlage und Jahr aus, was bei rund 30.000 Anlagen ebenfalls in diesem Bereich liegt
Das bedeutet: Deutlich mehr Vögel sterben durch Fensterscheiben als durch Windräder – der Unterschied liegt um ein Vielfaches (Faktor 1.000 bis 10.000).
Zum Vergleich: Auch Hauskatzen stellen eine große Gefahr dar und töten schätzungsweise bis zu 60 Millionen Vögel pro Jahr
Die Daten unterstreichen, dass Glasflächen eine weitaus größere tödliche Bedrohung für Vögel darstellen als Windkraftanlagen, obwohl letztere oft stärker im öffentlichen Fokus stehen.
Der Gegenbeweis: Beschattung kühlt den Boden
In den meisten Fällen, besonders bei Agri-Photovoltaik (Kombination von Landwirtschaft und Stromerzeugung), ist der Effekt umgekehrt: Die Module spenden tagsüber Schatten und verringern die Bodentemperatur.
Studien des Forschungszentrums Jülich und der Universität Hohenheim zeigen, dass unter Agri-PV-Anlagen weniger Wasser verdunstet und die Boden- sowie Lufttemperaturen tagsüber sinken.
Das schützt Pflanzen vor Hitze und Austrocknung und kann in trockenen Regionen sogar die Erträge steigern
Die Module bleiben dadurch ihrerseits kühler und arbeiten effizienter. Es ist also korrekt, dass man solche pauschalen Aussagen aus sozialen Medien oder nicht-wissenschaftlichen Quellen kritisch hinterfragen sollte.
Bei den “Nebenwirkungen” der erneuerbaren Energien scheint mir die Gewichtung etwas aus dem Gleichgewicht zu geraten. Vogelschlag, Landschaftsbild oder lokale Wärmeeffekte sind reale Aspekte, aber man sollte sie in Relation zu den Folgen der derzeitigen Dieselversorgung setzen.
Wer das Kraftwerk bei Santa Cruz einmal erlebt hat weiß, dass Diesel keineswegs nur eine abstrakte Umweltbelastung ist: Abgase, Geruch und Lärm sind unmittelbar präsent, und die Kreuzfahrtschiffe vor der Küste kommen noch hinzu.
Für mich geht es deshalb nicht darum, eine Energieform als völlig “sauber” darzustellen. Entscheidend ist aber die langfristige Perspektive, also welche Form der Energieversorgung für eine Insel ökologisch, wirtschaftlich und dauerhaft tragfähig ist.
Erneuerbare Energien haben zwar ebenfalls Nebenwirkungen, aber sie bieten zumindest die Chance, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nachhaltig zu überwinden.
Diese Gesamtperspektive möchte ich bei Ihrer Gegenüberstellung noch ergänzen.
Ich kann Ihre Verwunderung gut nachvollziehen.
Natürlich ist La Palma mit seinem isolierten Stromnetz nicht 1:1 mit Nordbayern vergleichbar. Und bei einem hohen Anteil von Wind- und Solarstrom braucht eine Insel zusätzliche Speicher, Netzausbau und regelbare Reserve.
Aber diese Herausforderungen sind seit vielen Jahren bekannt. Ebenso gibt es seit Jahren Konzepte und konkrete Pläne für einen wesentlich höheren Anteil erneuerbarer Energien. Trotzdem stammt heute immer noch der ganz überwiegende Teil des Stroms aus Diesel.
Was mich deshalb stutzig macht, ist weniger die Frage, ob die Energiewende auf La Palma schwierig ist, sondern warum sie über so viele Jahre so schleppend vorankommt.
Wenn ich dabei von “Filz” spreche, meine ich ausdrücklich nicht Korruption oder Zahlungen unter der Hand, sondern ein über Jahrzehnte gewachsenes Geflecht aus Politik, Behörden, etablierten Unternehmen, Zuständigkeiten und wirtschaftlichen Interessen, in dem Veränderungen offenbar unglaublich schwer durchzusetzen sind.
Für mich ist deshalb die entscheidende Frage nicht mehr, ob es vernünftige technische Lösungen gibt, sondern: Warum dauert deren Umsetzung auf La Palma so unverständlich lange?
(Paul2 -> Paul)
Wir besuchen unsere Lieblingsinsel jährlich seit nunmehr 34 Jahren. Bei jeder Fahrt Richtung Santa Cruz wundern wir uns, dass das Dieselmonster nach wie vor in Betrieb ist. Ich bin kein Fachmann in Bezug auf regenerative Energien, allerdings ist ja nun wirklich keine Geheimnis, dass auf La Palma die Sonne sehr fleißig scheint und sich auch der Wind durchaus sehen lassen kann. Wir leben in Nordbayern, also nicht der sonnenreichsten Gegend in Deutschland, und trotzdem können wir mit unserer PV Anlage mehr als 70% unseres Stromverbrauchs decken, und dies, trotzdem wir unsere Heizung erneuern mussten und nun mit einer Wärmepumpe heizen. Kann es sein, dass die politisch Verantwortlichen, aus welchen Gründen auch immer, den Umstieg verhindern oder bewußt verzögern oder gibt es für mich nicht erkennbare andere Gründe ? Falls jemand von Euch sachkundiger ist als ich, freue ich mich auf eine Antwort.