Newsticker: Nachrichten am 2.10.2018

puerto-naos-titel-800

La Palma Nachrichten am 2.10.2018

Newsticker-Journal-neu-buch

Im Oktober 2018 beginnen Umgestaltungen im Badeort Puerto Naos. Wir berichten heute außerdem über Primera Air, die Konkurs angemeldet hat, über den Stand des Protestes der Bürgerplattform gegen Asphaltwerke, über die Spritpreise auf den westlichen Inseln, über einen Vorstoß des Cabildos, La Palma zum Pilotgebiet für erneuerbare Energien zu erklären, über die Idee für einen Ureinwohner-Tag, über die Tankstellen-Räuber von San Pedro, über Interreg Night Light und über die Sieger der Transvulcania-Bike 2018.

 

Nachrichten aus Stadt und Land

Der Parkplatzbereich am Ortseingang von Puerto Naos: Hier sollen im Oktober 2018 die Umgestaltungsarbeiten mit dem Bau eines Busbahnhofs beginnen. Foto: La Palma 24

Der Parkplatzbereich am Ortseingang von Puerto Naos: Hier sollen im Oktober 2018 die Umgestaltungsarbeiten mit dem Bau eines Busbahnhofs beginnen; 2019 folgt die Verschönerung von Straßen im Badeort an der Westküste von La Palma. Foto: La Palma 24

Puerto Naos soll attraktiver werden. Eine gute Nachricht für La Palma-Urlauber überbrachte jetzt Inselpräsident Anselmo Pestana: Eine Finanzspritze von zwei Millionen Euro ermöglicht es, den erst vor wenigen Jahren mit einer neuen Strandpromenade verschönerten Badeort Puerto Naos durch sogenannte Zonas Comerciales Abiertas (ZCA) noch attraktiver machen – außerdem wird ein Busbahnhof gebaut. Bereits im Oktober 2018 erfolgt der Startschuss zum Bau des neuen Busbahhofs: Der bringt laut dem Inselpräsidenten die „vollständige Umgestaltung“ des Parkplatz-Bereichs am Ortseingang mit sich und schlägt mit mehr als 1,3 Millionen Euro zu Buche. Diese fließen übrigens aus dem Kanarischen Entwicklungsfonds Fondo de Desarrollo de Canarias. Gebaut werden auf verschiedenen Ebenen ein öffentlicher Platz, ein Parkplatz und die künftige Bushaltestelle mit Cafetería. Im Januar 2019 geht es weiter: Geplant sind die Neugestaltung der Calles Cruz Roja und Maximiliano Darias für knapp 721.000 Euro, die vier bis sechs Monate dauern soll. Im April 2019 ist vorgesehen, mit der Verschönerung der nahe der Strandpromenade gelegenen Calles Mauricio Duque und José Guzmán Perez anzufangen – diese Aktion kostet mehr als 143.000 Euro und ist für die Dauer von drei Monaten anberaumt. Diese ZCA abgekürzten „offenen Einkaufszonen“ entstehen derzeit überall auf dem Kanarenarchipel – ein Beispiel ist die Avenida Venezuela in Los Llanos, weitere sind in El Paso und Santa Cruz in Arbeit. Ziel ist laut Anselmo Pestana, eine hochwertige öffentliche Infrastruktur zu bieten und den Fußgängern Proirität einzuräumen.

 

Ein Schlag für La Palma: Mit dem Konkurs von Primera Air verliert die Insel vier Flüge pro Woche aus dem Norden Europas. Foto: Carlos Díaz

Primera Air hat Konkurs angemeldet: La Palma ist laut dem Reiseverastalter Primera Travel nicht betroffen – die vier für den Winter 2018/19 geplante Flüge pro Woche aus dem Norden Europas sollen trotz der Pleite über Chartermaschinen durchgeführt werden. Foto: Carlos Díaz

