Rezept made in La Palma: Gofio-Waffeln

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Rezepte: Waffeln aus kanarischem Gofio-Röstmehl

 

Herzhafte Sattmacher mit vollmundigem Geschmack

Kürzlich haben wir einen Artikel zum kanarischen Röstmehl namens Gofio veröffentlicht. Dabei wurde auch erwähnt, dass sich das Power-Pulver der Kanaren mehr und mehr vom einstigen Arme-Leute-Lebensmittel zum Produkt selbst für die gehobene Küche mausert. Grund genug für uns, mal mit Gofio zu experimentieren. Wir haben uns für Waffeln entschieden.

Gofio-Waffel-Zubereitung: Man braucht drei Schüsseln. Foto: La Palma 24

Gofio-Waffel-Zubereitung: Man braucht drei Schüsseln. Foto: La Palma 24

 

Als Grundlage für das Experiment haben wir ein Grundrezept für Waffelteig genommen, das Mehl logischerweise durch Gofio ersetzt und mit ein paar Zutaten und Gewürzen gespielt. Das von uns gekaufte Gofio war eine Mischung aus Gerste, Weizen und Mais. Aber wie wir in unserem eingangs erwähnten Artikel beschrieben haben, gibt es unglaublich viele verschiedene Zusammensetzungen des Röstmehls – man muss immer die Angaben auf den Päckchen lesen.

Weil Gofio ein so rustikales Lebensmittel ist, haben wir uns für herzhafte Waffeln entschieden. Hier unsere Zutatenliste: 250 Gramm Gofio, 2 Päckchen Backpulver, Salz, 1 Chili-Schote, Muskatnuss, Petersilie und Schnittlauch (frisch), 5 Esslöffel Olivenöl, 125 Gramm weiche Butter, 4 Eier, 200 ml lauwarme Milch.

Waffeln-Ausbacken: Am besten setzt man sich gleich daneben und verspeist das knusprige Waben-Gebäck sofort. Foto: La Palma 24

Ausbacken: Am besten setzt man sich nebens Waffeleisen und verspeist das knusprige Waben-Gebäck sofort. Foto: La Palma 24

Zuerst trennt man die Eier und schlägt das Eiweiß mit dem Schneebesen, bis es fest ist. In einer anderen Schüssel mixt man das Eigelb zusammen mit der Butter und dem Olivenöl, bis die Masse leicht schäumt.

In einer dritten Schüssel mischt man 250 Gramm Gofio mit zwei Päckchen Backpulver und fügt das Salz, die kleinegehackte Chili, etwas Musikatnuss sowie die Kräuter hinzu. Dann verrührt man alles mit der lauwarmen Milch. Nun vermengt man die Eigelb-Butter-Öl-Masse mit dem Inhalt der Gofio-Schüssel und hebt ganz zum Schluss vorsichtig das steife Eiweiß darunter.

Jetzt geht es ans Waffelbacken – etwas Öl und Masse vorsichtig ins Waffeleisen füllen, sonst muss man später viel schrubben!

Fertige Gofio-Waffeln: Durch das geröstete Mehl sind sie dunkel und haben einen vollmundigen Geschmack. Foto: La Palma 24

Fertige Gofio-Waffeln: Durch das geröstete Mehl sind sie dunkel und haben einen vollmundigen Geschmack. Foto: La Palma 24

Unsere Erfahrung: Die Gofio-Variante schmeckt vollmundig und macht unheimlich satt. Besonders lecker ist, wenn man die Gofio-Waffeln mit einer Mischung aus kleingeschnittenen Tomaten, etwas Knoblauch, frischem Basilikum, Salz, Pfeffer und Olivenöl belegt. Sprich: Man „klaut“ die Grundidee der italienischen Bruschetta und ersetzt das Ciabatta-Brot durch die Gofio-Waffel.

Natürlich sind der Phantasie im Blick auf die Waffel-Zusammensetzung keine Grenzen gesetzt. Man kann sie zum Beispiel auch mit Speck und Röstzwiebeln anstelle des Käse anreichern, Kräuter je nach Geschmack hinzufügen, und, und, und.

Wir hoffen, dass unser Experiment unsere LeserInnen zu weiteren phantasievollen Eigenkreationen anregt und wünschen gutes Gelingen. Je nach Gofio-Art und Zutatenvarianten dürften spannende Rezepte entstehen.

 

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