
Der neue Mirador de Las Indias war bereits kurz nach seiner Eröffnung Thema im La Palma 24 Journal. Jetzt hat auch Salvatore Giuffrida bei einer seiner Touren durch den Süden dort vorbeigeschaut. Mitgebracht hat er aktuelle Eindrücke und einige praktische Hinweise für alle, die den neuen Aussichtspunkt besuchen möchten.

Er liegt oberhalb von Las Indias und La Fajana in Fuencaliente. Von hier öffnet sich der Blick über die weit verstreuten Häuser am Hang, die landwirtschaftlich genutzten Flächen an der Küste und den Atlantik. Auch der Hotelkomplex La Palma & Teneguía Princess ist gut zu erkennen.

Besonders auffällig wirkt die Plattform, die ein Stück über den Hang hinausragt. Von dort reicht der Blick weit über die Küstenlandschaft im Südwesten der Insel.
Erst seit August geöffnet
Der Mirador ist erst seit wenigen Wochen in seiner neuen Form zugänglich. Die Gemeinde Fuencaliente eröffnete die Anlage am 7. August 2026. Zur Ausstattung gehören die Aussichtsplattform, Sitzgelegenheiten und kleine Aufenthaltsbereiche.

Auch Kunst und lokale Kultur finden sich hier wieder. Zu sehen ist eine Skulptur des aus Fuencaliente stammenden Künstlers Gustavo Díaz. Ergänzt wird sie durch ein Gedicht von Miguel Martín Méndez aus Las Indias.
Parkplatz nicht direkt am Aussichtspunkt
Wer mit dem Auto kommt, sollte allerdings wissen, dass es unmittelbar am Mirador praktisch keine normalen Parkplätze gibt. Salvatore weist darauf hin, dass sich etwa 150 Meter entfernt ein Halteplatz für Busse befindet.

Alternativ kann das Fahrzeug im Bereich von La Fajana abgestellt werden. Von dort sind es ungefähr 100 Meter zu Fuß bis zum Aussichtspunkt. Gerade weil der Mirador direkt an der LP-2 liegt, sollte ein kurzer Halt vorher eingeplant werden.
Mehr als nur ein neuer Aussichtspunkt
Die Arbeiten am Mirador selbst wurden bereits 2024 ausgeschrieben. Das Projekt „Reforma y mejora del Mirador de Las Indias“ hatte ein Budget von rund 152.500 Euro. Der Auftrag wurde schließlich für etwa 151.700 Euro vergeben.

Die Lage an diesem Abschnitt der LP-2 hat allerdings eine längere Vorgeschichte. Nach der Aushebung des Hanges für die Straße im Jahr 2011 kam es dort immer wieder zu Problemen mit instabilem Gestein und herabfallendem vulkanischem Material. Deshalb ließ die kanarische Regierung den Hang in einem separaten Projekt sichern. Nach einer Erweiterung beliefen sich die Kosten auf rund 2,44 Millionen Euro.

Von dieser Vorgeschichte ist beim heutigen Besuch kaum noch etwas zu spüren. Im Mittelpunkt steht der weite Blick über Las Indias, La Fajana und die Küste bis hinaus auf den Atlantik. Salvatore hatte bei seiner Tour beste Sicht und konnte den neuen Mirador von seiner schönsten Seite erleben.
Fotos: Salvatore Giuffrida, August 2026
Von La Palma 24