Primera Air ist pleite – La Palma-Flüge sollen dennoch durchgeführt werden. Die Fluggesellschaft Primera Air hat am Montagabend Konkurs angemeldet und die Einstellung des Flugbetriebs angekündigt. Die IATA-Codes PF und 6F wurden zum 2. Oktober 2018 ausgesetzt. Entgegen ersten Meldungen ist La Palma doch nicht betroffen. Inseltourismusrätin Alicia Vanoostende erklärte nach einer Kontaktaufnahme mit der Primera Group, dass Reiseveranstalter nicht in den Konkurs einbezogen wurden und der Betrieb mit gecharterten Flugzeugen aufrecht erhalten bleibe. Der Präsident des Verbandes touristischer Unternehmer auf La Palma, Óscar León, wies darauf hin, dass Primera Air pleite sei, nicht aber der Reiseveranstalter Primera Travel. Durch den Konkurs könne es allerdings einige Änderungen im Blick auf die Flugpläne und Flugtage geben. Dies sind gute Nachrichten nach dem ersten Schock, denn Reiseveranstalter hatten mit Primera Air vereinbart, im Winter 2018/19 pro Woche vier Maschinen aus Schweden und Dänemark auf die Isla Bonita zu schicken. Gründe für die Insolvenz gab Primera Air bisher nicht bekannt, allerdings war seit dem vergangenen Sommer immer wieder die Rede von einer “schlechten finanziellen Situation”. Das Unternehmen verweist auf seine Website, wo in den nächsten Tagen weitere Informationen eingestellt werden sollen.

 

Bürgerplattform gegen Asphaltwerke im Aridanetal: Derzeit muss abgewartet werden. Fotos: La Palma 24

Bürgerplattform gegen Asphaltwerke im Aridanetal: Derzeit muss abgewartet werden. Die Gegner hoffen, dass sichder CCC dem Gerichtsurteil von 2013 anschließt, das die damalige Asphaltanlage wegen des nicht eingehaltenen Mindestabstands zu Wohngebäuden verboten hatte. Das neue Werk wurde ebenfalls in der gesetzlich nicht zugelassenen Zone errichtet. Fotos: La Palma 24

Zwischenbericht der Bürgerplattform gegen Asphaltwerke. Unterstützer der Plataforma contra el Asfalto müssen sich in Geduld üben: Derzeit harrt der Bürgerverbund im Aridanetal darauf, dass seine Widersprüche zum Revisionsantrag der Betriebsgenehmigung der Asphaltanlage der UNASPA – hierzulande Alegaciones genannt – von der Stadt Los Llanos beantwortet werden. Dies muss bis spätestens Ende Oktober 2018 geschehen, damit der Antrag dem Consejo Consultivo Insular (CCC) frist- und formgerecht vorgelegt werden kann. „Aus diesen Gründen müssen wir bis Ende Januar 2019 abwarten, ob es der Gemeinde bei diesem weiteren Anlauf gelingt, beim CCC eine Anullierung der Eröffnungslizenz zu erreichen”, so die Plataforma. „Erst wenn die endgültige Entscheidung des CCC gefallen ist, können wir weitere Schritte planen – sofern diese überhaupt notwendig werden. Wir hoffen natürlich, dass sich die Behörde den begründeten Interessen der Anwohner anschließt, das Asphaltwerk nicht in Betrieb gehen zu lassen.“ Anlass für den zweiten Revisionsantrag zur Prüfung der durch amtliches Schweigen der Stadt Los Llanos erfolgten Eröffnungslizenz des Asphaltwerks gab, dass er erste von der Stadtverwaltung fehlerhaft aufgesetzt und nicht fristgerecht eingereicht wurde, so dass der CCC ihn gar nicht prüfen durfte. In der Plataforma genannten Bürgervereinigung gehen Palmeros zusammen mit Residenten aus dem Ausland mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln gegen die Inbetriebnahme der UNASPA-Anlage im Industriegebiet Callejon de la Gata vor. Bereits 2013 gelang ihnen nach dreijährigem Protest, dass der Oberste Kanarische Gerichtshof das erste dort gebaute und inzwischen abgerissene Asphaltwerk verbot, weil der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 2.000 Metern zu Wohngebieten nicht eingehalten worden war. Zum Anfang dieser langen Geschichte hier klicken.

