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Puros Artesanos Julio: Einzigartiges Handwerk der Zigarrenherstellung

Puros Artesanos

Handgefertigte Zigarren hergestellt nach alter Tradition aus La Palma. © La Palma 24

Heute besuchen wir erneut das Zigarrengeschäft in San Pedro.

Wir freuen uns, Julio und David wieder zu besuchen, die beiden Brüder, die sich sehr viel Mühe geben, ihren Kunden ein authentisches Tabakerlebnis zu bieten.

Das weiche Aroma von Tabak begrüßt uns von dem Moment an, in dem wir die Tür passieren, aber was uns wirklich überrascht, ist der sehr starke Geruch, als wir ein anderes kleines Zimmer betreten. Julio warnt uns: „Der Geruch könnte zu stark für Dich sein“.

Jedes Zigarre wird in liebevoller Handarbeit hergestellt und ist ein Unikat. © La Palma 24

Aber selbst als Nichtraucher hat der Geruch etwas Besonderes. Es hüllt uns voll in den Tabakladen und gibt uns diese magische Note, indem wir in seine Welt eintauchen.

Dieses Geschäft zeichnet sich durch etwas ganz Besonderes aus, die Familie. Das Thema der Zigarre liegt jedem im Blut, sie sind begeistert und in mitten dieser Welt aufgewachsen.

Julios Vater arbeitete seit seinem 18. Lebensjahr in Tabakfabriken. Der Familienkern setzte seinen Weg fort und besaß eine eigene Plantage.

Der Tabakladen präsentiert das Handwerk und ein Familienbetrieb. Es zeichnet sich durch eine hervorragende persönliche Behandlung aus und es sollte beachtet werden, dass sie sehr deutlich machen das alles was erreicht wird den Einwanderern zu verdanken ist.

Wir sind auch sehr beeindruckt von der Bedeutung, die sie der Sauberkeit an diesem Ort beimessen. Jedes Detail wird mit größter Sorgfalt platziert, damit es auf besondere Weise hervorsticht.

Eine alte Drehmaschine im Hauptraum, in der die Vorfahren von Julio und David bereits gearbeitet haben, zieht alle Blicke auf sich. Typisches Zubehör, historische Accessoires und Geräte bilden die perfekte Umgebung.

So finden wir aromatische Alterungsboxen (auf Spanisch Humidores) oder ein sogenannter "Cajón" (auf Deutsch – Kasten) aus dem so charakteristischen schönen Zedernholz, welches den Zigarren einen beeindruckenden Geruch liefert, der ein einzigartiges Erlebnis hervorruft.

Die Bonches und Tirulos können Monate lang im „Cajón“ verbleiben. Die Zigarren werden dann in Vitrinen gelagert.

Schon die Vorfahren von Julio und David haben an der Drehmaschine gearbeitet. © La Palma 24

Alles ist greifbar, Blätter aus La Palma, Sumatra, Kuba und Brasilien, die noch „reifen“, trockene Tabakblätter oder sogar eine Vielzahl von Zigarren, die in ihren Schachteln gelagert werden. Alles lädt zum Fühlen und Anfassen ein. 80% der Blätter sind aus La Palma. Der größte Teil kommt von der eigenen Plantage der Familie Julio und andere stammen von verschiedenen Tabakbauern in Breña Alta. Dank dessen können sie das Siegel des Biosphärenreservats La Palmas verwenden.

Besucher können bei der Herstellung der einzigartigen Zigarren zuschauen. © Puros Julio

In den letzten Jahren hat sich auch nicht viel geändert, nach und nach wurden mehr Räume aktiviert; da immer mehr Kunden erschienen. Die Kombination von „Traditionellen und Modernen“ im Design des Tabakladens spiegelt mehr als wieder, dass sich in den letzten Jahren wenig an dem Prozess und den Geräten für die Zigarrenherstellung geändert hat. Handwerker schneiden und drehen Zigarren mit der typischen alten Technik.

Julio erklärt begeistert, wie der Tabakanbau und die Kunst des Zigarrenrauchens Ende des 19. Jahrhunderts nach Palma kamen:

Die Palmeros waren früher sehr arm, woraufhin viele von ihnen nach Kuba und Venezuela auswanderten. Dort arbeiteten sie auf Tabak-Plantagen und in den Zigarrenbetrieben, wo sie alles über Kultivierung, Verarbeitung und Mischungsvarianten lernten. Mit diesem Wissen kehrten einige von ihnen zurück nach La Palma und begannen hier mit dem Anbau. Denn sie erkannten, dass sowohl das Klima und die milden Passatwinde als auch der Boden ideale Bedingungen boten.

Breña Alta, Mazo, Santa Cruz und El Paso entwickelten sich Mitte des 19. Jahrhunderts zu Hochburgen der Tabakwirtschaft, die bis 1967 prächtig florierte.

Dann setzte eine Blauschimmelplage dem Aufschwung ein Ende, und erst in den 1980er-Jahren begann sich die Branche wieder zu erholen.

Heute ist Breña Alta die Hochburg der Chinchaleros, zu denen auch das Familienunternehmen von Julio gehört.

Er und sein Bruder gründeten im Jahre 2000 „Puros Artesanos Julio“.

Er lernte jeden Schritt von seinem Vater, der nie eine eigene Firma hatte, sondern immer in Zigarrenfabriken arbeitete. Julio wusste bereits im Alter von zwölf Jahren, wie man eine Zigarre macht.

