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Wanda Rezat

Die Kanarische Kiefer hat das Anti-Feuer-Gen

14. August 2019 Gudrun Jetzt ersten Kommentar schreiben!

1.500 Hektar Vegetation vernichtete jetzt das Feuer auf Gran Canaria, und 4.700 Hektar weit fraß sich der Waldbrand im August 2016 über die Höhen von La Palma. Allerdings verschlingen Feuersbrünste auf den Kanaren niemals die gesamte Fauna und Flora auf ihrem mörderischen Weg. Grund: Seit jeher trotzt eine Überlebenskünstlerin den flammenden Infernos: die Kanarische Kiefer!

Im August 2016 wütete ein gigantischer Waldbrand auf den Höhen von La Palma vom Westen in El Paso über den Süden bis in den Osten nach Mazo: Aber schon im Oktober zeigten die ersten Kanarenkiefern wieder zartes Grün, denn sie haben das Anti-Feuer-Gen. Foto: Cabildo

Pinus Canariensis lautet ihr lateinischer und Pino Canaria ihr spanischer Name. Deshalb wird der Baum oft mit der Pinie verwechselt, aber er gehört zur Familie der Kiefergewächse. Und er hat das Anti-Feuer-Gen!

Wie Phönix aus der Asche erhob sich die Pino auch nach dem Waldbrand 2016 auf La Palma - schon einige Monate später spross neues Grün aus den schwarzverkohlten Rinden. Zumindest die schon etwas älteren Exemplare überstanden die Flammenhölle.

Denn die auf La Palma, El Hierro, La Gomera, Gran Canaria und Teneriffa endemischen Kanarenkiefern haben auf den aus Vulkanen geborenen, „heißen“ Inseln eine besondere Eigenschaften entwickelt: Ihre Pfahlwurzeln wachsen tief in den Boden, und ihre in schuppigen Platten aufgerissene Rinde ist bei Altbäumen bis zu 50 Schichten dick.

Den Waldbränden widersteht dieses Wunder der Natur, indem seine Stammborke in den Flammen nicht verkohlt, sondern verkrustet. Dank diesem Schutzmechanismus verbrennen zwar Nadeln und kleine Äste, aber der Baum selbst bleibt intakt. Und deshalb treibt er nach dem Feuer an Stamm und Ästen wieder aus, und seine "schlafenden Knospen" erwachen.

Die Kanarische Kiefer steht unter Schutz

Die Lady in Green steht heute unter strengem Naturschutz. Noch nicht einmal abgestorbene Kanarenkiefern im eigenen Garten darf man ohne Genehmigung des Medio Ambiente fällen. Und bevor die erteilt wird, kommen Mitarbeiter des Umweltamtes vorbei und machen sich vor Ort ein Bild, ob der Kahlschlag wirklich gerechtfertig ist.

Strenge Gesetze waren nötig, denn jahrhundertelang wüteten die Kanarenbewohner im wahrsten Wortsinn wie die Axt im Walde. Weil das Pino-Holz im Vergleich zu den Kiefern im Mittelmeerraum schwer, hart und dauerhaft ist, rodete man die Bäume massiv und setzte sie in allen  Baubreichen ein.

Insbesondere ihr rötliches und harzreiches Tea-Kernholz war sehr gefragt, weil es Wasser und Schädlinge abhält. Bis heute ist der widerstandsfähige Naturbaustoff in alten Gebäuden zu finden und natürlich ein sehr dekoratives Element.

Auf La Palma überlebte eine Kanarankiefer das Massaker, denn sie steht unter besonderem Schutz: Die Pino de La Virgen an der kleinen Kirche oberhalb von El Paso gilt im Blick auf ihre geschätzten mehr als 800 Jahre als die älteste ihrer Art auf den Kanaren und sogar in ganz Europa (siehe Foto von Claudia Gehrke).

2018 wurde der gesamte Bereich um die Eremita und den Baum saniert, denn die Kiefer litt unter Sauerstoff- und Wassermangel. Und so hoffen nun alle, dass die 2014 zum Kulturgut erklärte Lady in Green noch ein paar weitere Jahrhunderte durchsteht. Und bis dahin feiert man in El Paso jedes Jahr die Fiesta de La Virgen del Pino mit zahlreichen Events - aktuell ist es wieder soweit. Hier geht es zum Programm.

Wandern zwischen Kanarenkiefern: einer der Magnete, die Naturfreunde auf die Isla Bonita ziehen. Foto: Facundo Cabrera

Von Gudrun Bleyhl

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