 

Tanken auf den Kanaren: zwischen den Inseln herrscht ein hohes Gefälle bei den Preisen. Foto: DISA

Tanken auf den Kanaren: zwischen den Inseln herrscht ein hohes Gefälle bei den Preisen. Foto: DISA

Hohe Spritpreise auf den westlichen Kanareninseln. Anselmo Pestana ist der Ansicht, dass die ungerecht hohen Kraftstoffpreise auf La Palma, La Gomera und El Hierro im Vergleich zu den großen Inseln nicht mit steuerlichen Mitteln gesenkt werden können. In einem Gespräch mit der Internetzeitung El Apurón sagte der Inselpräsident, die Lösung könne nur ein verstärkter Wettbewerb sein. Er setzt im Blick auf das unverändert hohe Preisniveau trotz einiger bereits erfolgter Maßnahmen nicht länger auf Gespräche mit den Unternehmen, sondern fordert das Wirtschaftsministerium zum Eingreifen auf, weil die Kostenunterschiede zwischen den Inseln nicht nachvollziehbar seien. (Anmerkung der Redaktion: Im Juli 2018 hatte Regionalpräsident Fernando Clavijo erklärt, dass man die Möglichkeit prüfe, die Preise für Benzin und Diesel durch Steuerbefreiungen herabzusetzen, allerdings benötige man dazu die Genehmigung der Europäischen Union. Mehr dazu in diesem Newsticker.)

 

Energie aus Sonne und Wind:

Energie aus Sonne und Wind: La Palma als Pilotgebiet für erneuerbare Energien? Foto: Fernando Rodríguez

La Palma als Pilotgebiet für erneuerbare Energien? Der Inselrat hat in seiner Versammlung Ende vergangener Woche eine Resolution in Sachen Umweltschutz verabschiedet: Damit wird das spanische Ministerium für ökologischen Übergang aufgefordert, bei der Europäischen Kommission zu beantragen, dass die ganze Insel als „Pilotgebiet zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien“ erklärt wird. Angestrebt wird, damit in den Genuss von Geldern zur Förderung von Projekten im Bereich der Regenerativen zu kommen. Betont wird in der Resolution des Cabildos, dass La Palma derzeit abhängig von fossilen Energieträgern sei, und die Isla Bonita unter anderen Aspekten betrachtet werden müsse als andere Gebiete Spaniens, um ein wirtschaftliches Gleichgewicht herzustellen.

 

María Victoria Hernández: Die

María Victoria Hernández: Die PSOE-Abgeordnete schlägt einen Tag der Ureinwohner vor.

Kommt der Tag der Ureinwohner? Das Kanarenparlament hat in der vergangenen Woche einstimmig einen Vorschlag der PSOE-Abgeordneten María Victoria Hernández beschlossen: Damit ist die Kanarenregierung aufgerufen, einen Tag des Jahres „dem Kennenlernen und Verbreiten der Kultur der Ureinwohner des Archipels“ zu widmen. Ziel ist, das Erbe der ersten Bewohner der Inseln zu schützen und zu erhalten. Dazu gehört laut Hernández auch, die Sicherheit und Überwachung der archäologischen Stätten zu erhöhen, um den wiederholten Plünderungen entgegenzuwirken sowie die Mittel für archäologische Ausgrabungen zu erhöhen.

 

Mutmaßliche Tankstellen-Räuber gefasst. Die Guardia Civil hat zwei Männer verhaftet, die am 20. September 2018 mutmaßlich die Tankstelle des Breña Alta-Stadtteils San Pedro überfallen hatten. Dabei wurde mit einem Messer die Herausgabe des Kasseninhalts erzwungen. Aufgrund von Zeugenangaben konnten die beiden 23 und 27 Jahre alten Männer ausfindig gemacht werden.