Da wir den enormen Erfolg und den Charme des Tabakladens erleben, fühlen wir sofort eine enorme Intrige darüber, welches Geheimnis diese Zigarren wohl verbergen. Und es ist laut Julio nichts anderes als die Mischung.

Ein Zigarre bei dem Lesen eines Buches zu geniessen ist für einige Liebhaber Tradition. © Puros Julio

Das Altern spielt eine große Rolle, so wie der Wein, je länger desto besser. Es ist ein großer Mehrwert für eine ausgewogene Mischung, die durch Rauchen der Zigarre um Drittel überprüft wird, wie es normalerweise analysiert wird. Jedes Aroma und jeder Geschmack entfaltet sich während des Rauchens und wird auf den Geschmacksinn übertragen. Ein großartiger Lehrer begleitet sie dabei, nämlich Herr Publio, und bald, bereits im Sommer, wird eine neue Version erscheinen.

EJulio Cabrera Rodríguez denkt immerzu darüber nach, wie er sein Geschäft noch interessanter gestalten kann. © Puros Julio

Für das "Medium"-Sortiment von Puros Artesanos Julio werden Tabaksorten nach natürlich geheimen Rezepten gemischt und zum Zigarrenrohling, dem sogenannten Tirulo, mit der Hand zusammengedrückt. Dann schneidet der Purero das Umblatt zu und wickelt es um die Einlage. Anschließend wird alles in die Zigarrenform gepresst.

Zum Schluss schneidet der Zigarrendreher das Deckblatt mit der Chaveta zu und rollt es spiralförmig um den gepressten Rohling. Bei der Herstellung des "Premio"-Sortiments von Puros Artesanos Julio besteht die Zigarre auch innen nur aus Blättern, wobei die Deckblätter von höchster Qualität sind.

Das Zigarrenrollen erfordert viel Geschick. © Puros Julio

Je nachdem entstehen so fünf verschiedene Versionen von Premium-Puros und acht Variationen im Media-Bereich der Julio-Edition.

Palmeros beispielsweise verlangen meist kräftige Mischungen mit einem dunklen Deckblatt.

Zigarrenliebhaber aus Gran Canaria oder Touristen bevorzugen laut Julio dagegen aromatisch-weiche Geschmacksnoten mit hellen Deckblättern.

Persönlich bevorzugt Julio den "Robusta", mit viel Tabak und einer gleichmäßigen Verbrennung. Aber jeder hat seinen eigenen Favoriten. Die Luftzirkulation spielt auch eine wichtige Rolle und die Zeit, die die Blätter altern, wie zuvor beschrieben.

Seit jeher gehört es auf La Palma bei großen Familienfeiern zum guten Ton, einen Puro Palmero anzubieten. Heute greifen dabei übrigens nicht mehr nur die Herren zu – die Damen lassen sich inzwischen ebenfalls gerne mal eine Zigarre schmecken, das zeigen auch die vielen Bilder vom Día de Los Indianos in Santa Cruz de La Palma.

So wird die Tabaquería nicht nur von Touristen und Stammkunden, welche Jahr für Jahr wiederkommen, besucht, sondern auch eine Vielzahl von Palmeras und Palmeros, die sich für diese schöne Tradition entscheiden.

"Wir haben viel gelernt und die Zahl der Kunden und insbesondere der Touristen auf 60% erhöht. Dies hat es uns erleichtert, den Tabakladen auf eine thematische Seite zu konzentrieren." erklärt uns Julio.

"Die Zigarre ist ein Konsum der Entspannung, so sehen wir das. Wir möchten eigentlich das Gefühl der Entspannung verkaufen. Die Zigarre war schon immer sehr wichtig.

Unsere Verkäufe konzentrieren sich insbesondere auf die Bars der Inseln. Im Gegensatz zu vielen anderen Urlaubsdestinationen finden Zigarrenliebhaber auch hier die handgefertigten Puros.

Die liebevoll gefertigten Zigarren finden sich in schönen Verpackungen und sind auch als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen bestens geeignet. © La Palma 24

Zum Beispiel bilden der Kiosko de Los Sauces oder El Atlántico unser Netzwerk von Bars. Außerdem kaufen Touristen oft viel vor Ort, da die Tabakbestellung sehr, sehr teuer ist. Wir haben viele neue Ideen für die Zukunft und auch soziale Netzwerke helfen uns sehr. “

Auch außerhalb der Insel werden die hochwertigen Zigarren verkauft, so reisen Zigarren, seit schon mehr als zehn Jahren nach Deutschland. Aber auch zu allen anderen Inseln im Allgemeinen reist dieser wunderbare Tabak.

Wer nun unglaubliche Zigarren genießen und eine einzigartige Erinnerung behalten möchte, sollte die Gelegenheit nicht verpassen, den thematischen Tabakladen zu besuchen. Die warme Behandlung, das Aroma und die erstaunliche Atmosphäre sorgen für ein unvergessliches Erlebnis.

Zigarrenliebhaber können sich die handgefertigten Puros auch direkt nach Hause liefern lassen und bequem über den Online-Shop bestellen.

Weitere Informationen und Eindrücke gibt es auf der Webseite, sowie auf Instagram und auf Facebook.

Öffnungzeiten: Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 15:00 Uhr bis 18 Uhr

Von Sarah

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