 

Ungetrübter Blick auf den Nachthimmel: Das Himmelsgesetz sorgt seit 30 Jahren dafür, dass es auf La Palma so bleibt. Foto: Giovanni Tessicini

Ungetrübter Blick auf den Nachthimmel: Das Himmelsgesetz sorgt seit 30 Jahren dafür, dass es auf La Palma so bleibt. Foto: Giovanni Tessicini

Europäischer Nachthimmel-Gipfel. In dieser Woche findet wieder ein Treffen von Vertretern des europäischen Programms Interreg Night Light auf La Palma statt. Dabei analysieren Experten Aktionen im Astrobereich auf der Insel und in den anderen Teilnehmerländern. Interreg Night Light ist ein Verbund von Regionen in Holland, Luxemburg, Italien, Dänemark, Slowenien, Ungarn und Spanien, der sich zur Förderung eines klaren Nachthimmels und zum Voranbringen des Astro-Tourismus zusammengeschlossen hat. Inseltourismusministerin Alicia Vanoostende betont, dass die Isla Bonita für alle beteiligen Regionen „eine Referenz“ im Blick auf diese Ziele sei. Last but not least: Das Ley del Cielo, das den sauberen Nachthimmel von La Palma garantiert, feiert am 31. Oktober 2018 seinen 30. Geburtstag. Mehr darüber in unserem Artikel.

 

Sieger der Transvulcania Bike 2018. Bereits zum zweiten Mal fand am vergangenen Wochenende die TRV-Bike auf der Kanareninsel La Palma statt. In der K75-Königsklasse der TRV-Bike 2018 ging bei den Männern der Katalane Ismael Ventura nach 3 Stunden, sechs Minuten und 39 Sekunden durchs Ziel und bestätigte damit seine Favoritenrolle. Rund fünf Minuten später fuhr Unai Yus auf Platz zwei; Dritter wurde Pedro Rodríguez. Bei den Damen wurde Katayza Sierra mit 4:17:35 zur Reina in der Königsklasse, gefolgt von Alba Albadalejo (4:39:55) und Elizabeth Breval (4:45:32) auf dem zweiten und dritten Rang. Auf der 30 Kilometer-Strecke der Transvulcania Bike 2018 fuhr David Martín in 1:19:49 auf Platz 1, Christian Luque wurde in der Zeit von 1:20:44 Zweiter und und Francisco José Martín in 1:22:35 Dritter. Eine Überraschung gab es in der K30-Klasse der Damen: Die erst 14 Jahre alte Sara Dora aus Teneriffa holte den Titel in 1:52:06. Nach ihr erreichten Aroa González in 1:58:46 und Fátima Concepción 2:15:07 das Ziel.

SiegerInnen der Transvulcania Bike 2018. Bereits zum zweiten Mal fand am vergangenen Wochenende die TRV-Bike auf der Kanareninsel La Palma statt. In der K75-Königsklasse der TRV-Bike 2018 ging bei den Männern der Katalane Ismael Ventura nach 3 Stunden, 6 Minuten und 39 Sekunden durchs Ziel. Rund fünf Minuten später fuhr Unai Yus auf Platz zwei; Dritter wurde Pedro Rodríguez. Bei den Damen krönte man Katayza Sierra mit 4:17:35 zur Reina in der Königsklasse, Alba Albadalejo (4:39:55) und Elizabeth Breval (4:45:32) beanspruchten den zweiten und dritten Rang. Auf der 30 Kilometer-Strecke der Transvulcania Bike 2018 fuhr David Martín in 1:19:49 auf Platz 1, Christian Luque wurde in der Zeit von 1:20:44 Zweiter und und Francisco José Martín in 1:22:35 Dritter. Eine Überraschung gab es in der K30-Klasse der Damen: Die erst 14 Jahre alte Sara Dora aus Teneriffa holte den Titel in 1:52:06. Nach ihr erreichten Aroa González in 1:58:46 und Fátima Concepción mit der Zeit von 2:15:07 das Ziel. Foto: TRV Bike

 

 

Ausgehtipps diese Woche

Rock vorm Kloster: Fiesta San Francisco.

Rock vorm Kloster: Fiesta San Francisco.

Musik, Tanz und Ökologie. Bisher avisiert sind für diese Woche die Agrofiesta in Los Llanos für ökologisch Interessierte, der Paartanz bei der San Miguel-Fiesta in Tazacorte, und die San Francisco-Fiesta in Santa Cruz. Alle Details sind wie immer in unserem Event-Kalender aufgeführt.

 

Artikel powered by Google

Artikel kommentieren

E-Mail-Adesse wird nicht veröffentlicht


X

Newsletter anmelden

Email Adresse
Vorname
Nachname